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Energie

Nach Insolvenzantrag Löhne und Gehälter bei Prokon sind gesichert

Der Geschäftsbetrieb bei Prokon stabilisiert sich: 35 Experten durchleuchten die Unternehmensbereiche und das Amtsgericht überprüft, ob das Insolvenzverfahren eröffnet wird. Eine Entscheidung soll bis Anfang Mai stehen.
26.02.2014 - 19:10 Uhr Kommentieren
Der Windparkbetreiber Prokon hat am 22. Januar Insolvenz angemeldet. Zehntausende Kapitalanleger und rund 1300 Arbeitnehmer sind davon betroffen. Quelle: dpa

Der Windparkbetreiber Prokon hat am 22. Januar Insolvenz angemeldet. Zehntausende Kapitalanleger und rund 1300 Arbeitnehmer sind davon betroffen.

(Foto: dpa)

Itzehoe Beim Windanlagen-Finanzierer Prokon hat sich der Geschäftsbetrieb nach dem Insolvenzantrag Ende Januar stabilisiert. Löhne und Gehälter seien gesichert, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin am Mittwoch in Itzehoe mit. Derzeit seien rund 35 Experten damit beschäftigt, die einzelnen Geschäftsbereiche des Unternehmens zu durchleuchten. Ob das zuständige Amtsgericht Itzehoe das Insolvenzverfahren eröffnen werde, entscheide sich absehbar zum 1. Mai, hieß es.

Der Kernbereich von Prokon beschäftigt insgesamt 489 Mitarbeiter, davon rund 330 am Standort Itzehoe in Schleswig-Holstein. Der Konzern betreibt mehr als 300 Windparks, ist aber auch im Bereich Biomasse, Stromhandel und Holzverarbeitung aktiv. Er finanziert sich fast ausschließlich über sogenannte Genussrechte, über die der Konzern vor allem bei Kleinanlegern rund 1,4 Milliarden Euro eingesammelt hatte.

Penzlin wies in dem Zusammenhang Spekulationen über eine aktuell anstehende Umwandlung der Unternehmensgruppe in eine Genossenschaft zurück. Ein solcher Schritt sei während des laufenden vorläufigen Insolvenzverfahrens nicht möglich.

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