Energie

Lonmin und Anglo American Bergbaukonzerne streichen Tausende Stellen

Die großen Bergbaukonzerne reagieren auf die sinkenden Metallpreise. Mit Lonmin und Anglo American haben gleich zwei Branchenriesen massive Stellenstreichungen angekündigt.
Update: 24.07.2015 - 12:18 Uhr Kommentieren
Bei Lonmin werden mehr Stellen abgebaut als bisher bekannt. Quelle: ap
Lonmin-Bergwerk Marikana

Bei Lonmin werden mehr Stellen abgebaut als bisher bekannt.

(Foto: ap)

BangaloreDer Preissturz an den Metallmärkten veranlasst große Bergbaukonzerne zu massiven Stellenstreichungen. Anglo American kündigte am Freitag nach einem Gewinneinbruch im ersten Halbjahr an, in den kommenden Jahren etwa 6000 Arbeitsplätze abzubauen. Betroffen sind Stellen, die nicht unmittelbar mit der Produktion zu tun haben, etwa Innendienstmitarbeiter. Insgesamt beschäftigt Anglo American 151.000 Menschen.

Ebenfalls 6000 Jobs stehen bei Lonmin in Südafrika auf der Kippe. Der Platinförderer will dort mehrere Schächte schließen oder stilllegen. Die Kosten müssten gesenkt werden, hieß es. Bei dem gegenwärtigen Niveau der Metallpreise schreibe der Konzern operativ (Ebitda) rote Zahlen. Das Edelmetall Platin etwa kostet derzeit so wenig wie seit gut sechseinhalb Jahren nicht mehr.

Während die Anglo-American-Aktie gegen Mittag 2,7 Prozent fester tendierte, brach der Wert des Lonmin-Papiers ein. Die Anteilscheine verloren mehr als 14 Prozent an Wert.

Handelsblatt Energie Briefing
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