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Energie

Japanisches Gericht Staat und Tepco tragen Mitschuld an Fukushima

Wegen der Atomkatastrophe in Fukushima hat ein japanisches Gericht nun den Staat sowie den Betreiberkonzern Tepco mitschuldig gesprochen. Rund 3800 Bürger hatten die größte von rund 30 laufenden Sammelklagen eingereicht.
10.10.2017 - 09:29 Uhr 1 Kommentar
Die von dem Tsunami zerstörten Reaktoren des Kernkraftwerks Fukushima im Jahr 2012. Inzwischen sind vier Reaktoren wieder am Netz. Quelle: dpa
Fukushima

Die von dem Tsunami zerstörten Reaktoren des Kernkraftwerks Fukushima im Jahr 2012. Inzwischen sind vier Reaktoren wieder am Netz.

(Foto: dpa)

Fukushima Ein japanisches Gericht hat eine Mitschuld des Staates und des Betreiberkonzerns Tepco an der Atomkatastrophe in Fukushima festgestellt. Rund 3800 Bürger hatten vor dem Bezirksgericht von Fukushima die größte von rund 30 laufenden Sammelklagen gegen den Staat und Tepco angestrengt. Sie forderten eine monatliche Entschädigung von 50.000 Yen (380 Euro), bis die Strahlung auf den Stand vor dem Gau in Folge eines Erdbebens und Tsunamis im März 2011 gesunken ist.

Es ist das dritte Urteil gegen Tepco. Bereits im März hatte ein anderes Gericht geurteilt, dass sich Tepco und der Staat der Nachlässigkeit schuldig gemacht hätten. In einem weiteren Prozess wurde der Staat freigesprochen.

Ungeachtet dieser Urteile und des seit der Katastrophe breiten Widerstandes im Volk gegen die Atomkraft hat Japans Atomaufsicht kürzlich erstmals seit der Katastrophe in Fukushima zwei Reaktoren von Tepco für sicher erklärt. Die Atomregulierungsbehörde befand, dass die Reaktoren 6 und 7 im weltgrößten Atomkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa an der Küste des Japanischen Meeres die nach Fukushima verschärften Sicherheitsauflagen erfüllt hätten. Bis zum Hochfahren dürften jedoch noch Jahre vergehen. Die Regierung hält an der Atomkraft fest. Inzwischen sind vier Reaktoren wieder am Netz.

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    1 Kommentar zu "Japanisches Gericht: Staat und Tepco tragen Mitschuld an Fukushima"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Interessant ist in dem Artikel der Abschnitt "Sie forderten eine monatliche Entschädigung von 50.000 Yen (380 Euro), bis die Strahlung auf den Stand vor dem Gau in Folge eines Erdbebens und Tsunamis im März 2011 gesunken ist."

      Sachlich gesehen ist die natürliche Radioaktivität in Japan wesentlich niedriger als in vielen Teilen Deutschlands, oder dem Rest der Welt. Mit den Reaktorunfällen und der geringfügigen Kontamination liegt diese weiterhin auch in den evakuierten Gebieten unter der natürlichen Strahlenbelastung in einigen Gegenden der Erde.

      Die Folgen von Niedrigsstrahlungen sind sehr intensiv erofrscht worden. Diese sind jedoch zu gering um diese statistisch zu erfassen. Damit erscheint ein Schadenersatz abwegig.

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