Energie

Öl- und Gaskonzern Bis zu fünf Milliarden Euro für RWE-Tochter

Die Gebote für die RWE-Tochter Dea liegen zwischen 3,5 und fünf Milliarden Euro – das zumindest berichten mit dem Vorgang betraute Personen. Doch noch sei keine der drei Offerten verbindlich.
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Das Logo von Deutschlands zweitgrößtem Energiekonzern RWE in Hamburg vor dem Firmensitz: Das Unternehmen ist mit rund 1400 Mitarbeitern in 14 Ländern vertreten. Quelle: dpa

Das Logo von Deutschlands zweitgrößtem Energiekonzern RWE in Hamburg vor dem Firmensitz: Das Unternehmen ist mit rund 1400 Mitarbeitern in 14 Ländern vertreten.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Bieter für die RWE -Tochter Dea bewerten den Öl- und Gaskonzern Kreisen zufolge mit 3,5 bis fünf Milliarden Euro. Ein erstes Angebot der BASF -Tochter Wintershall belaufe sich auf rund 3,5 Milliarden Euro, ein Konsortium um den Finanzinvestor KKR mit Kufpec aus Kuwait biete etwa 4,2 Milliarden Euro und der russische Investor Michail Fridman rund fünf Milliarden Euro, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen am Donnerstag.

Doch seien die Offerten nicht verbindlich und könnten sich noch ändern, wenn die Interessenten die Bücher der RWE-Tochter genau geprüft hätten, hieß es weiter. Verbindliche Angebote würden dann nicht vor Ende März erwartet. Und möglicherweise werde noch ein vierter Bieter seinen Hut in den Ring werfen, sagte ein weiterer Insider. Die ungarische MOL suche derzeit einen Partner für ein mögliches Gebot. RWE, Wintershall, KKR, Kufpec, Fridman und MOL wollten sich nicht äußern.

RWE-Chef Peter Terium hatte Dea im März vergangenen Jahres ins Schaufenster gestellt. Der durch die Atomwende unter Druck geratene und mit mehr als 30 Milliarden Euro verschuldete Konzern will mit dem Verkaufserlös Luft für Investitionen in Wachstumsfelder bekommen.

RWE Dea mit Sitz in Hamburg und rund 1400 Mitarbeitern ist in 14 Ländern vertreten, darunter Deutschland, Großbritannien, Norwegen und Ägypten. Das Unternehmen hält Anteile an rund 190 Öl- und Gaslizenzen in Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika. Vor allem die Bewertungen der Geschäfte in Nordafrika klafften auseinander, sagte einer der Insider. 2012 fuhr die RWE-Tochter einen Betriebsgewinn von 685 Millionen Euro ein - gut ein Zehntel des Konzerngewinns.

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