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Energie

Mischkonzern Bonitätsnote Thyssen-Krupps auf Ramschniveau

Für Thyssen-Krupp sieht es laut Fitch düster aus – die Ratingagentur hat den Konzern auf Ramschniveau herabgestuft. Der Anteil der Krupp-Stiftung am Unternehmen ist unterdessen höher, als zunächst gedacht.
05.12.2013 Update: 05.12.2013 - 16:52 Uhr Kommentieren
Dunkle Wolken hängen über dem Mischkonzern: Thyssen-Krupp hat den Verkauf eines Stahlwerks in den USA angekündigt. Quelle: dpa

Dunkle Wolken hängen über dem Mischkonzern: Thyssen-Krupp hat den Verkauf eines Stahlwerks in den USA angekündigt.

(Foto: dpa)

Düsseldorf/ Essen Die Agentur Fitch hat ihr Rating des kriselnden Mischkonzerns Thyssen-Krupp auf Ramsch-Niveau gesenkt. Fitch schraubte die Bewertung langfristiger Verbindlichkeiten auf "BB+" von zuvor "BBB" herunter, wie die Agentur am Donnerstag mitteilte. Thyssen-Krupp droht zudem eine weitere Herabstufung: Der Ausblick sei negativ, hieß es weiter.

Fitch-Analysten hätten unter anderem mit mehr Zuflüssen aus dem Verkauf der Stahlwerke in Übersee gerechnet, hieß es zur Begründung. Thyssen-Krupp hatte den Verkauf eines Stahlwerks in den USA angekündigt, ein zweites Stahlwerk in Brasilien fand indes keinen Käufer. Dass das verlustreiche Werk nicht veräußert worden sei, sei ein Grund für den negativen Ausblick, teilte Fitch mit.

Doch das sind nicht die einzigen Nachrichten, die den Mischkonzern bewegen: Der Anteil der Krupp-Stiftung am finanziell angeschlagenen ThyssenKrupp-Konzern ist auf 23,03 Prozent gesunken. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichen Stimmrechtsmitteilung hervor.

Nachdem sich die Stiftung in dieser Woche nicht an einer Kapitalerhöhung beteiligt hatte, war der Anteil des wichtigsten Großaktionärs von Thyssen-Krupp unter die Schwelle von 25 Prozent gerutscht. Die aktuelle Beteiligung der Stiftung war zunächst mit 22,99 Prozent beziffert worden.

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    Thyssen-Krupp steckt seit geraumer Zeit in der Krise. Etwas Abhilfe schaffte die Kapitalerhöhung, die knapp 900 Millionen Euro brutto in die Kassen spülte. Das Geld will der Konzern unter anderem zum Abbau der Schulden nutzen und das dünne Eigenkapital stärken. Im vergangenen Geschäftsjahr (Ende September) stand unter dem Strich ein Verlust von 1,5 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalquote war auf nur noch 7,1 Prozent gesunken.

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