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Energie

Jahresbilanz MVV Energie hebt nach Rekordjahr die Dividende an

Die Lieferprobleme anderer Versorger bringen MVV Energie neue Kunden. Hohe Strompreise steigern vor allem bei Firmenkunden die Nachfrage nach Solaranlagen.
14.12.2021 - 16:37 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen hat sich gegen Preisschwankungen an den Energiemärkten abgesichert.
MVV-Energie-Vorstandsvorsitzender Georg Müller

Das Unternehmen hat sich gegen Preisschwankungen an den Energiemärkten abgesichert.

Düsseldorf Das börsennotierte Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie hat dieser Tage Grund zum Feiern: Am Dienstag hat der Versorger das beste Ergebnis seiner Unternehmensgeschichte vorgelegt. Der Umsatz kletterte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 18 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Adjusted Ebit) stieg um fast 20 Prozent auf 278 Millionen Euro.

Für das neue Geschäftsjahr soll die Dividende deshalb um zehn Cent auf 1,05 Euro pro Aktie steigen. Darin will Vorstandschef Georg Müller das Ergebnis sogar noch einmal nennenswert übertreffen.

MVV Energie legt die guten Zahlen in einer für die Energiebranche turbulenten Zeit vor. Die Coronapandemie bringt weltweit Lieferketten durcheinander und sorgt dafür, dass zahlreiche Unternehmen nicht produzieren können, darunter auch MVV-Kunden.

Zugleich sind die Energiepreise extrem hoch. Der europäische Gaspreis zur Lieferung in einem Monat stieg am Dienstag erneut auf sein Rekordniveau von Mitte Oktober. Und der Preis für Strom in Deutschland zur Lieferung im kommenden Jahr notierte zuletzt sechsmal so hoch wie im Jahr 2020.

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    Für MVV Energie führen die hohen Preise auch zu höheren Umsätzen. Das Unternehmen habe sich gegen Preisschwankungen an den Energiemärkten abgesichert, betonte Vertriebsvorstand Ralf Klöpfer bei der Vorlage der Jahreszahlen. Somit kann MVV Energie nicht nur die eigenen Kunden weiter zuverlässig beliefern – das Unternehmen bekommt dieser Tage auch zahlreiche Kunden von Energieversorgern hinzu, die weniger vorausschauend geplant haben.

    Erst in der vergangenen Woche hat der Billiganbieter Gas.de die Versorgung mit Gas eingestellt. Die betroffenen Kunden fallen damit automatisch auf einen Vertrag mit einem Grundversorger zurück, der die Gasversorgung sicherstellt. Ein solcher Grundversorger ist auch MVV Energie. Fälle wie dieser hätten dem Unternehmen eine vierstellige Anzahl neuer Kunden eingebracht, sagt Vorstandschef Müller.

    Große Nachfrage bei Solar-Eigenproduktion

    Die Neukunden müssen allerdings wegen der gestiegenen Energiekosten einen höheren Preis an MVV Energie bezahlen als die Bestandskunden. Man nutze die Situation aber nicht aus, um die Preise für Gas und Strom zu erhöhen, rechtfertigt sich Müller. Gäbe es keine zwei verschiedenen Tarife, müssten die höheren Kosten auf alle Kunden umgelegt werden. „Es gibt nun mal Kunden, die in bestimmten Marktphasen zu Anbietern gegangen sind, die gegebenenfalls offene Positionen hatten“, sagt Müller. „Für diese Folgen würden jetzt unsere Bestandskunden den Preis zahlen, wenn wir keinen zweiten Tarif anbieten würden.“

    Auch im Bereich der erneuerbaren Energien treiben die hohen Strompreise das Geschäft von MVV Energie an. Denn das Unternehmen verkauft Kunden nicht nur Strom- und Gasverträge, sondern montiert ihnen bei Bedarf auch eigene Solaranlagen aufs Dach – ein Segment, das wächst.

    „Wir spüren da schon eine steigende Nachfrage“, so Vertriebsvorstand Klöpfer. Für viele Unternehmen sei die Photovoltaik-Eigenproduktion günstiger als Strom aus der Steckdose. „Hier geht es um Einsparungen von über 30 Prozent im mittelständischen Bereich bei größeren Anlagen. Auch wenn nicht immer die Sonne scheint, haben Unternehmen so stabile und planbare Produktionskosten“, so Klöpfer.

    In den kommenden Jahren will sich MVV Energie noch stärker als bisher schon dem Thema Energiewende widmen. Sein bisheriges Ziel einer Einsparung von einer Million Tonnen Netto-CO2-Emissionen pro Jahr hat das Unternehmen fünf Jahre früher als ursprünglich geplant erreicht. Ab 2040 will es sogar klimapositiv zu sein.

    Mehr: So will die Erneuerbare-Energien-Branche den Strommarkt komplett umbauen

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