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Energie

Katherina Reiche Ex-CDU-Politikerin wechselt vom Stadtwerkeverband VKU zu Eon

Katherina Reiche übernimmt „die Leitung einer der wichtigsten operativen Einheiten“ beim Versorger. Um welche Position es sich handelt, darüber schweigt Eon.
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Die Managerin war von 1998 bis 2015 Bundestagsabgeordnete. Quelle: dpa
Katherina Reiche

Die Managerin war von 1998 bis 2015 Bundestagsabgeordnete.

(Foto: dpa)

Essen Die frühere CDU-Politikerin Katherina Reiche, derzeit Hauptgeschäftsführerin beim Verband kommunaler Unternehmen, wechselt zum Energiekonzern Eon. Reiche werde „die Leitung einer der größten und wichtigsten operativen Einheiten bei Eon übernehmen“, teilte der Konzern am Mittwoch in Essen mit.

Nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ soll Reiche Chefin der neuen Eon-Netzgesellschaft werden. Dazu wollte sich eine Eon-Sprecherin nicht äußern. „Details werden wir zu gegebener Zeit erläutern“, sagte sie.

Der Eon-Konzern steht vor einem tiefgreifenden Umbau seines Geschäftsmodells. Dazu hat das Unternehmen umfangreiche Tauschgeschäfte mit dem bisherigen Konkurrenten RWE vereinbart. Eon will das Netz - und Vertriebsgeschäft von Innogy übernehmen. Im Gegenzug soll RWE die erneuerbaren Energien von Eon und Innogy erhalten. Die EU-Kommission muss diesen Deal noch abschließend genehmigen. Eon rechnet damit noch in diesem Monat.

Eon würde mit der Innogy-Übernahme zum mit weitem Abstand größten Stromversorger und Betreiber von Energienetzen in Deutschland. Zusammen mit den bisherigen Innogy-Kunden käme der Energieriese künftig auf rund 14 Millionen Kunden. Europaweit hätte Eon mehr als 40 Millionen Kunden.

Reiche (46) war von 1998 bis 2015 Bundestagsabgeordnete. In dieser Zeit war sie stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion und später parlamentarische Staatssekretärin, zunächst im Umwelt- danach im Verkehrsministerium. VKU Hauptgeschäftsführerin ist sie seit September 2015.

Mehr: Eon plant nach der Übernahme einen Sqeeze-out und will den Konkurrenten zügig integrieren. An der Genehmigung durch die EU-Kommission gibt es kaum noch Zweifel.

  • dpa
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