Energie

Linde und Praxair Gewerkschaften rufen zum Protest gegen die Fusion auf

Die Gewerkschaften von Linde stemmen sich gegen die Fusion mit dem US-Unternehmen Praxair auf. Aus dem Zusammenschluss soll der größte Gasekonzern der Welt entstehen. Tausende Arbeitsplätze könnten gefährdet sein.
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Weltweit sind bei Linde 60.000 Mitarbeiter beschäftigt, die durch die Fusion mit dem US-Konzern Praxair um die Zukunft bangen. Quelle: dpa
Linde

Weltweit sind bei Linde 60.000 Mitarbeiter beschäftigt, die durch die Fusion mit dem US-Konzern Praxair um die Zukunft bangen.

(Foto: dpa)

MünchenDie Gewerkschaften und der europäische Betriebsrat des Gasekonzerns Linde rufen die Beschäftigten zum Protest gegen die geplante Fusion mit dem US-Konzern Praxair auf. Mit einem Aktionstag an diesem Donnerstag an 29 Standorten sollen sie ihre Sorge um Arbeitsplätze und Mitbestimmung kundtun. Die größte Aktion ist vor der Linde-Zentrale in München geplant, wo der bayerische IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler und Betriebsräte sprechen wollen.

Weltweit beschäftigt Linde knapp 60.000 Mitarbeiter, in Deutschland sind es 8000. Linde-Aufsichtsratchef Wolfgang Reitzle und Vorstandschef Aldo Belloni wollen Linde mit dem US-Konkurrenten Praxair zum größten Gasekonzern der Welt verschmelzen.

Die Spitze des neuen Konzerns würde in den USA, die Holding in Dublin angesiedelt. Betriebsrat, IG Metall und IG BCE sind dagegen, denn „die Fusion würde Tausende Arbeitsplätze in Deutschland und Europa gefährden“. Außerdem würde die Mitbestimmung ausgehöhlt.

Reitzle und Belloni möchten den Fusionsvertrag dem Aufsichtsrat in den nächsten Wochen zur Entscheidung vorlegen. Eine bereits für den 3. Mai geplante Aufsichtsratssitzung wurde aber abgesagt.

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1 Kommentar zu "Linde und Praxair: Gewerkschaften rufen zum Protest gegen die Fusion auf"

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  • Langjährige Mitarbeiter bzw. ehemalige Mitarbeiter von Linde besitzen sicherlich weit mehr Verbundenheit zu Linde wie die derzeitige Führungselite und empfinden es wohl mehrheitlich unfassbar wie wg. offensichtlicher Macht- und Geldinteressen von 2 Einzelpersonen ein Traditionskonzern quasi kostenlos an ein amerikanisches kleineres Unternehmen „verschleudert“ werden soll. Dies unter dem verwirrenden Begriff „Fusion unter Gleichen“. Ein Denkmal setzt sich Herr Reitzle nicht. Davon kann man bei einem Carl von Linde sprechen, der das Unternehmen gegründet hat.
    Geradezu ekelhaft empfinde ich die Tatsache, dass die verbleibenden Vorstände ihre Verträge vorab schon mal für 5 Jahre verlängert bekommen ohne dass Details der Fusion bekannt sind, während viele Arbeitnehmer total verunsichert sind , wie es mit ihrem Arbeitsplatz weiter gehen wird. Das war wohl eine „Stillhalteprämie“, nachdem der gesamte Vorstand ja offenbar nicht nach seiner Überzeugung das Unternehmen managen soll, sondern nach Vorgabe des Herrn Reitzle.

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