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Energie

Nordex Turbinenbauer wird bei eigenen Zielen vorsichtiger

Nach einem kräftigen Umsatzsprung setzt sich der Windkraft-Anlagenbauer Nordex für 2016 vorsichtigere Ziele. Der Vorstand rechnet nur noch mit einem Zuwachs im einstelligen Prozentbereich aus eigener Kraft.
Das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen. Quelle: dpa
Windkraftanlagen-Hersteller Nordex

Das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Nach dem stürmischen Wachstum der vergangenen zwei Jahre zeigt sich der Windturbinenbauer Nordex nun zurückhaltender. „Der Markt geht in diesem Jahr und 2017 etwas runter“, sagte Vorstandschef Lars Bondo Krogsgaard am Montag in Frankfurt. Sowohl in Deutschland, dem größten Markt für Nordex, als auch in den übrigen europäischen Ländern sei die Nachfrage verhaltener. Daher rechne er 2016 zusammen mit der neuen spanischen Acciona Windpower, die ab dem zweiten Quartal erstmals in die Bilanz einbezogen wird, mit einem Zuwachs im einstelligen Prozentbereich. Als Zukunftsmärkte machte der Vorstand Ägypten, Marokko, Iran, Frankreich, Türkei und Südafrika aus.

Nordex und Acciona peilen für 2016 einen gemeinsamen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro an. Die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) soll 7,5 Prozent erreichen, wie Nordex ankündigte. Der scheidende Finanzvorstand Bernard Schäferbarthold sagte, das erste Quartal habe gut begonnen. Nordex arbeite im Zweischicht-Betrieb.

Im vergangenen Jahr ließ die wachsende Nachfrage nach Windenergie vor allem in Europa und Afrika den Umsatz noch um rund 40 Prozent auf 2,43 Milliarden Euro steigen. Der operative Gewinn (Ebit) legte um mehr als 60 Prozent auf 126,2 Millionen Euro zu, netto blieben 52,3 (Vorjahr: 39,0) Millionen Euro.

Der Windturbinenbauer war 2013 nach zwei verlustreichen Jahren in die Gewinnzone zurückgekehrt. Mit der erworbenen Acciona Windpower (AWP), die im vergangenen Jahr 950 Millionen Euro erlöste, will Nordex den Umsatz bis 2018 verdoppeln und damit zum Weltmarktführer Vestas aufschließen. Die Windbranche verzeichnete 2015 in Deutschland das zweitstärkste Jahr der Geschichte.

Trotz der sprudelnden Gewinne müssen die Aktionäre noch auf eine erste Dividende warten. „Wir sind zwar vom Grundsatz her inzwischen dividendenfähig“, sagte Schäferbarthold, der spätestens Anfang 2017 zum Automobilzulieferer Hella wechselt. Aber derzeit wolle der Vorstand das Geld zur Finanzierung des Wachstums verwenden. Wenn Nordex mit einer Ausschüttung beginne, dann solle sie nachhaltig sein. Anfang 2017 werde sich der Vorstand mit dem Thema nochmals befassen.

Aktionäre waren enttäuscht von dem verhaltenen Ausblick: Die Aktie rutschte in der Spitze um 9,5 Prozent auf ein Fünfeinhalb-Wochen-Tief von 24,16 Euro ab. Sie bildeten damit das Schlusslicht im TecDax.

Der Windturbinenbauer war 2013 nach zwei verlustreichen Jahren in die Gewinnzone zurückgekehrt. Mit der erworbenen Acciona, die im vergangenen Jahr 950 Millionen Euro erlöste, will Nordex den Umsatz bis 2018 verdoppeln und damit zum Weltmarktführer Vestas aufschließen. Die Windbranche verzeichnete 2015 in Deutschland das zweitstärkste Jahr der Geschichte.

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