Energie

Ölkonzern Ölpreisverfall drückt Exxon-Gewinn

Der niedrige Preis treibt die Ölkonzerne in die Not: Exxon Mobil muss im vergangenen Quartal deutliche Gewinneinbußen hinnehmen. Die Talsohle ist indes noch nicht erreicht. Es könnte noch dicker kommen.
Update: 02.02.2015 - 15:57 Uhr Kommentieren
Der Ölkonzern muss Gewinnsteigerungen vorerst in die ferne Zukunft verlagern. Quelle: dpa
Der niedrige Ölpreis macht Exxon zu schaffen

Der Ölkonzern muss Gewinnsteigerungen vorerst in die ferne Zukunft verlagern.

(Foto: dpa)

HoustonAuch bei Exxon Mobil hinterlässt der Ölpreisverfall deutliche Spuren in der Bilanz. Der größte börsennotierte Ölkonzern der Welt gab am Montag für das abgelaufene Quartal einen Gewinneinbruch um 21 Prozent auf 6,57 Milliarden Dollar bekannt. Die Öl- und Gasproduktion des US-Unternehmens ging im Vorjahresvergleich um 3,8 Prozent zurück. Der Durchschnittspreis für Öl der Sorte Brent sank im Berichtszeitraum um 30 Prozent.

Wegen der schwachen Ölnachfrage tritt Exxon - wie bereits andere Branchengrößen - auf die Ausgabenbremse. Das Aktienrückkaufprogramm soll im laufenden Vierteljahr um mehr als die Hälfte auf eine Milliarde Dollar reduziert werden. Kürzungen haben unter anderem bereits Shell, BP und Chevron angekündigt.

Sondereffekte in Höhe von rund einer Milliarde Dollar führten dazu, dass Exxons Gewinn höher ausfiel als von Analysten erwartet. So profitierte das Unternehmen etwa von einer Verschiebung von Steuerzahlungen und von einem für Exxon positiven Schiedsspruch zu enteigneten Vermögenswerten in Venezuela.

Die Exxon-Aktie notierte an der Wall Street 1,2 Prozent höher.

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