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Energie

Offshore-Windparks RWE beteiligt sich an großem Wasserstoffprojekt in den Niederlanden

Das Konsortium NortH2 will mit Strom aus Offshore-Windparks im großen Stil grünen Wasserstoff für Nordwesteuropa produzieren – auch Shell ist dabei.
07.12.2020 - 12:37 Uhr 1 Kommentar
Vor der Küste der Niederlande stehen viele Windräder. Das Projekt NortH2 will Windstrom im großen Stil zur Produktion von grünem Wasserstoff nutzen. Quelle: Reuters
Offshore-Windpark in den Niederlanden

Vor der Küste der Niederlande stehen viele Windräder. Das Projekt NortH2 will Windstrom im großen Stil zur Produktion von grünem Wasserstoff nutzen.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Im Februar ist eins der ambitioniertesten Wasserstoffprojekte Europas gestartet. Im Norden der Niederlande soll ein Zentrum entstehen, das aus Windstrom von Offshore-Windparks im großen Stil grünen Wasserstoff für Nordwesteuropa produziert. Jetzt hat sich auch RWE dem Konsortium angeschlossen.

RWE will nach eigenen Angaben seine Expertise bei erneuerbaren Energien und beim Thema Wasserstoff in das Projekt NortH2 einbringen. An dem Firmenkonsortium sind bereits der Öl- und Gaskonzern Shell, der Gasnetzbetreiber Gasunie und der Hafen Groningen Seaports beteiligt. Parallel zu RWE stößt auch noch der norwegische Ölkonzern Equinor dazu.

Die NortH2-Partner decken damit ein breites Spektrum der Energiewirtschaft von der Gasbranche über den Transport und die Logistik bis zu den erneuerbaren Energien ab. Gemeinsam wollen sie auch ein komplettes System aus Offshore-Windparks, Elektrolyseuren, Gasspeichern und Leitungen bauen, um Windstrom aus den Offshore-Windparks in der Nordsee in grünen Wasserstoff umzuwandeln, zu speichern und zu Industriezentren im Nordwesten Europas zu transportieren.

Bis 2030 will das Konsortium eine Erzeugungsleistung von vier Gigawatt (GW) aufgebaut haben. Damit würde das Projekt allein rund ein Zehntel des EU-Ziels abdecken, bis 2030 europaweit mindestens 40 GW an Wasserstoff-Elektrolyseuren zu installieren.

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    Bis 2040 soll die Kapazität von NortH2 den Angaben zufolge auf mehr als zehn GW anwachsen. Damit könnte dann eine Million Tonnen grüner Wasserstoff pro Jahr erzeugt werden. Ersetzt dieser erst einmal fossile Brennstoffe, ließen sich nach Angaben von RWE damit acht bis zehn Millionen Tonnen CO2 jährlich vermeiden.

    EU und Bund fördern Wasserstoff

    „Ein Projekt wie NortH2, mit dem grüner Wasserstoff zur Dekarbonisierung der Industrie hergestellt wird, kann zum Erreichen der niederländischen und der europäischen Klimaziele für 2030 und zur Umsetzung des Pariser Abkommens beitragen“, sagte Roger Miesen, Vorstandsvorsitzender der zuständigen Tochtergesellschaft RWE Generation. „Wir setzen uns dafür ein, dass sich in Europa zügig ein Wasserstoffmarkt entwickeln kann.“

    Wasserstoff wird von der Bundesregierung und der Europäischen Union massiv gefördert. Insbesondere grüner Wasserstoff, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, gilt als großer Hoffnungsträger, um auch in Industrieunternehmen fossile Brennstoffe zu ersetzen und damit den Ausstoß des klimaschädlichen CO2 zu senken.

    RWE erklärte, mit den Partnern zügig eine Machbarkeitsstudie erstellen zu wollen. Falls diese positiv ausfalle, könnten erste Entwicklungsaktivitäten schon in der zweiten Jahreshälfte 2021 starten.

    Für das Essener Unternehmen sei Wasserstoff „ein Thema mit großem Potenzial“, sagte Konzernchef Rolf Martin Schmitz im Sommer im Interview mit dem Handelsblatt. Das Interesse aus der Industrie sei sehr groß. Und im Gegensatz zu anderen Unternehmen könne RWE „die gesamte Wertschöpfungskette“ abdecken.

    RWE verfolgt auch in Deutschland ein großes Projekt

    Der Energiekonzern ist nach dem Tauschgeschäft mit Eon wieder Großproduzent von grünem Strom. Er hat das Know-how, um Elektrolyseure zu bauen, Kontakt zu großen Kunden, kann seine Gasspeicher auch als Wasserstoffspeicher nutzen und mit seiner Tradingabteilung Wasserstoff weltweit handeln.

    RWE treibt nach eigenen Angaben schon heute rund 30 Projekte in den Niederlanden, Deutschland und dem Vereinigten Königreich voran. Im niederländischen Eemshaven will der Konzern beispielsweise einen 50-Megawatt-Elektrolyseur entwickeln.

    In Deutschland ist RWE am größten deutschen Projekt, GET H2, beteiligt. Dabei soll das erste öffentlich zugängliche Wasserstoffnetz Deutschlands mit einer skalierbaren industriellen Produktion von grünem Wasserstoff geschaffen werden. Im Rahmen von GET H2 plant RWE in Lingen den Bau eines Elektrolyseurs, der mit einer Kapazität von 100 Megawatt der bislang größte in Deutschland wäre.

    Mehr: RWE-Chef will Milliarden in Solar, Wind und Wasserstoff investieren

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    1 Kommentar zu "Offshore-Windparks: RWE beteiligt sich an großem Wasserstoffprojekt in den Niederlanden"

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    • "Wir setzen uns dafür ein, dass sich in Europa zügig ein Wasserstoffmarkt entwickeln kann.“ Herr Miesen, die Energiekosten für die Elektrolyse zur Herstellung von Wasserstoff sind hoch bzw. sind auch noch von fossiler Verbrennung CO2 belastet. Hingegen die Neutrino Technologie sauberste und günstigste Weise der Energienutzung ist. Der einstige BundesVerkehrsminister a.D., Prof. KRAUSE veröffentlichte dazu aktuell: "Das ewige Licht - Der Beginn eines neuen Zeitalters" Weltbuch Verlag, 224 Seiten, ISBN 978-3-906212-56-2. Die günstigste und sauberste Variante der Energienutzung basiert auf Neutrino Technologie. Eine mobile und dezentrale Energienutzung über die Neutrinovoltaic kann jetzt möglich werden, denn sie wird die Photovoltaik ergänzen und ablösen, denn sie kann auch in vollkommener Dunkelheit Energie wandeln. Die Patente der Berliner Neutrino Energy Group sind bereit. Die Einführung der Neutrinovoltaik zur Gewinnung von elektrischem Strom unter dem Einfluss verschiedener elektromagnetischer Strahlung, einschließlich hochenergetischer kosmischer Neutrinos ist jetzt machbar. Die auf Neutrinovoltaik-Technologie basierenden DC-Neutrinoquellen sind sehr kompakt und wetterunabhängig, erzeugen in einem Grundmodus 24h x 365 Tage Strom und können in Gerätegehäuse oder sogar in Elektroautos eingebaut werden. Sie sind in der Lage, sowohl Geräte als auch einzelne Haushalte und Elektroautos ohne Anschluss an eine zentrale Stromversorgung mit Strom zu speisen. Mobile und dezentrale Haushaltsenergie sowie unendliche Reichweiten für die Elektromobilität werden unser Leben weltweit positiv wandeln.

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