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Energie

Kohlekommission Uniper warnt vor zu schnellem Kohleausstieg

Anlässlich der Energiekonferenz rät der Energieerzeuger von einem überstürzten Kohleausstieg ab. Ein übereilter Kohleausstieg würde Deutschland zum Stromimporteur machen.
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Die ehemalige Eon-Kraftwerkstochter betreibt eine Reihe von Kohlekraftwerken. Quelle: dpa
Uniper

Die ehemalige Eon-Kraftwerkstochter betreibt eine Reihe von Kohlekraftwerken.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Wenige Tage vor der erwarteten Empfehlung der Kohlekommission für einen Ausstiegsplan aus der Verstromung hat der Kraftwerksbetreiber Uniper vor übereiltem Aktionismus gewarnt. „Ein Ausstieg Deutschlands aus der Kohle hätte erhebliche Konsequenzen für den gesamten europäischen Markt, denn Deutschland verfügt über ein Drittel der gesamten europäischen Kohlekraftwerkskapazität“, sagte Vorstandsmitglied Eckhard Rümmler am Freitag anlässlich einer Energiekonferenz in Berlin. „Deutschlands Exportüberschuss wird schmelzen wie Schokolade in der Sonne.“ Spätestens 2023, wenn alle Kernkraftwerke abgeschaltet seien, werde Deutschland wieder Stromimporteur. Die deutsche wie die europäische Politik seien darauf schlecht vorbereitet.

„Hier muss schnell gehandelt werden. Dazu erwarten wir wenigstens zukunftsweisende Aussagen im Abschlussbericht der Kommission“, sagte der Manager der früheren E.ON-Kraftwerkstochter. Uniper betreibt eine Reihe von Kohlekraftwerken in Deutschland.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission soll einen verbindlichen Fahrplan für einen Kohleausstieg vorlegen. Es wird erwartet, dass die Grundzüge auf dem nächsten Treffen am 25. Januar festgezurrt werden könnten. Für Uniper steht dabei einiges auf dem Spiel. Unklar ist etwa, ob das über eine Milliarde teure Kohlekraftwerk Datteln IV jemals ans Netz gehen wird.

Rümmler verwies darauf, dass die Energiebranche seit Jahren verunsichert sei. Niemand wisse mehr, auf was er sich langfristig verlassen könne. Es müssten klare Rahmenbedingungen für Investitionen geschaffen werden. „Bestehen zu viele Unsicherheiten, werden keine Investitionsentscheidungen mehr getroffen. Und ohne Investitionen gibt es keinen Wandel und keinen wirksamen Klimaschutz.“

Handelsblatt Energie Briefing
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