Energie

K+S Strategie Salzsäule

Norbert Steiner gibt ein Bekenntnis zum Salzgeschäft ab. Für Vorstandschef von K+S ist es die „strategische Säule“ der Gruppe. Daran hat auch der Übernahmeversuch des kanadischen Düngemittelriesen Potash nichts geändert.
Vorstandschef Norbert Steiner hat den Geschäftsbereich Salz in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut. Quelle: dpa
K+S

Vorstandschef Norbert Steiner hat den Geschäftsbereich Salz in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Salz- und Düngemittelhersteller K+S bekennt sich zu seinem Salzgeschäft. „Wir haben den Geschäftsbereich Salz in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut. Er ist eine strategische Säule der K+S Gruppe und bringt uns heute ein gutes Ergebnis“, sagte Vorstandschef Norbert Steiner in einem Video-Interview, das das Unternehmen am Donnerstag auf seiner Internetseite veröffentlichte.

Integriert sei das Unternehmen mehr Wert als in der Summe der einzelnen Bereiche. „Auf zwei Beinen steht man langfristig deutlich besser als nur auf einem“, sagte er zu Spekulationen, der Konzern könne sein Salzgeschäft abstoßen oder wolle es an die Börse bringen.

Diese Mine machte K+S zur Zielscheibe
„Land der lebenden Himmel“
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Saskatchewans einziger Reichtum war in der Vergangenheit das Getreide. Sie war die Kornkammer Kanadas, und von hier wurde Getreide in die ganze Welt exportiert. Die Ähren schmücken noch heute das Autonummernschild Saskatchewans, das sich aber auch als „Land der lebenden Himmel“, Land of Living Skies, feiert...

Flach, flacher, Saskatchewan
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...was sich jedem erschließt, der durch den weiten, flachen Süden der Provinz fährt, über dem sich der Himmel mit einem faszinierenden Wolkenspiel wölbt. Der Name Saskatchewan klingt in europäischen Ohren sehr fremd. Saskatchewan ist eine der drei kanadischen Prärieprovinzen, zwischen Manitoba und Alberta gelegen. Und wie so viele Ortsbezeichnungen in Kanada hat das Wort einen indianischen Ursprung. Es leitet sich von dem Wort kisiskâciwanisîpiy aus der Sprache der Cree-Indianer ab und bedeutet „schnell fließender Fluss“. Zwei große Flüsse, der South- und der North-Saskatchewan River, fließen durch die Provinz.

Vom Winde verbogen
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Scheinbar pausenlos weht der Wind. Ungeschützt stehen Scheunen auf der mehr als hunderttausend Quadratkilometer weiten Ebene. Sie leisten Widerstand, und müssen sich dennoch dem Wind beugen.

Kali im Süden, Uran im Norden
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Der Süden der Provinz ist flach. Man müsse sich nur auf einen Stuhl stellen und könne eine großen Teil der Provinz überblicken, scherzen die „Saskatchewans“. Der Norden dagegen ist hügelig, mit Wäldern und Tausenden Seen. Und während im Boden des Süden Kali liegt, wird im Norden aus der Tiefe Uran gefördert. Momentan leidet die Provinz unter Waldbränden, Tausende Einwohner fliehen vor den Flammen.

Getreideparadies
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Die Verladestationen für Getreide und die Silos prägen noch heute das Bild des Südens von Saskatchewan.

Zug zu den Großen Seen
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Güterzüge bringen das Getreide an die Westküste oder an die Großen Seen, wo es auf Frachter umgeladen wird.

Größter Weizenproduzent Kanadas
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Der Weizenanbau prägte Saskatchewans wirtschaftliche Entwicklung, und noch heute ist Saskatchewan der größte Weizenproduzent Kanadas. 2012 wurden 12,7 Millionen Tonnen Weizen geerntet, daneben große Mengen an Raps, Roggen, Hafer und Gerste.

K+S ist der weltweit führende Salzproduzent und gemessen an der Kapazität die Nummer vier im weltweiten Markt für Kali, einem wichtigen Bestandteil von Düngemitteln. Im vergangenen Sommer war das Kasseler Unternehmen ins Visier des kanadischen Düngemittelriesen Potash geraten. Der deutlich größere Rivale hatte seine Übernahmepläne aber nach heftigem Widerstand von Management und Politik aufgegeben.

K+S hat derzeit keinen Großaktionär, die Anteilsscheine sind zu 100 Prozent im Streubesitz. „Damit sind wir für alle Investoren interessant“, sagte Steiner. „Wir sind immer wieder in Gesprächen und bewerten beziehungsweise beurteilen alle strategischen Optionen, die sich uns bieten, einschließlich Ankerinvestoren.“

Steiner steht unter Druck. Die K+S-Papiere notieren weit unter den 41 Euro, die Potash geboten hatte. Zudem hat die Staatsanwaltschaft im thüringischen Meiningen gegen Steiner, Aufsichtsratschef Ralf Bethke und weitere Mitarbeiter Anklage wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung erhoben. Steiner wies die Vorwürfe zurück: „Es gibt keine Anhaltspunkte für strafbares Verhalten.“ Daneben leidet K+S unter Produktionseinschränkungen am Werk Werra, das zuletzt nur eine eingeschränkte Erlaubnis zur Versenkung von salzhaltigen Abwässern erhielt, die bei der Kaliproduktion anfallen.

Handelsblatt Energie Briefing
Verunsicherung an den Märkten
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