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Energie

Greentech Milliardenkonzerne wollen europäische Energie-Start-ups fördern

Mit Energy Impact kommt eine der größten Investmentfirmen für Energie aus den USA nach Europa. Energie-Start-ups werden bei Kapitalgebern immer beliebter.
16.07.2020 - 13:28 Uhr 1 Kommentar
In Zeiten von Green Deal und Klimawandel werden besonders Greentech-Start-ups für Investoren immer interessanter. Quelle: dpa
Windrad

In Zeiten von Green Deal und Klimawandel werden besonders Greentech-Start-ups für Investoren immer interessanter.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Lilium, Sonnen, Tado, Sunfire, Kraftblock – das sind nur fünf von unzähligen deutschen Start-ups im Energiebereich. Sie haben vor allem mit millionenschweren Finanzierungsrunden auf sich aufmerksam gemacht, sind damit aber eher die Ausnahme als die Regel. Jetzt könnten auch andere Greentech-Start-ups aus Deutschland und Europa die Gelegenheit dazu bekommen.

Die 1,5 Milliarden Dollar schwere Plattform Energy Impact Partners (EIP) aus den USA kommt nach Europa. Die Zentrale ist in Deutschland geplant. „Der europäische Markt war schon immer ein attraktives Feld, aber aus den USA heraus ist das natürlich schwer zu managen. Deswegen sind wir jetzt auch in Europa“, erklärt Matthias Dill, Europachef von EIP.

Der Zusammenschluss verschiedenster Energieunternehmen aus Nordamerika, Japan und Europa bringt immerhin zusammengenommen eine Marktkapitalisierung von über 300 Milliarden US-Dollar auf die Waage. Darunter sind Firmen wie der japanische Versorger Tepco, das US-amerikanische Unternehmen Xcel Energy oder der britische Übertragungsnetzbetreiber National Grid. Außerdem sollen Gespräche über eine neue Partnerschaft mit einem der Tech-Giganten aus dem Silicon Valley laufen.

„In Europa gibt es sehr viele interessante Start-ups im Energiebereich. Wir haben uns letztes Jahr schon über 1000 angeguckt, und 20 Prozent davon sind sogar aus Deutschland“, erklärt Dill. Unterstützung bekommt EIP in Europa von zwei neuen Partnern: dem finnischen Fortum-Konzern, der erst 2019 die Mehrheit an dem deutschen Versorger Uniper übernommen hat, und dem deutschen Energieunternehmen EWE. In den nächsten fünf Jahren will EIP 15 bis 20 Energie-Start-ups in Europa mit einem dreistelligen Millionenbetrag fördern. Und sie sind nicht die einzigen.

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    Grüne Start-ups werden bei Investoren immer beliebter. Erst Ende Mai verkündete Microsoft-Gründer Bill Gates, mit seinem „Breakthrough Energy Ventures“-Fonds auch in Europa durchstarten zu wollen. 100 Millionen Euro will die Initiative gemeinsam mit der europäischen Investitionsbank in grüne Technologien investieren. „Es kommt gerade mehr Bewegung rein im Bereich Finanzierung für Energie-Start-ups“, beobachtet auch Start-up-Expertin Pia Dorfinger von der Deutschen Energie-Agentur (Dena).

    Dabei hatten es besonders Jungunternehmen im Energiebereich lange Zeit schwer. „Viele Wagniskapitalgeber haben sich bisher nicht auf den Energiemarkt eingelassen, weil dieser sehr komplex ist“, erklärt Dorfinger. Zwar hätten Inkubatoren großer Unternehmen und staatliche Förderungsstellen versucht, die Start-ups zu unterstützen, aber über eine Anschubfinanzierung hinaus habe es oft wenig Risikokapital gegeben. Laut dem „Deutschen Startup Monitor“ 2019 sind knapp 42 Prozent der investierten Beträge in junge Unternehmen nicht größer als 150.000 Euro.

    Aber genau das ändert sich jetzt. „Immer mehr institutionelle Anleger wie Blackrock stoppen ihre Investments in fossile Energieträger. Das trägt dazu bei, dass sich der Fokus in Richtung Green Economy sowie innovative und durchaus auch disruptive Lösungen und Geschäftsmodelle für die Energiewende verschiebt“, ist Dorfinger überzeugt. Der deutsche Markt, so glaubt die Expertin, stehe im europäischen Vergleich „sehr gut da“.

    Deutsche Start-ups im globalen Vergleich

    Gleich zehn deutsche Energie-Start-ups schafften es in diesem Jahr unter die „Cleantech 100“, ein Wettbewerb der chancenreichsten Cleantech-Unternehmen der Welt. Darunter finden sich Namen wie das Smart-Grid-Start-up Envelio, das IoT-Unternehmen Greencom Networks oder die Next Kraftwerke. Sogar zum zweiten Mal auf die Liste schafften es der Thermostathersteller Tado, der E-Mobility-Ladetechnik-Dienstleister Ubitricity, der E-Fuels-Hersteller Sunfire, der Speichertechnologieanbieter Skeleton Technologies, das Wasserstoff-Mobility-Start-up Hydrogenious sowie das Mobilitäts-Start-up Lilium. Insgesamt sind 29 Jungunternehmen aus ganz Europa dabei.

    Und genau solche aussichtsreichen Neugründungen will auch die europäische Investorengruppe Set Ventures aus Amsterdam fördern. Dahinter stehen namhafte Mitglieder wie der Ölkonzern Shell, die Bank BNP Paribas, der EU-Investmentfonds und die NRW.Bank. Erst im Februar investierte der grüne Fonds 8,5 Millionen Euro in das deutsche Batterie-Start-up Instagrid.

    „Europa muss mehr Geld als Risikokapital zur Verfügung zu stellen, das ist das, was fehlt“, ist auch Urban Keussen, Technikvorstand bei EWE, überzeugt. Von der neuen Partnerschaft mit den Energy Impact Partners erhofft sich das norddeutsche Unternehmen, vor allem von dem globalen Netzwerk zu profitieren.

    „Wir selbst haben nicht die globale Reichweite, uns das anzugucken. Energy Impact hilft uns, unser Radarsystem zu erweitern, und wir bekommen Zugang zu Start-ups, die wir sonst nicht kennen würden.“ Dafür will EWE immerhin einen zweistelligen Millionenbetrag ausgeben. Ob man schon ein bestimmtes Start-up als erstes Europa-Investment im Auge habe, wollten aber weder EWE noch EIP verraten.

    Mehr: Corona beschleunigt den Wandel der Energiebranche

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