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Energie

Glencore Schweizer erwägen Kauf des Rivalen Bunge

Der Rohstoffhändler Glencore ist an einer Übernahme des Rivalen Bunge interessiert. Die Landwirtschafts-Sparte der Schweizer sei an das US-Unternehmen herangetreten. An der Börse kommt die Nachricht gut an.
24.05.2017 Update: 24.05.2017 - 09:24 Uhr Kommentieren
Glencore sei „wegen einer möglichen einvernehmlichen Zusammenlegung der Geschäfte“ an den Rivalen herangetreten. Quelle: Reuters
Glencore

Glencore sei „wegen einer möglichen einvernehmlichen Zusammenlegung der Geschäfte“ an den Rivalen herangetreten.

(Foto: Reuters)

New York Der in der Schweiz ansässige Rohstoffhändler Glencore erwägt die Übernahme des Rivalen Bunge. Glencores Landwirtschafts-Sparte sei an das US-Unternehmen informell „wegen einer möglichen einvernehmlichen Zusammenlegung der Geschäfte“ herangetreten, teilte der Konzern am Dienstagabend mit.

Ob es zu einer Einigung komme, sei aber noch offen. Bunge erklärte, es liefen keine Gespräche mit Glencore über einen Zusammenschluss. Das Unternehmen sei „entschlossen, seine weltweite Strategie bei Agrar-Lebensmitteln fortzusetzen und Gelegenheiten zu nutzen, Wachstum und Wertschöpfung zu stärken“, hieß es weiter.

Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ berichtet, Glencore habe Bunge wegen einer Übernahme angesprochen. Die Bunge-Aktien legten am Dienstag fast 17 Prozent zu, das Unternehmen ist nun mit 11,4 Milliarden Dollar bewertet. Insidern zufolge lag in der Vergangenheit der Schwerpunkt der Gespräche zwischen beiden Unternehmen auf einer Kooperation in Nordamerika und nicht auf einer Fusion. Eine mit dem Vorgang vertraute Person sagte, Glencore habe früher zwar Interesse angemeldet, Bunge habe dies aber abgelehnt.

Die zehn ölhungrigsten Länder der Welt
Platz 10: Kanada
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Auf dem letzten Platz der weltweit zehn größten Ölnachfrager liegt Kanada mit 2,4 Millionen Barrel Öl pro Tag in 2016. In den folgenden Jahren wird mit einer sinkenden Nachfrage gerechnet. Für 2022 liegt diese nur noch bei 2,3 Millionen Barrel Öl pro Tag.

Quelle: „Oil 2017“-Bericht der Internationalen Energie-Agentur.

(Foto: dpa)
Platz 9: Südkorea
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Südkorea fragte im Jahr 2016 2,6 Millionen Barrel Öl pro Tag nach. Damit landet das Land auf Platz 9 der weltweit größten Ölnachfrager. In den Folgejahren steigt die Nachfrage laut der Voraussage der Internationalen Energie-Agentur auf 2,7 Millionen Barrel Öl.

(Foto: dpa)
Platz 8: Saudi-Arabien
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Saudi-Arabien, das selbst große Mengen des Schwarzen Goldes fördert, liegt mit 3,2 Millionen Barrel Öl pro Tag auf dem achten Platz der weltweiten Ölnachfrager. Das könnte sich in Zukunft ändern, denn bis 2022 wird die Nachfrage auf 3,4 Millionen Barrel geschätzt.

(Foto: dpa)
Platz 7: Brasilien
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Brasilien liegt mit einer Erdölnachfrage von 3,1 Millionen Barrel pro Tag auf dem siebten Platz. Doch auch hier ist mit einer höheren Nachfrage in den Folgejahren zu rechnen: 2022 liegt die geschätzte Nachfrage schon bei 3,3 Millionen Barrel Öl.

(Foto: dpa)
Platz 6: Russland
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Russland liegt im Jahr 2016 noch auf Platz 6 der größten Erdölnachfrager mit durchschnittlich 3,6 Millionen Barrel Öl pro Tag. 2017 erhöht sich die Nachfrage, sodass Russland mit durchschnittlich 3,7 Millionen Barrel Erdöl pro Tag den sechsten Platz verteidigt.

(Foto: dpa)
Platz 5: Indien
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Indien fragt in den nächsten Jahren immer mehr Öl nach. 2016 liegt die Nachfrage noch bei 4,3 Millionen Barrel Öl pro Tag, 2017 werden schon 4,5 Millionen Barrel nachgefragt und 2022 noch mal mehr – 5,9 Millionen Barrel.

(Foto: dpa)
Platz 4: Japan
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Bei einer Nachfrage von 4,0 Millionen Barrel Öl pro Tag liegt Japan auf dem vierten Platz. Die Nachfrage sinkt im Jahr 2017 voraussichtlich auf 3,9 Millionen Barrel und bis 2022 auf 3,6 Millionen Barrrel Öl pro Tag.

(Foto: dpa)

Das Interesse von Glencore an Bunge schürt Spekulationen über Fusionen in der Branche der Rohstoffhändler, nachdem es zuletzt eine Reihe von Zusammenschlüssen in der Saatgut- und Agrarchemiebranche gegeben hatte. Die Getreidehändler sind seit ein paar Jahren unter Druck. Ein weltweites Überangebot und geringe Handelsmargen schmälern ihre Gewinne.

Den Firmen wie Bunge, Archer Daniels Midland, Cargill oder Louis Dreyfus macht zudem Konkurrenz aus China und Japan zu schaffen. Bunge-Chef Soren Schroder sagte zuletzt, der Sektor sei reif für eine Konsolidierung, und Bunge sei bereit, bei einem Geschäft an erster Stelle zu stehen. Er ließ aber offen, ob Bunge ein anderes Unternehmen kaufen wolle oder selbst übernommen werden könnte.

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