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Energie

Geplante EU-Strafzölle Industrie warnt vor Eskalation im Streit mit China

Im Streit mit China über Billig-Solaranlagen warnt der Industrieverband BDI die EU vor Strafmaßnahmen gegen die Volksrepublik. Die deutsche Industrie sei auf offene Märkte angewiesen, Arbeitsplätze seien in Gefahr.
20.05.2013 - 19:46 Uhr 6 Kommentare
Solarfabrik in China: Die EU-Kommission droht mit Strafzöllen. Quelle: dpa

Solarfabrik in China: Die EU-Kommission droht mit Strafzöllen.

(Foto: dpa)

Berlin/München/Brüssel Die deutsche Industrie macht gegen die von der EU geplanten Strafzölle gegen chinesische Solarmodul-Hersteller mobil. Die Unternehmen fürchten um Tausende Arbeitsplätze in Deutschland - etwa bei den Installateuren von Solaranlagen - und warnen vor einer Eskalation des Handelsstreits. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler nannte Strafzölle einen "schweren Fehler" und schloss sich der Forderung der Exporteure an, die EU solle mit China eine einvernehmliche Lösung aushandeln.

Die EU-Kommission hatte zuletzt zur Empörung Chinas grünes Licht für Strafzölle auf Solarmodule der Volksrepublik gegeben, die bei durchschnittlich 47 Prozent liegen sollen. Noch ist das Vorhaben nicht in Kraft. Die Warnungen zeigen das Dilemma der EU, sich vor billigen Importen schützen zu wollen, aber eben auch auf China als treibende Kraft der weltweiten Konjunkturerholung angewiesen zu sein.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) verwies auf die enorme Bedeutung von China für die hiesige Konjunktur. "Vor Einleitung von Anti-Dumping-Verfahren gegen China sollten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, auf dem Verhandlungsweg Lösungen zu finden", erklärte Verbandspräsident Ulrich Grillo am Sonntag. "Die deutsche Industrie ist mit ihrem hohen Exportanteil auf offene Märkte angewiesen."

Der Präsident des Außenhandelsverbandes, Anton Börner, erklärte dem Magazin "Euro am Sonntag", Firmen etwa im Solarhandwerk seien aufgrund von Kostensteigerungen im Falle von Sanktionen in ihrer Existenz bedroht. Auch deutsche Maschinenbauer würden geschädigt, deren Technologie bei der Solarmodul-Produktion in China zum Einsatz komme. "Es ist zu erwarten, dass nun auch andere Branchen zittern müssen, sollte sich das zu einem Handelskrieg hochschaukeln."

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    Die Bundesregierung plädiert seit längerem für eine einvernehmliche Lösung mit China, das für die EU nach den USA der zweitwichtigste Handelspartner ist. Die chinesische Regierung hat bereits mit Gegenmaßnahmen gedroht. Spannungen im Handel mit China zu provozieren sei in etwa so, wie einen Felsbrocken auf den eigenen Fuß fallen zu lassen, erklärte der Sprecher des chinesischen Handelsministeriums, Shen Danyang. Ein solches Vorgehen werde Europa nicht dabei helfen, sich aus der Wirtschaftskrise zu befreien.

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    6 Kommentare zu "Geplante EU-Strafzölle: Industrie warnt vor Eskalation im Streit mit China"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die ganze Erneuerbare Energie Branche ist eine wirtschaftliche Scheinbranche. OHNE das EEG-Zwangsbürgergesetz würde es diese unsinnige und unwirtschaftlichen Ereuerbaren Energien überhaupt erst gar nicht geben!!!
      Schafft endlich dieses wohlstandsvernichtende und assoziale EEG ab!!!
      Eine auf industrie und handwerk basierende Wohlstandsgesellschaft kann NICHT auf Basis von den sog. Erneuebaren Energietechniken (Windmühlen,Solarmodule,Biogas) existieren. Wer auf Windmühlen und Sonnenmodule und Energiepflanzen setzt, der führt die Bürger hinter das Licht und will nur Schaden und eine neue Mangelwirtschaft ala DDR-Vorbild einführen!!!

    • Der "Handelskrieg" wird so oder so kommen.
      Übrigens betrifft es nicht nur Solar, sondern auch die IuK Branche mit Netzwerkausrüstern wie ZTE und Huawei.
      Wir haben ein echtes Problem, schön dass es jetzt schon jemand mitbekommt^^

    • Dem fetten Asbeck mit dem grünen Parteibuch, der EU-Beamte bestochen hat, muss endlich hinter Schloss und Riegel gebracht werden. Dass die Politik wegen diesem Schnösel einen Handelskrieg riskiert, der hunderttausende Arbeitsplätze kosten wird, ist unbegreiflich. Im Übrigen sollte Asbeck erst mal gefilzt werden, wo die Milliarden geblieben sind, um die er seine Anleger betrogen hat!

    • die Forderung nach offenen Märkten verschweigt oft den Zweck, warum eigentlich Außenhandel betrieben wird. Außenhandel ist nur dann notwendig, wenn benötigte Produkte im Inland nicht hergestellt werden können oder die für die Produktion nötigen Zutaten im Inland nicht vorhanden sind.
      Im Falle der Solarindustrie ist der Import sogar noch weniger berechtigt. Diese mit anderen Energiearten ohne finanzielle Unterstützung der Bevölkerung nicht konkurrenzfähige Industrie hat eigentlich das Recht, nur in dem Land produziert und verkauft zu werden, das dafür die Stützungsbeträge bezahlt. Nur ungeförderte Produkte haben Anspruch auf offene Märkte.

      Der Staat, der die gesellschaftlich gewollte Umorientierung zur Energiewende beschlossen hat, hätte die Aufgabe gehabt, diesen wirtschaftlichen Zusammenhang rechtsverbindlich zu organisieren.

    • Am Ende ist immer der Verbraucher der Dumme!
      Wer sich vom Deutschen Handwerker den Chinesischen Billigschrott liefern und montieren läßt, zahlt am Ende doppelte Zeche.
      Von daher kann man nur die EU - Kommission unterstützen, uns die 1.- Euro Produkte aus China, endlich vom Hals zu halten! Deutschland hat die hiesige Solarindustrie mit Millionen unterstützt, die Chinesen haben prima mit deutschen Maschinen das Know How abgekupfert und sahnen jetzt den hiesigen Markt ab, es wird Zeit diesem vom Chinesischen Staat begünstigten Treiben ein Ende zu bereiten.

    • Wo gibt es offene Märkte?
      In Afrika?
      Sicher nicht in der EU, China, USA, Brasilien, Japan und Russland.

      Der Begriff Strafzölle ist doch längst überholt.
      Heute spricht man von Off set oder Wertschöpfungsquote in den Abenehmerländern.
      Oder wer glaubt denn wirklich, das die ein oder andere Produktion sich in den Low Cost Countries wirklich lohnen?

      Vergleichen Sie doch mal die Stückkosten der Autoproduktion von der USA mit der von Deutschland.

      Und dann rechnen Sie nochmals den "logistischen" Aufwand dazu.

      Sie werden staunen, wenn sie es eh nicht schon wissen.

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