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Energie

Gold-Bergbau gestoppt Kein Dorado für Griechenland

Über eine Milliarde Euro wollte ein kanadischer Konzern in den Goldbergbau in Griechenland stecken. Doch nun steht das ambitionierte Projekt vor dem Aus. Für die griechische Wirtschaft ist das ein herber Schlag.
12.01.2016 - 15:27 Uhr
Der Bergbaukonzern Eldorado stoppt die Arbeiten an seinem Projekt in Nordgriechenland. Quelle: Reuters
Gold

Der Bergbaukonzern Eldorado stoppt die Arbeiten an seinem Projekt in Nordgriechenland.

(Foto: Reuters)

Athen Eine der größten ausländischen Investitionen in Griechenland steht vor dem möglichen Aus. Der kanadische Minenkonzern Eldorado Gold gab am Mittwoch in Athen den Stopp aller Arbeiten an seinem Goldabbauprojekt Skouries auf der nordgriechischen Halbinsel Chalkidiki bekannt. Die Suspendierung des Vorhabens ist ein Rückschlag für die griechische Wirtschaft, die auf ausländische Investitionen angewiesen ist, wenn das Land aus der Rezession kommen soll.

Es sollte ein Vorzeigeprojekt werden: Über eine Milliarde Euro wollte Eldorado Gold in Nordgriechenland investieren, mehrere tausend Arbeitsplätze sollten in der strukturschwachen Region entstehen. Doch jetzt legen die Kanadier ihre Investitionen auf Eis. Das Unternehmen reagiert damit nach eigener Darstellung auf die „obstruktive Haltung“ der griechischen Regierung.

Schon in der Antike, zu Zeiten von Alexander dem Großen, wurde auf der Halbinsel Chalkidiki Gold gewonnen. Bereits 2015 wollte Hellas Gold, die griechische Tochter von Eldorado Gold, bei der Ortschaft Skouries mit der Goldförderung beginnen. Dort wurden Vorkommen von 230 Tonnen reinem Gold nachgewiesen. In diesem Jahr, so die ursprüngliche Planung, sollte Griechenland damit zum größten Goldproduzenten Europas aufsteigen.

Aber um das Projekt wird seit Jahren gestritten. Die Bevölkerung ist gespalten. Hellas Gold ist der wichtigste Arbeitgeber der Region. Die mehr als tausend Beschäftigten und ihre Familien kämpfen für die Mine. Die Gegner des Vorhabens fürchten Umweltschäden durch den Goldabbau und eine Beeinträchtigung des Tourismus.

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    Hellas Gold bestreitet die angeblich katastrophalen ökologischen Folgen. So soll, anders als von den Gegnern behauptet, das gefürchtete Zyanid bei der Goldgewinnung gar nicht zum Einsatz kommen, versicherte Unternehmenssprecher Kostas Georgantzis. Stattdessen werde man eine umweltverträgliche Methode anwenden, das „Flash Smelting“, bei dem das Gold bei hohen Temperaturen aus dem Gestein herausgeschmolzen wird.

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