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Energie

Ölförderanlage Pipeline-Leck erzeugt „Feuerauge“ im Golf von Mexiko

Das Feuer 150 Meter vor einer Bohrinsel des staatlichen Erdölkonzerns Pemex wurde nach fünfeinhalb Stunden gelöscht. Laut Pemex gab es keine Verletzten.
03.07.2021 - 14:08 Uhr Kommentieren
Der Erdölkonzern ist einer der am stärksten verschuldeten Energiekonzerne der Welt. Quelle: Reuters
Pemex

Der Erdölkonzern ist einer der am stärksten verschuldeten Energiekonzerne der Welt.

(Foto: Reuters)

Cuidad del Carmen Wegen eines Gaslecks in einer Unterwasser-Pipeline hat es im Meer vor Mexiko gebrannt. Das Feuer 150 Meter vor einer Bohrinsel der Ölförderanlage Ku-Maloob-Zaap im Golf von Mexiko sei am Freitag nach fünfeinhalb Stunden gelöscht worden, teilte der staatliche Erdölkonzern Pemex mit. Ein Video, das den Brand zeigen soll, verbreitete sich auch außerhalb Mexikos in sozialen Medien – manche Twitter-Nutzer bezeichneten die kreisförmig brodelnde Glut im Wasser als „Feuerauge“.

Laut Pemex gab es weder Verletzte noch mussten Menschen in Sicherheit gebracht werden. Der Brand wurde demnach von Schiffen aus bekämpft und die Verbindungsventile in der Pipeline geschlossen. Der normale Betrieb sei wiederhergestellt, der Vorfall werde untersucht, hieß es. Der Chef der Energie- und Umweltbehörde Asea, Ángel Carrizales, schrieb auf Twitter, es sei kein Öl ausgetreten.

Pemex ist einer der am stärksten verschuldeten Energiekonzerne der Welt. Aufgrund fehlender Investitionen in moderne Technik fällt die Ölproduktion in Mexiko seit Jahren stetig. Der frühere Pemex-Chef Emilio Lozoya (2012-2016) wurde wegen Korruptionsvorwürfen angeklagt und vergangenen Juli von Spanien nach Mexiko ausgeliefert.

Im Jahr 1979 war es auf einer Pemex-Bohrinsel zu einem Ölausbruch gekommen, bei dem über knapp 300 Tage Schätzungen zufolge mindestens eine halbe Million Tonnen Öl in den Golf von Mexiko flossen. Ebenfalls dort löste 2010 eine Explosion der vom BP-Konzern geleasten Bohrinsel „Deepwater Horizon“ die bislang größte Umweltkatastrophe dieser Art aus. Mehr als 1000 Kilometer Küste wurden verschmutzt, Hunderttausende Tiere starben.

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    • dpa
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