Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Energie

Gerichtsurteil Eon Hanse geht gegen Gaspreis-Urteil vor

Der Energieversorger hat Revision gegen ein Gaspreis-Urteil eingelegt. Das OLG Hamburg hatte entschieden, dass die Preisanpassungen von Eon Hanse unwirksam seien. Eon hält seine Preise jedoch für angemessen.
2 Kommentare
Eon Hanse klagt gegen ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg, das die Gaspreisanpassungen des Unternehmens für ungültig erklärt. Quelle: dpa

Eon Hanse klagt gegen ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg, das die Gaspreisanpassungen des Unternehmens für ungültig erklärt.

(Foto: dpa)

Hamburg Der Energieversorger Eon Hanse geht gegen ein Gaspreisurteil vor, das Kunden einen Anspruch auf Rückzahlung einräumt. Das Unternehmen legte Revision beim Bundesgerichtshof ein, wie eine Sprecherin von Eon Hanse Vertrieb am Freitag berichtete. Gaskunden im Norden hatten am 30. Januar vor dem Oberlandesgericht in Hamburg nach einem mehrjährigen Rechtsstreit gesiegt.

Das Gericht gab einer Sammelklage von 53 „Gasrebellen“ statt. Die von der Verbraucherzentrale Hamburg koordinierte Klage richtete sich gegen Vertragsklauseln zu Preisanpassungen des Unternehmens. Durch den Schuldspruch wurden nach Darstellung der Verbraucherzentrale alle Preisänderungen des Energiekonzerns der vergangenen sieben Jahre unwirksam.

Das Unternehmen bekräftige seine Auffassung: „Das Gericht hat sich bei seiner Entscheidung rein auf den formalen Gesichtspunkt der Wirksamkeit der Klausel konzentriert. Unsere Preise sind angemessen.“ Der Versorger will nun seine Position vor dem BGH darlegen.

Die Verbraucherzentrale warf dem Versorger vor, auf Zeit zu spielen. Das Unternehmen wolle den Kunden ein weiteres Jahr ihre berechtigten Ansprüche vorenthalten, teilte Geschäftsführer Günter Hörmann mit. Er schätzt, dass mehr als 100 000 Kunden Ansprüche gegen Eon Hanse haben und folglich die Rückerstattungen mindestens einen zweistelligen Millionenbetrag ausmachten. Mögliche Forderungen der Kunden verjährten innerhalb von drei Jahren. Die Verbraucherschützer rechnen mit einem BGH-Urteil erst 2014.

Der Handelsblatt Expertencall
  • dpa
Startseite

2 Kommentare zu "Gerichtsurteil: Eon Hanse geht gegen Gaspreis-Urteil vor"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Aha...

  • Das dauert noch wenige Wochen. Danch wird jeder mündige Bürger gegen den Allgemein-Betrug wehren.