Marvel Fusion: „In Europa muss sich unbedingt etwas entwickeln“
Seit drei Jahren ist Heike Freund COO von Marvel Fusion.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Das deutsche Start-up für Fusionstechnologie Marvel Fusion hat sich entschlossen, seine nächste Forschungsanlage in Nordamerika aufzubauen. Gemeinsam mit der Colorado State University soll das Projekt im Wert von 150 Millionen Dollar bis 2026 fertig sein. Im Interview mit dem Handelsblatt erklärt Marvel-Geschäftsführerin Heike Freund, was in den USA anders läuft und wie gefährdet der Standort Europa mit Blick auf die Greentech-Szene wirklich ist.
Lesen Sie hier das gesamte Interview:
Frau Freund, bislang hat sich Marvel auf Deutschland als Standort konzentriert. Ihren neuen Demonstrator bauen Sie jetzt aber in den USA. Warum?
Dieser Demonstrator ermöglicht es uns, als erstes Fusionsunternehmen eine maßgeschneiderte und kraftwerkstaugliche Laseranlage zu haben. Die setzen wir zusammen mit der Colorado State University bis 2026 jetzt gemeinsam um. Unser Hauptstandort bleibt aber weiter in München. Und auch unsere bestehenden Partnerschaften in Europa setzen wir natürlich fort.
Das wäre in Deutschland oder Europa nicht möglich gewesen?
Die Universitäten in Amerika sind extrem unternehmerisch. Dort haben öffentlich-private Partnerschaften einen ganz anderen Stellenwert und sind bislang ein viel größeres Thema als in Deutschland und Europa. Hier gibt es so etwas relativ selten. Vor allem in diesem Maßstab. Dabei sind Partnerschaften zwischen privatwirtschaftlichen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen die Zukunft von Deeptech.