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Energie

Ölboom in Gefahr Amerika droht die Fracking-Flaute

Die Internationale Energieagentur prophezeite den USA bereits vollkommene Unabhängigkeit von Energieimporten. Doch durch den niedrigen Ölpreis könnte sich die aufwändige Fördermethode bald nicht mehr rechnen.
29.03.2015 - 12:45 Uhr 1 Kommentar
Fracking: Seit einigen Monaten herrscht Ernüchterung. Quelle: Reuters
Fracking in North Dakota

Fracking: Seit einigen Monaten herrscht Ernüchterung.

(Foto: Reuters)

Washington Fracking galt in den USA lange als energiepolitischer Heilsbringer. Die Anhänger der umstrittenen Fördermethode für Schiefergas und Schieferöl frohlockten, dass die Vereinigten Staaten in nicht allzu ferner Zukunft ihren gesamten Energiebedarf selbst abdecken könnten. Bundesstaaten wie North Dakota, unter dessen Präriegras riesige Schieferölvorkommen liegen, erlebten einen Wirtschaftsboom. Doch seit einigen Monaten herrscht Ernüchterung. Grund ist vor allem der Absturz des Ölpreises.

Das Kabinett in Berlin befasst sich voraussichtlich am Mittwoch mit der Frage, welche Regeln für das Fracking künftig in Deutschland gelten sollen. Die USA decken bereits einen erheblichen Teil des heimischen Bedarfs mit Schiefergas und Schieferöl ab.

Ende 2012 sorgte eine Studie der Internationalen Energieagentur (IEA) für Aufsehen, die den Vereinigten Staaten für das Jahr 2030 eine vollkommene Unabhängigkeit von Energieträgern aus dem Ausland prophezeite. Schon 2017 könnten die USA demnach Saudi-Arabien und Russland als weltgrößte Ölproduzenten ablösen, prognostizierte die IEA.

Beim Fracking - kurz für „hydraulic fracturing“ - werden Wasser, Sand und Chemikalien in Gestein gepresst. Durch den dadurch entstehenden Druck soll Gas oder Öl freigesetzt werden. Kritiker warnen davor, dass die chemischen Substanzen durch undichte Stellen ins Erdreich eindringen könnten. Auch in den USA stemmen sich Fracking-Gegner gegen die Fördermethode. Der Bundesstaat New York etwa verhängte ein Fracking-Verbot und begründete dies mit möglichen Gefahren für die Gesundheit der Bevölkerung.

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    Einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup zufolge ist die öffentliche Meinung in den USA beim Thema Fracking gespalten. Befürworter und Gegner halten sich mit je 40 Prozent die Waage, 19 Prozent der Amerikaner haben keine Meinung. Anhänger von Präsident Barack Obamas Demokraten sehen Fracking demnach eher kritisch, Republikaner sind dagegen Fracking-Fans.

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    1 Kommentar zu "Ölboom in Gefahr: Amerika droht die Fracking-Flaute "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • In einem Markt mit einer derart hohen Kapitalmobilität und Entwicklungsstufe wie den USA, wäre eine solche Pleitewelle für Branche nur ein kurzfristiges Problem. Die geringen Energiekosten werden das makroökonomisch mehr als kompensieren. Die Argumentation der mehr als zweifelhaften Energy Watch Group ist ja wohl lächerlich.

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