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Energie

Neuer Stromtarifvergleich „Ersparnispotenzial von 15 Prozent“

In Zeiten der Energiewende wird es wichtiger, wann der Strom verbraucht wird. Vor allem kleine Unternehmen können mit individuellen Tarifen sparen. Verivox bezieht jetzt die Verbrauchsprofile beim Tarifvergleich mit ein.
19.08.2013 - 11:41 Uhr 14 Kommentare
Stromverbrauch: Liegt dem Tarif ein Verbrauchsprofil zugrunde, lässt sich Geld sparen. Quelle: ap

Stromverbrauch: Liegt dem Tarif ein Verbrauchsprofil zugrunde, lässt sich Geld sparen.

(Foto: ap)

Düsseldorf Individuell abgestimmte Stromtarife – für viele Unternehmen wäre das ein großer Sparfaktor. Doch das Angebot dieser speziellen Tarife ist unübersichtlich und derzeit noch sehr beschränkt. Das Vergleichsportal Verivox will das ändern: Am Montag hat das Portal eine neue Funktion bei seinem Vergleichsrechner für Gewerbekunden gestartet, die die individuellen Verbrauchszeiten berücksichtigt.

Der Vergleichsrechner von Verivox richtet sich vor allem an kleinere Unternehmen mit einem Stromverbrauch von bis zu 50.000 Kilowattstunden pro Jahr. Die Handhabung ist simpel: Über eine Suchmaske gibt man den Jahresstromverbrauch und die Art des Gewerbes ein. Über ein Drop-Down-Menü hat man beispielsweise die Auswahl zwischen „Gewerbe werktags 8-18 Uhr (zum Beispiel Büro, Arztpraxis, Rechtsanwaltskanzlei)“, „Gewerbe mit starkem Verbrauch in den Abendstunden (zum Beispiel Hotel, Restaurant, Fitness-Studio)“, „Bäckerei mit Backstube“ oder „Wochenendbetrieb“. Der Rechner bietet dann verschiedene Tarife an, über die man sich bei Bedarf weitere Informationen anschauen kann.

„Bei einer Bäckerei mit einem Jahresstromverbrauch von 35.000 Kilowattstunden liegt das Ersparnispotenzial bei 15 Prozent“, sagte Verivox-Vorstandschef Chris Öhlund zu Handelsblatt Online. „Wir hatten aber zum Beispiel bei einem Hotel auch schon eine Ersparnis von rund 50 Prozent.“

In Zeiten der Energiewende wird das Thema individueller Verbrauch immer wichtiger. Am Wochenende etwa nimmt die Industrie weit weniger Strom ab als während der Woche. Doch die Wind- und Solaranlagen, die bereits fast ein Viertel der Stromerzeugung in Deutschland ausmachen, produzieren auch dann Strom, wenn er nicht gebraucht wird. Energieversorger bleiben so immer öfter auf ihrem Strom sitzen oder müssen sogar Geld bezahlen, um ihn an der Strombörse loszuwerden. Sie haben also ein Interesse daran, dass sich die Verbrauchszeiten der Unternehmen und privaten Kunden besser bestimmen lassen und möglicherweise durch spezielle Spartarife sogar verschieben.

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    Und immer mehr Versorger reagieren mit neuen Tarifen. So sorgte der britische Energieversorger British Gas Anfang August für Aufsehen, als er ankündigte, dass seine Kunden, die ein sogenanntes Smart Meter installiert haben, ab 2014 am Samstag kostenlos Strom beziehen können. Sie müssen sich allerdings dazu verpflichten, einen Teil ihres Stromverbrauches auf das Wochenende zu verschieben.

    Bisher ist das Angebot für die zeitabhängigen Tarife jedoch sehr beschränkt. Verivox schätzt, dass ungefähr 20 Prozent der Stromanbieter Tarife haben, die auf bestimmte Verbrauchsprofile ausgelegt sind. „Wir wollen Marktöffner sein. Wir hoffen, dass der Wettbewerb durch die neue Funktion im Vergleichsrechner angekurbelt wird und es bald mehr zeitvariable Tarife gibt“, sagte Öhlund. Zur Zeit biete nur der Frankfurter Stromanbieter Ensys für fast alle Arten von Gewerben verschiedene Tarife über das Vergleichsportal an, so Verivox.

    Insgesamt sucht der Verivox-Rechner derzeit aus 179 verschiedenen Tarifen von 59 Anbietern das günstigste Angebot heraus. Pro Postleitzahlbereich bieten durchschnittlich 36 Anbieter 72 verschiedene Tarife bei Verivox an. Die Zahl der Tarife wird sich erhöhen, schätzt Öhlund: „Es wird mehr auf die einzelnen Gewerbearten zugeschnittene Tarife geben.“

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    14 Kommentare zu "Neuer Stromtarifvergleich: „Ersparnispotenzial von 15 Prozent“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @SteuerKlasseEins

      SmartMeter dienen nur zur Ausforschung des Endkunden und später zur Abschaltung von Endgeräten, z.B. falls der Kunde die Rechnung nicht bezahlt hat.

      Zur Netzsteuerung ist es völlig unwichtig ob Endkunde X ein paar Watt mehr oder weniger braucht.

      SmartMeter sind nur Abzock und Ausforschungsinstrumente, und sollen auch noch den Hersteller bereichchern.

      Es ist vollkommen ausreichend den Verbrauch am nächsten Knoten zu messen, z.B. am Eingang eines grossen Hauses oder am Strassenverteiler.

    • Lieber Tom,

      zu Ihren Ausführungen möchten wir gerne Stellung beziehen. Wir nehmen unsere Sorgfaltspflicht sehr ernst und schauen uns neue Unternehmen genau an, bevor wir sie im Tarifvergleich aufnehmen. Dennoch sind die Informationen, die wir über andere Unternehmen erhalten können, begrenzt - ein vollständige Prüfung kann nur durch eine staatliche Stelle erfolgen. Daher stehen wir in ständigem Austausch mit der Bundesnetzagentur und Verbraucherschützern. Verivox hat strenge Richtlinien für Verbraucherschutz und entwickelt diese ständig weiter, um Kunden vor unfairen Tarifbedingen zu schützen.

      Flexstrom hat im Juni 2013 Insolvenz angemeldet, wir haben unsere Vertriebspartnerschaft mit diesem Unternehmen - im Gegensatz zu anderen Vergleichsportalen - bereits im Dezember 2011 beendet. Unsere Kunden sind uns wichtig, daher haben wir auch den Bereich der Tarifempfehlungen entwickelt, mit dem wir weniger informierten Nutzern faire und sichere Tarife voreingestellt anzeigen.

      Sollten Sie weitere Fragen haben können Sie sich auch jederzeit gern direkt an uns wenden ([email protected])

      Ihr Verivox Team

    • @loco
      Es gab keine Subventionen für kommerzielle AKW. Punkt. Es gab zwischen 1960-1990 einige staatliche Forschungsprojekte, wie z.B. den schnellen Brüter Kalkar. Alle Kosten in diesem Zusammenhang (und auch der Irrsinn den Brüter nicht in Betrieb zu nehmen nachdem er fertig war) haben absolut nichts mit unserem Steckdosenstrom zu tun gehabt, sondern mit staatlicher Ineffizienz, und der Unterstützung der heimischen Exporte. Wenn Deutschland wollte, bräuchten wir überhaupt nichts (staatlich) erforschen, sondern könnten uns Technologie wie AKW, Schnellzüge/ICE, Autobahnen usw. von internationalen Unternehmen aus den USA, Russland, Südkorea bauen lassen, inkl. deren Experten, aber dazu sind wir als Deutsche zu stolz, wir müssen immer alles selbst machen, und wissen alles besser (siehe Energiewende).

    • Die Frage ist immer, wieviel man durch zeitabhängige Messung (Smart Meter) gewinnt. YelloStrom bietet soviel ich weiß so einen Zähler an, aber senkt dann nachts den Strompreis nur um 1 Cent/kWh. Den Cent können sie behalten. Es müsste schon mehr sein, z.B. daß ab 22 Uhr und am Wochenende der Strom die HÄLFTE kostet. Damit könnte man in Deutschland - jetzt wo man mit der Energiewende/A-Ausstieg billigen Strom ein für allemal unmöglich gemacht hat - sicher viele Interessenten finden.

    • Verivox und Check24 sind höchst zwielichtige Unternehmen, denen ich keinen Millimeter über den Weg traue. Im Fall Flexstrom haben sie kräftig die Provisonen abkassiert- als es aber darum ging die Mithaftung für die Flexstrom-Pleite zu übernehmen hiess es lapidar: Wir stellen nur die Website zur Verfügung. Diese "einseitige Rechtsauffassung" kennen wir seit vielen Jahren von ebay & Co. Nur: Der BGH sieht das zwischenzeitlich anders. Der BGH ist der Auffassung, das ebay den Inhalt überpüfen muss. Genauso sieht es bei Verivox und Check24 aus- zumal diese Insider-Infos haben und recht schnell wissen, welches Unternehmen in Schieflage gerät. Dann greift die Sorgfaltspflicht- stattdessen haben sie sehenden Auges zugeschaut, wie neue Verträge abgeschlossen wurden, obwohl das Unternehmen schon pleite war. Welch perfides Geschäftsgebaren. Im Übrigen: Jochen Homann, Versager-Präsident von der Bundesnetzagentur ist immer noch im Amt! Skandal!

    • @loco
      Geben Sie uns einen Beweis, wo die Stromerzeugung per Kernkrafttechnik Subventionen erhält...!
      Das EEG ist ein einziges Subventionsgesetz für die politische Ökologische Markterzwingung der sog. Erneuerbaren Energien! OHNE EEG ist die Energiewende nicht machbar. Und das EEG ist reine planwirtschaftliche Subvention. Über die EEG-Zwangsabgabe muss der deutsche Bürger (und dazu gehören auch die Friseure und etliche kleine Handwerksbetriebe) IMMER mehr für das Produkt "Strom" zahlen. Kernkraftwerke erzeugen den Strom für 1-2 ct/kwh, Kohlekraftwerke erzeugen den Strom für 3-4 ct/kwh und Gaskraftwerke für 4-5 ct/kwh. Die sog. Erneuerbaren Energien fangen bei einen Erzeugungspreis von 9ct/kwh an (Windmühlen) und hören bei über 50 ct/kwh (Photovoltaik) auf. Die sog. erneuerbaren Energien erzeugen den Strom im besten Falle 4x so teuer wie die Kernkraft und im schlechsten Falle 25x so teuer!
      Sie können es drehen und und wenden, wie Sie wollen, die sog. Erneuerbaren Energien erzeugen einen LUXUSSTROM, den sich kein Handwerksbetrieb mehr leisten kann! Dieser EE-Zufallsstrom ist und bleibt ein Unsinn in der weltweiten Energiewirtschaft bzw. Politik! Die deutsche Energiewendepolitik hat sich komplett in eine ökologische/sozialistische/planwirtschaftliche Sackgasse mit dem EEG und den Einsparparolen einer aufziehenden Staatdiktatur verrant!

    • WARUM WERDEN SACHLICH GERECHTFERTIGTE ARTIKEL (VERIVOX VERSCHAFFT SICH DURCH "AUFKLÄRUNG" KOMMERZIELLE VORTEILE VON BIS ZU 80 € JE VERTRAGSABSCHLUSS) NICHT VERÖFFENTLICHT?

    • Interessanter Artikel über Verivox
      http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/manipulationsvorwuerfe-verivox-skandal-bringt-web-portale-in-verruf/4626330.html

    • Hä? Kohle-, Atom- und Gaskraftwerke können für unter 1 ct/kWh Strom erzeugen? In welcher Satierezeitschrift haben Sie das gelesen? OK, wenn man ordentlich Subventionen (z.B. seit 60 Jahren Atomsubvention und z.B. 1,3 Milliarden Steinkohlesubvention nur 2013) rein buttert und das nicht als Kosten verbucht, dann ist dieser Strom günstig. Bitte legen Sie dann aber bei den Erneuerbaren Energien den gleichen Maßstab an! In England wird gerade mit der Regierung über neue AKW's verhandelt. Man möchte über 40 Jahre ca. 12 ct/kWh für den AKW-Strom. PV Freiflächenanlagen, die in diesem Monat gebaut werden bekommen über 20 Jahre 10,25 ct/kWh. Es gibt 4 Große Energieversorger in Dtl. die langsam immer weniger Strom verkaufen, weil es immer mehr kleine Stromproduzenten gibt. Und nach ca. 18 Jahren wird ein Großteil der PV-Anlagen aus der EEG-Vergütung herrausfallen und frei auf den Markt kommen. Brennstoffkosten gibts da nicht...was wird wohl passieren...und wenn stört das?

    • Und was haben diese idelogischen Wahnvorstellungen mit dem Artikel zu tun?

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