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Energie

Fusion der Minen-Konzerne Glencore-Chef will Ballast loswerden

Gerade erst verschmolzen Glencore und Xstrata zum viertgrößten Rohstoff- und Bergbaukonzern der Welt. Doch schon kündigt der Chef des Giganten, Ivan Glasenberg, harte Einsparungen und den Verkauf von Firmenteilen an.
03.05.2013 - 15:52 Uhr Kommentieren
Glencore-Chef Glasenberg trimmt den Rohstoff-Riesen auf Sparkurs. Quelle: dpa

Glencore-Chef Glasenberg trimmt den Rohstoff-Riesen auf Sparkurs.

(Foto: dpa)

London Der frisch fusionierte Bergbaukonzern Glencore Xstrata stimmt seine Investoren auf einen harten Sparkurs und den Verkauf von Unternehmensbereichen ein. „Wenn wir die Kosten ausreichend senken und diverse Büros abschaffen, können wir eine Menge Ballast loswerden“, sagte der Chef des nun weltweit viertgrößten Rohstoff- und Bergbaukonzerns, Ivan Glasenberg, am Freitag. Dies stelle sicher, dass die Fusion zu einem Erfolg werde.

Freitag war der erste Handelstag des fusionierten Unternehmens an der Londoner Börse. Die Aktien stiegen angesichts der aggressiven Ankündigungen Glasenbergs mehr als sechs Prozent. Damit wurde die Gruppe mit mehr als 70 Milliarden Dollar bewertet.

Trotz der Zuversicht des Glencore-Chefs steht der in der Schweiz ansässige Konzern vor großen Herausforderungen. Glencore - bisher hauptsächlich ein Rohstoffhändler - muss nun den 46 Milliarden Dollar schweren Bergbaukonzern Xstrata integrieren. Dafür vertraut Glencore kaum auf das bisherige Management. Lediglich zwei der 14 Top-Posten in dem fusionierten Konzern sind mit Xstrata-Managern besetzt worden.

Glasenberg versicherte, man werde bei den geplanten Verkäufen von Unternehmensteilen nicht kopflos vorgehen. „Wir haben Zeit“, sagte der Glencore-Chef. Nach den 100 Tagen, die man sich nun einräume, um die Geschäfte zu überprüfen, werde man mehr wissen. Ziel sei es, letztendlich eine Eigenkapitalrendite für neue Projekte zwischen 20 und 25 Prozent zu erzielen.

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