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Energie

Innogy-Vorständin Hildegard Müller „Wir sehen den Breitbandausbau als gutes Geschäft“

Innogy betreibt Deutschlands größtes Stromnetz. Die Vorständin für Netz und Infrastruktur erklärt, warum der Versorger auch Glasfaserleitungen verlegt.
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Die Managerin leitet bei Innogy das Ressort Netz und Infrastruktur. Quelle: Pressefoto
Hildegard Müller

Die Managerin leitet bei Innogy das Ressort Netz und Infrastruktur.

(Foto: Pressefoto)

Frau Müller, Innogy will neben Strom nun auch Daten transportieren?
Natürlich, wir sind einer der Treiber der Digitalisierung in der Energiebranche. Wir verlegen schon seit Jahren parallel zu unseren Stromleitungen auch Glasfaser. Jetzt wollen wir unser Tempo hier noch deutlich erhöhen.

Das heißt konkret?
Bislang haben wir rund 100 Millionen Euro in den Breitbandausbau investiert. Dieses Engagement wollen wir in den kommenden Jahren mindestens verdoppeln. Der Großteil des Geldes ist für Deutschland geplant. Wir wollen aber auch in Osteuropa investieren.

Wo wollen Sie Glasfaserleitungen verlegen?
Wir wollen vor allem den ländlichen Raum ans Highspeed-Netz anschließen. Das ist für die Kommunen und die Menschen, die dort leben, enorm wichtig. Aber auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Denn Unternehmen brauchen Highspeed-Internet, um im Wettbewerb mithalten zu können. Und die meisten mittelständischen Firmen sitzen nun mal nicht in den Großstädten, sondern auf dem Land.

Für Innogy ist der Breitbandausbau also eine Möglichkeit, die Partnerschaft mit den Kommunen zu pflegen?
Ja, für Kommunen ist der Zugang zum schnellen Internet ein wichtiger Standortfaktor. Aber das ist nicht der einzige Grund für unser Engagement. Wir sehen darin auch ein lukratives Geschäft.

Wo sehen Sie da das Potenzial?
Wir verdienen an der Vermietung von Kapazitäten. Unsere Leitungen stehen allen Telekommunikationsanbietern offen. Nur wenn die Glasfasernetze gut ausgelastet sind, rechnen sie sich. Wir wollen die Glasfaserleitungen aber auch selbst nutzen. Zum einen bietet unsere Tochter TelNet selbst Internet und Telefon an. Zum anderen können wir so neue intelligente Stromprodukte anbieten. Der Breitbandausbau ist auch eine Voraussetzung für das intelligente Stromnetz.

Innogy macht Telekommunikationsfirmen künftig Konkurrenz?
Das machen wir jetzt schon, denn das gehört zu unseren Kernkompetenzen: smarte Bündelprodukte aus Strom, Internet und Telefon anzubieten. Genau das wünschen sich die Kunden, denn die Welt wird ja immer komplexer. Viele Kunden sind froh, wenn sie viele Dienstleistungen aus einer Hand bekommen.

Sie haben im vergangenen Jahr eine Kooperation mit der Telekom beim Breitbandausbau geschlossen. Widerspricht sich das nicht?
Die werden wir auch pflegen, um gemeinsam möglichst schnell viele Regionen zu erschließen. Partnerschaften bleiben für uns wichtig. Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht selbst am Wettbewerb beteiligen. Letztlich muss jeder die Kunden von seinen Leistungen überzeugen.

Frau Müller, vielen Dank für das Interview.

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