Energie

Ölriese aus Norwegen Statoil baut erneut bis zu 1500 Stellen ab

Preisverfall, sinkende Renditen, hoher Verlust: Die Turbulenzen bei dem norwegischen Energiekonzern Statoil reißen nicht ab. Nun gab der Konzern bekannt, erneut 1500 Stellen abbauen zu wollen.
Update: 16.06.2015 - 16:37 Uhr Kommentieren
Der eingebrochene Ölpreis macht dem norwegischen Energiekonzern Statoil zu schaffen. Quelle: Reuters
Kostendruck

Der eingebrochene Ölpreis macht dem norwegischen Energiekonzern Statoil zu schaffen.

(Foto: Reuters)

OsloDer norwegische Öl- und Gasriese Statoil verschärft seinen Sparkurs und will bis zu 1500 weitere Stellen streichen. Bis Ende 2016 will das staatlich kontrollierte Unternehmen außerdem 525 Berater entlassen, wie Statoil in Oslo mitteilte. „Wir bedauern diesen weiteren Abbau“, sagte Unternehmenschef Anders Opedal.

Ein Statoil-Sprecher sagte am Dienstag, dass vor allem Arbeitsplätze in Norwegen betroffen seien. Ob auch Jobs in Deutschland in Gefahr betroffen sind, konnte der Sprecher nicht sagen: „Das ist noch nicht entschieden.“ Das Unternehmen ist unter anderem in Emden vertreten.

Wie seine Wettbewerber leidet der Konzern unter dem Verfall des Ölpreises. Seit dem dritten Quartal 2014 kommt Statoil nicht mehr aus den roten Zahlen heraus, nachdem die Norweger zuvor seit 2001 nur schwarze Zahlen geschrieben hatten. Wegen hoher Abschreibungen auf Anlagen in den USA hatte Statoil im ersten Quartal einen Verlust von 35,4 Milliarden Kronen (4,2 Milliarden Euro) verbucht. Der Umsatz war um 30 Prozent auf 119,5 Milliarden Kronen eingebrochen.

Schon 2013 hatte das Unternehmen ein Sparprogramm aufgelegt und seitdem die Zahl der Festangestellten um 1340 und die der Berater um 995 verringert. Weltweit hat Statoil etwa 23 000 Mitarbeiter.

Handelsblatt Energie Briefing
  • dpa
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