Energie

Geschäftszahlen Energiekonzern Uniper schreibt Verluste

Der Energieriese Uniper hat einen Nettoverlust von als einer halben Milliarde Euro eingefahren. Trotzdem hält er an seiner Prognose fest.
Update: 07.08.2018 - 08:45 Uhr Kommentieren
Energiekonzern: Uniper schreibt Verluste Quelle: Reuters
Uniper SE

Nicht zahlungswirksame Bewertungen von Derivaten sind unter anderem Grund für die hohe Verluste.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDer Energiekonzern Uniper beendet das erste Halbjahr mit roten Zahlen: Der Konzern vermeldete am Dienstag mehr als eine halbe Milliarde Euro Verluste. Grund für das Minus von 546 Millionen seien negative Bewertungseffekte aus Rohstoffderivaten, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der ehemaligen Eon-Kraftwerkstochter.

Mit diesen sichert das Unternehmen im Handelsgeschäft unter anderem die langfristigen Strom- und Gaspositionen gegen Preisschwankungen ab. Die negative Bewertung ergibt sich aus dem gestiegenen Strompreis. Uniper hatte seine Positionen zu einem früheren Zeitpunkt zu einem niedrigeren Preis abgesichert.

Operativ lief es aber besser als von Analysten erwartet. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) schrumpfte von 930 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 601 Millionen Euro, nicht so extrem wie erwartet. Von Reuters befragte Analysten hatten nur mit 570 Millionen Euro Ebit gerechnet.

Dies habe vor allem am Wegfall von Ergebnisbeiträgen aus der veräußerten Beteiligung am russischen Gasfeld Juschno Russkoje sowie an stillgelegten Kraftwerken in den Niederlanden und Schweden gelegen. Auch die Nettoverschuldung stieg um fast 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, auf 3,3 Milliarden Euro. Unter anderem, weil der Düsseldorfer Konzern höhere Sicherheitsleistungen aufgrund gestiegener Rohstoffpreise hinterlegen musste.

Der Versorger bestätigte dennoch die Prognose für das Geschäftsjahr 2018, mit einem bereinigten Ebit zwischen 0,8 und 1,1 Milliarden Euro.

Eine Vertretung für den an Krebs erkrankten Uniper-Chef Klaus Schäfer, gab das Unternehmen nicht bekannt. Der 51-Jährige kündigte in der vergangenen Woche an, sich aufgrund einer Behandlung mehrere Monate zurückzuziehen.

Im Juni hatte der finnische Energiekonzern die noch verbliebenen Anteile von Eon, und damit 47 Prozent des deutschen Konkurrenten übernommen. Fortum-Finanzvorstand Markus Rauramo wird neues Mitglied im Uniper-Aufsichtsrat. Er tritt die Nachfolge des Eon-Vertreters an.

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