Energie
RWE-Braunkohlekraftwerk Neurath

Aktionäre sollen für das Geschäftsjahr 2017 eine Sonderausschüttung erhalten.

(Foto: dpa)

Jahresbilanz RWE macht Gewinn und zahlt wieder eine Dividende – die Bilanz in der Blitzanalyse

Update: 13.03.2018 - 07:36 Uhr 1 Kommentar

DüsseldorfAm Montagabend besiegelte RWE mit Eon den Mega-Deal zum Verkauf der Grünstrom-Tochter Innogy. Am Dienstagmorgen legte RWE die Bilanz für 2017 vor. Hier sind die wichtigsten Fakten:

  • Unter dem Strich steht ein Nettoergebnis von 1,9 Milliarden Euro. Im Vorjahr war es noch ein Verlust von 5,7 Milliarden Euro.
  • Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um sieben Prozent auf 5,7 Milliarden Euro.
  • Die Nettoschulden verringerten sich um elf Prozent auf 20,2 Milliarden Euro.
  • Die Aktionäre bekommen eine Ausschüttung von 50 Cent je Aktie plus ein Euro Sonderdividende – und für 2018 steigt die reguläre Dividende.

Das fällt auf

Schuldenlage entspannt sich: Deutschlands größter Stromproduzent hat die Krise offenbar gemeistert. In den vergangenen zwei Jahren hatte er jeweils einen hohen Verlust ausgewiesen. RWE war durch Abschreibungen auf seine Kraftwerke in die Verlustzone geraten. Die wurden zunehmend durch Wind- und Solarenergie aus dem Markt gedrängt. Nach einem Fehlbetrag von 5,7 Milliarden Euro steht jetzt unter dem Strich ein Nettoergebnis von 1,9 Milliarden Euro.

Zum einen hat sich die Lage durch die Abspaltung von Innogy entspannt. Schon der Verkauf der ersten Tranche von 23 Prozent brachte RWE 2,6 Milliarden Euro ein. Im vergangenen Sommer bekam RWE dann noch die Atomsteuer zurückerstattet, die der Bund zu Unrecht kassiert hatte.

Dadurch entspannte sich auch die Schuldenlage. Die Nettoschulden verringerten sich um elf Prozent auf 20,2 Milliarden Euro. Aber auch operativ lief es besser. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg um sieben Prozent auf 5,7 Milliarden Euro.

Dividende

Teilhabe an Rückerstattung: Besonders erfreulich für die Aktionäre: Nachdem sie zweimal verzichten mussten, erhalten sie für 2017 wieder eine Dividende. RWE schüttet 1,50 Euro je Aktie aus. Darin ist eine Sonderdividende von einem Euro enthalten, mit der Vorstandschef Rolf Martin Schmitz die Anleger an der Rückerstattung der Brennelementesteuer teilhaben lässt. Für 2018 plant er, die reguläre Dividende auf 0,70 Euro anzuheben.

Wie es jetzt weitergeht

Grüner Anstrich: Schmitz wird am heutigen Dienstagvormittag gemeinsam mit Eon-Chef Johannes Teyssen den Deal zum Verkauf von Innogy erklären. RWE steigt damit wieder in die Produktion von grünem Strom ein. Das Unternehmen, das nach der Aufspaltung auf Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke fokussiert war, übernimmt die Aktivitäten bei den erneuerbaren Energien.

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1 Kommentar zu "Jahresbilanz: RWE macht Gewinn und zahlt wieder eine Dividende – die Bilanz in der Blitzanalyse"

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  • Auch der Zeitpunkt dieses Deals :
    Anerkennung, clever gemacht. Zum Zeitpunkt der maximalen Handlungsunfähigkeit in Berlin. In Berlin hat und hatte keiner Lust und keine Zeit, sich mit so etwas zu beschäftigen. Die sind mit sich selbst beschäftigt. Und so kommt als lapidare Randnotiz, das keiner etwas dagegen einzuwenden hätte. Der Verbraucher, nun ja, der wird nicht gefragt, sondern der wird höhere Strompreise zahlen müssen. Aber der zahlt ja alles. Der kauft sich auch ohne zu Murren ein neues Auto, wenn der Diesel verboten wird.

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