Energie

Kohleausstieg RWE-Chef attackiert Umweltverbände

RWE-Chef Rolf Schmitz prangert einen „Kohleausstieg mit der Brechstange“ an und attackiert damit Umweltverbände. Auch die Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie müssten berücksichtigt werden.
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Der RWE-Chef fordert von den möglichen neuen Koalitionspartnern SPD und Union eine „Politik des Augenmaßes“. Quelle: Reuters
Rolf Schmitz

Der RWE-Chef fordert von den möglichen neuen Koalitionspartnern SPD und Union eine „Politik des Augenmaßes“.

(Foto: Reuters)

Berlin In der Debatte um einen Kohleausstieg hat RWE-Chef Rolf Schmitz Umweltverbände attackiert. Der Manager sprach am Montag in Berlin von einem „massiven Trommelfeuer“ von Umweltorganisationen, die den Kohleausstieg mit der „Brechstange“ wollten.

Ein möglichst schneller Ausstieg um jeden Preis würde aber die Versorgungssicherheit in Deutschland gefährden und hätte starke Preissteigerungen zur Folge, sagte Schmitz bei einer Betriebsrätekonferenz der Gewerkschaft IG BCE.

Es gehe um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie sowie um die Folgen für Unternehmen und die Kohle-Regionen. Allein an der Braunkohle hingen rund 75.000 Jobs.

Schmitz forderte Union und SPD vor Gesprächen über eine mögliche neue große Koalition zu einer Politik des „Augenmaßes“ bei Klima und Energie auf. Der Strukturwandel brauche Zeit. Die Energierunternehmen hätten bereits sehr viel dazu beigetragen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Ein paralleler Atom- und Kohleausstieg sei nicht machbar.

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  • dpa
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2 Kommentare zu "Kohleausstieg: RWE-Chef attackiert Umweltverbände"

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  • Man kann einen Atomausstieg haben, oder man kann einen Kohleausstieg haben. Man kann aber keinen Atomausstieg UND Kohleausstieg haben. Es ist an der Zeit den Umweltschützern endlich einmal "Nein" zu sagen.

  • Schon erstaunlich, da fordern wir immer von den anderen EURO-Mitgliedern, dass sie wettbewerbsfähiger werden müssen, was ja im Umkehrschluss auch nicht anderes heißt, als dass Deutschland von seinem Wettbewerbsvorsprung einbüßt.

    Aber wenn irgendwem irgendeine Maßnahme nicht passt, kommt sofort der Hammer vom Verlust der Wettbewerbsfähigkeit und dem Niedergang der deutschen Wirtschaft.

    Was wollen wir jetzt eigentlich? Wettbewerbsfähige Konkurrenz aus anderen Ländern oder durch Hilfszahlungen erkaufte anhaltende Wettbewerbsvorteile? Beides zusammen geht eben nicht. So oder so: um wieder einen Ausgleich zu schaffen, muss Deutschland etwas von seinen Pfründen aufgeben.

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