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Energie

Kohleausstieg Uniper schließt frühere Stilllegung von Kohlekraftwerk Datteln 4 nicht aus

Das neue Klimagesetz erhöht den Druck auf Betreiber von Kohlekraftwerken. Uniper zeigt sich offen für Gespräche über eine frühere Stilllegung von Datteln 4.
13.05.2021 - 08:57 Uhr Kommentieren
Der 1100-Megawatt-Block wurde erst vor einem Jahr in Betrieb genommen. Quelle: dpa
Uniper-Kraftwerk Datteln 4

Der 1100-Megawatt-Block wurde erst vor einem Jahr in Betrieb genommen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Energiekonzern Uniper hat sich grundsätzlich zu Gesprächen über eine frühere Stilllegung seines umstrittenen Kohlekraftwerks Datteln 4 bereiterklärt. „Sollten zukünftige Bundesregierungen den bis 2038 zu vollziehenden Kohleausstieg beschleunigen wollen, sind wir zu lösungsorientierten Gesprächen jederzeit bereit, um einen fairen Interessenausgleich zu finden“, erklärte der neue Uniper-Vorstandschef Klaus-Dieter Maubach in seinen am Mittwochabend vorab veröffentlichten Redetext zur Hauptversammlung in der kommenden Woche.

Das Betriebsende von Datteln 4 im Jahr 2038 stehe synonym für das Ende der Verstromung von Kohle in Deutschland. Uniper sei sich bewusst, dass Datteln 4 zum Symbol für den deutschen Kohleausstieg geworden sei.

Uniper werde den erst vor einem Jahr in Betrieb genommenen 1100-Megawatt-Block betreiben, solange dies wirtschaftlich möglich ist und solange ein deutscher Gesetzgeber dies gestatte, betonte Maubach. Für einen früheren Zeitpunkt müsse es einen Interessenausgleich geben, der eine technisch mögliche und wirtschaftlich wettbewerbsfähige Perspektive für die aus Datteln 4 mit Fernwärme beziehungsweise mit Bahnstrom versorgten Kunden vorsehe, sagte Maubach. Zudem müssten die Belange der Beschäftigten vor Ort berücksichtigt werden und er müsse eine angemessene finanzielle Kompensation beinhalten.

Nach dem neuen Klimagesetz will die Bundesregierung die Anstrengungen für eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes verstärken. Es sieht bis 2030 eine Kürzung des Treibhausgas-Ausstoßes um mindestens 65 Prozent im Vergleich zu 1990 vor.

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    Bisher betrug die Vorgabe 55 Prozent. Dies dürfte den Druck auch auf die Betreiber von Kohlekraftwerken wie Uniper und RWE erhöhen, ihre Ausstiegstrategie zu beschleunigen, Umweltschützern geht der geplante Ausstieg bis 2038 nicht schnell genug. Auch immer mehr Investoren machen sich dafür stark. Uniper hat zudem mit dem finnischen Versorger Fortum einen Mutterkonzern, der sich mehr Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben hat.

    Mehr: Entwurf des Klimaschutzgesetzes: Diese Belastungen kommen auf die Wirtschaft zu

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    • rtr
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