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Energie

Handelsblatt Energie-Gipfel Warum es beim Netzausbau auch an „Akzeptanz der Gesellschaft“ mangelt

Führende Vertreter der Energiewirtschaft sind sich einig: Ein erweitertes Stromnetz hängt maßgeblich von Unterstützung aus der Bevölkerung ab.
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Präsident der Bundesnetzagentur Jochen Homann

"Die politische Unterstützung muss besser werden", so Homann.

(Foto: Dietmar Gust / Euroforum)

BerlinManon van Beek gab den in Berlin versammelten Vertretern der deutschen Energiewirtschaft ein wichtiges Versprechen: „Wir werden mit aller Kraft unser Bestes geben“, sagte die Chefin des niederländischen Stromnetzbetreibers Tennet beim Handelsblatt-Energiegipfel in Berlin. Tennet ist in Deutschland für eines der vier großen Übertragungsnetze verantwortlich – und damit für einen wichtigen Teil des dringend benötigten Netzausbaus.

Van Beek machte aber klar, dass die Anstrengungen ihres Unternehmens allein nicht reichen werden. Sie mahnte zur mehr Akzeptanz in der Bevölkerung, mehr Unterstützung durch die Politik und mehr Verständnis der Regulierungsbehörde an. Schließlich ist die Aufgabe, das Stromnetz an die Energiewende anzupassen, gewaltig – und der Widerstand in der Bevölkerung gegen neue Stromtrassen groß.

Das spürt Tennet selbst bei der geplanten neuen Leitung Südlink. „Die Akzeptanz in der Gesellschaft und die politische Unterstützung müssen besser werden“, sagte van Beek. „Wir brauchen die Unterstützung zum Ausbau auf allen politischen Ebenen.“ Die Genehmigung sei teilweise zu langwierig.

Gleichzeitig stellte van Beek aber auch klar, dass die Probleme langfristig nicht allein mit dem ständigen Zubau neuer Leitungen gelöst werden könnten. Innovation und Digitalisierung müssten helfen, die Netze an die dezentralen erneuerbaren Energien anzupassen. „Dafür brauchen wir eine Regulierung, die Anreize für Investitionen setzt“, sagte sie.

Der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, gab der Niederländerin zum Teil recht: „Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist ein zentrales Thema.“ Homann ist froh darüber, dass Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) den Netzausbau zur Chefsache gemacht hat und versucht, die Akzeptanz zu erhöhen.

Wenn sich der Wirtschaftsminister den Bürgerinitiativen stelle, habe das ein anderes Gewicht, als wenn der Präsident der Bundesnetzagentur das mache, sagte er. Ebenfalls von großer Bedeutung sei die europäische Einbindung. Es gehe nicht um die Frage, ob Deutschland allein die Versorgungssicherheit gewährleisten könne.

Es gelte, die Flexibilität des europäischen Markts zu nutzen. Und auch Homann fordert, Innovationen genauso voranzutreiben wie den Ausbau der Leitungen mit „Kupfer oder Stahl“. Es gebe nicht den Ansatz, möglichst viele Leitungen zu verlegen. Homann stellte aber auch klar: „Neue Technologien ändern kein Jota am jetzt nötigen Netzausbau.“

Bilder vom Handelsblatt Energie-Gipfel 2019 finden Sie auch bei Facebook.

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