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Energie

Linde und Praxair Der Vertrag für die Milliardenfusion steht

Linde und Praxair kommen bei ihrem 60 Milliarden Euro schweren Zusammenschluss voran. Beide Konzerne haben sich nun auf einen Fusionsvertrag geeinigt. Doch noch gibt es Hürden für den großen Deal des Wolfgang Reitzle..
24.05.2017 Update: 24.05.2017 - 17:08 Uhr Kommentieren
Der Dax-Konzern will sich mit Praxair zum größten Industriegasehersteller der Welt zusammenschließen. Quelle: dpa
Linde

Der Dax-Konzern will sich mit Praxair zum größten Industriegasehersteller der Welt zusammenschließen.

(Foto: dpa)

München Einen Weltmarktführer wertvoller als BMW will Linde-Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle schaffen. Viel ist er wegen der geplanten Fusion mit Praxair kritisiert worden. Doch nun ist er seinem großen 60-Milliarden-Euro-Deal einen wichtigen Schritt näher gekommen: Linde einigte sich mit dem US-Konkurrenten auf einen Fusionsvertrag. Durch einen Zusammenschluss unter Gleichen soll der weltgrößte Industriegase-Konzern entstehen. In der kommenden Woche soll der Aufsichtsrat von Linde dem Business Combination Agreement (BCA) zustimmen. Auch danach gibt es aber noch Hürden.

Am Mittwochnachmittag verschickte Linde eine kurze Börsenpflichtmitteilung. Es gebe eine grundsätzliche Einigung über den Fusionsvertrag, hieß es darin. Details nannten die beiden Unternehmen nicht. Es ist aber schon bekannt, dass die neue Holding ihren Sitz voraussichtlich in Dublin haben soll. Praxair-Chef Steve Angel will das neue Unternehmen, das Linde heißen soll, operativ aus den USA heraus führen. Reitzle soll als Chairman des Boards, also als eine Art Aufsichtsratsvorsitzender, über die deutsch-amerikanische Balance wachen.

Denn die Arbeitnehmer fürchten eine heimliche Übernahme durch die Amerikaner. Sie laufen Sturm gegen das Projekt. Die geplanten Synergien von einer Milliarde Euro im Jahr könnten vor allem zu Lasten der Arbeitnehmer gehen, fürchten Gewerkschaften und Betriebsräte. Es drohe der Abbau von tausenden Arbeitsplätzen in Europa.

Investoren hatten sich kürzlich auf der Hauptversammlung zwar grundsätzlich für den Deal ausgesprochen. Dieser dürfe aber nicht um jeden Preis durchgezogen werden. Aktionärsvertreter kritisierten zudem, wie die Fusion eingefädelt wurde. Ein erster Anlauf war geplatzt, bei Linde brach ein beispielloses Führungschaos aus.

Die Verhandlungen zwischen den Unternehmen verliefen aber vergleichsweise reibungslos. Daher kam die Einigung auf einen Fusionsvertrag nun nicht überraschend. Spannend wird nun vor allem, wie die Abstimmung im Linde-Aufsichtsrat ausgeht. Wenn alle sechs Arbeitnehmervertreter mit „Nein“ stimmen, müsste Reitzle sein Doppelstimmrecht ziehen. Im konsensorientierten Deutschland gilt dies als Affront.

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