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Energie

Ölkonzern Sistema-Deal hilft Rosneft-Gewinn auf die Sprünge

Der russische Ölkonzern Rosneft überrascht mit einer starken Bilanz. Entscheidender Faktor ist eine milliardenschwere Ausgleichszahlung.
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Der russisches Staat ist Mehrheitseigner des Mineralölkonzerns. Quelle: Reuters
Rosneft

Der russisches Staat ist Mehrheitseigner des Mineralölkonzerns.

(Foto: Reuters)

Moskau Die Einigung im Streit mit dem russischen Mischkonzern Sistema hat Rosneft zu einem kräftigen Gewinnanstieg verholfen. Das Nettoergebnis verdoppelte sich im vierten Quartal auf 100 Milliarden Rubel (1,4 Milliarden Euro), wie Russlands größter Erdöl-Konzern am Montag mitteilte.

Sistema hatte sich im Rahmen eines Vergleichs auf eine Zahlung von 100 Milliarden Rubel verpflichtet, wovon fast die Hälfte zum Nettogewinn von Rosneft im vergangenen Geschäftsjahr beitrug. Hintergrund war ein Streit über den Ölproduzenten Bashneft.

Die russische Regierung hatte Sistemas Anteil an Bashneft im Jahr 2014 beschlagnahmt. Rosneft hatte später eine Mehrheitsbeteiligung an Bashneft gekauft und Sistema vorgeworfen, dem Unternehmen Vermögenswerte entzogen zu haben. Rosneft-Chef Igor Setschin ist ein enger Vertrauter von Präsident Wladimir Putin.

Der Konzern ist auf aggressivem Expansionskurs und investiert Milliarden von Dollar in ausländische Vermögenswerte. 2017 gingen 2,1 Milliarden Dollar an die irakisch-kurdische Regierung als Vorauszahlung für künftige Öllieferungen und eine Milliarde Dollar an die staatliche venezolanische Ölgesellschaft PDVSA als Teil eines Ölliefervertrags.

Russland ist mit 50 Prozent plus einer Aktie der Mehrheitsaktionär an Rosneft. BP hält einen Anteil von 19,75 Prozent. Das Unternehmen unterliegt wegen der russischen Annexion der ukrainischen Krim-Halbinsel Sanktionen der Europäischen Union.

  • rtr
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