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Energie

Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea streicht nach Fusion fast jede vierte Stelle

Das Öl- und Gasunternehmen plant einen Personalschnitt. Rund 1000 sollen sozialverträglich abgebaut werden – der Löwenanteil entfällt auf Deutschland.
Update: 21.02.2019 - 14:26 Uhr Kommentieren
Mehr als die Hälfte des Personalabbaus ist an den beiden Konzernzentralen Hamburg und Kassel vorgesehen, ein weiterer Teil an Förderstandorten. Quelle: dpa
Wintershall-Zentrale in Kassel

Mehr als die Hälfte des Personalabbaus ist an den beiden Konzernzentralen Hamburg und Kassel vorgesehen, ein weiterer Teil an Förderstandorten.

(Foto: dpa)

Hamburg Das künftige Öl- und Gasförderunternehmen Wintershall Dea will nach dem Abschluss des laufenden Fusionsprozesses rund 1000 von weltweit 4200 Stellen abbauen. Davon entfielen 800 auf Deutschland und 200 auf Norwegen, teilte Dea als einer der beiden Fusionspartner am Donnerstag in Hamburg mit.

Mehr als die Hälfte des Personalabbaus sei an den beiden Konzernzentralen Hamburg und Kassel vorgesehen, ein weiterer Teil an Förderstandorten. Der Des-Standort im niedersächsischen Wietze werde geschlossen; das dort vorhandene Labor und Bohrkernlager ziehen um nach Barnstorf, ebenfalls in Niedersachsen.

Die Gewerkschaft IG BCE wirft Wintershall Vertragsbruch vor und sieht noch nicht das letzte Wort gesprochen. Sowohl die absolute Zahl als auch der Zeitraum des Abbaus gehörten noch einmal auf den Verhandlungstisch, forderte Michael Winkler, der für die Gewerkschaft IG BCE im Wintershall-Aufsichtsrat sitzt. Es sei klar gewesen, dass es durch den Zusammenschluss Überschneidungen geben werde.

„Die heute vorgelegten Pläne jedoch sprengen jeden Rahmen“, so Winkler. Hinzu komme, dass der Stellenabbau binnen 18 Monaten zwischen dem Vollzug der Fusion und dem geplanten Börsengang über die Bühnen gehen soll. „Das wäre ohne betriebsbedingte Kündigungen gar nicht machbar.“

Diese seien jedoch durch eine vereinbarte Beschäftigungssicherung bis Ende Juni 2020 ausgeschlossen. Gleichzeitig habe es eine Zusicherung des Arbeitgebers gegeben, diese Garantie auch über den Zeitraum hinaus wirken zu lassen

Winterhall und Der hatten im vergangenen September ihre Fusion besiegelt und erwarten den Abschluss des Prozesses im ersten Halbjahr 2019. Damit entsteht Europas führender Öl- und Gasproduzent. Er wird zunächst zu 67 Prozent zu BASF und zu 33 Prozent zu Letter One gehören, einer Dachgesellschaft des russischen Oligarchen Michail Fridman. Später steigt der BASF-Anteil auf 72,7 Prozent.

Mittelfristig soll das Unternehmen an die Börse gebracht werden. Der Wert von Wintershall Dea wurde zuletzt auf bis zu 20 Milliarden Euro veranschlagt. 2017 kamen Wintershall und Dea zusammen auf 4,7 Milliarden Euro Umsatz, ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 2,8 Milliarden und einen Nettogewinn von 740 Millionen.

Das neue Unternehmen will die Öl- und Gasproduktion bis 2023 um 40 Prozent von 575.000 auf 800.000 Barrel Öläquivalent steigern und 200 Millionen Euro pro Jahr bei Betrieb, Investitionen und Personal einsparen.

Handelsblatt Energie Briefing
  • dpa
  • rtr
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