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Energie

Öl- und Gaskonzern in der Blitzanalyse BP kann Gewinn dank höherer Rohstoffpreise stark steigern

Der britische Konzern konnte seinen Gewinn mehr als vervierfachen. Davon profitieren auch die Aktionäre bald.
Update: 31.07.2018 - 09:27 Uhr Kommentieren
BP kann Gewinn dank höherer Rohstoffpreise stark steigern Quelle: Reuters
Logo von BP

Dank der guten Ergebnisse will BP die Dividende für die Aktionäre zum ersten Mal seit fast vier Jahren auf 10,25 US-Cent erhöhen.

(Foto: Reuters)

LondonDer britische Energiekonzern BP hat am Dienstagmorgen Zahlen zu seinem zweiten Geschäftsquartal vorgelegt. Hier die Eckdaten im Überblick.

  • Der Gewinn stieg auf 2,8 Milliarden Dollar von 684 Millionen ein Jahr zuvor und lag damit über den Schätzungen der Börsianer, die mit 2,7 Milliarden Dollar gerechnet hatten.
  • Der operative Cashflow erhöhte sich auf 7,0 Milliarden von 6,9 Milliarden Dollar.
  • Die Investitionskosten sanken auf 3,5 Milliarden Dollar nach 4,3 Milliarden zuvor.
  • Die Nettoverschuldung sank auf 39,3 Milliarden Dollar beziehungsweise 27,8 Prozent, nachdem sie ein Jahr zuvor noch bei 39,8 Milliarden Dollar und 28,8 Prozent gelegen hatte.

Das fällt positiv auf

Öl und Gas weiter gefragt: Besonders im Kerngeschäft, der Förderung und Produktion (dem so genannten Upstream-Geschäft), verbuchte BP Wachstum, nachdem mehrere neue Projekte den Betrieb aufnahmen.

Das fällt negativ auf

Teure Vergangenheitsbewältigung: Noch immer muss BP für die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko zahlen, im zweiten Quartal waren es 700 Millionen Dollar.

Was jetzt passiert

Neue Ressourcen werden erschlossen: BP hat die Investoren zuletzt mit einigen Nachrichten auf Trab gehalten. Vor wenigen Tagen erst verkündete BP einen Milliarden-Deal – den größten seit fast zwei Jahrzehnten. Für 10,5 Milliarden Dollar will der britische Konzern Schieferöl- und Gasfelder des australischen Minenkonzerns in den USA kaufen.

Mit dem Zukauf erhöht der britische Energiekonzern auf einen Schlag seine Öl- und Gasressourcen an Land in den USA um 57 Prozent – und das in Zeiten, in denen die Rohstoffpreise gerade wieder anziehen. Über 68 Dollar kostet ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI derzeit, für ein Barrel Nordsee-Öl werden fast 75 Dollar verlangt.

Das Permian-Becken in New Mexiko und Texas, in dem die verkauften BHP-Rechte liegen, zählt zu den Top-Adressen der Branche. BP war in der Region schon präsent, musste die Rechte jedoch nach der Katastrophe von Deepwater Horizon verkaufen, um die dadurch anfallenden Kosten zu finanzieren.

Der Deal soll zum Teil aus den Verkäufen anderer BP-Assets finanziert werden sowie über eine Kapitalerhöhung. Damit diese nicht die derzeitigen Investoren verärgert, hat BP zugleich einen Aktienrückkauf im Volumen von bis zu sechs Milliarden Dollar angekündigt sowie die nun bekräftigte Dividendenerhöhung um 2,5 Prozent auf nunmehr 10,25 Cents pro Aktie im Quartal.

BP-Chef Bob Dudley hat viele Jahre einen strikten Sparkurs gefahren und Assets verkauft. Die Zeiten sind nun vorbei: BP geht wieder auf Wachstumskurs.

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