Energie

OMV Öl- und Gaskonzern will stabile Dividende zahlen

Der Öl- und Gaskonzern OMV leidet wie viele in der Branche unter dem stark gesunkenen Ölpreis. Das nagt nun auch am Gewinn. Trotzdem können die Aktionäre auf eine stabile Dividende hoffen.
Update: 19.02.2015 - 10:13 Uhr Kommentieren
Im vierten Quartal überraschte OMV aber positiv. Quelle: Reuters
OMV

Im vierten Quartal überraschte OMV aber positiv.

(Foto: Reuters)

WienDer Ölpreis-Verfall und millionenschwere Abschreibungen haben am Gewinn des österreichischen Erdöl- und Gaskonzerns OMV genagt. Um die Aktionäre nicht zu vergraulen, soll dennoch eine stabile Dividende von 1,25 Euro je Aktie ausschüttet werden, teilte OMV am Donnerstag mit.

Unter dem Strich wies der Konzern 2014 einen Gewinnrückgang von 69 Prozent auf 357 Millionen Euro aus. Im vierten Quartal kam es zusätzlich zu Sonderbelastungen von rund 700 Millionen Euro, vor allem Abschreibungen auf das türkische Tankstellengeschäft und bei dem zur rumänischen Tochter Petrom gehörenden Gaskraftwerk Brazi schlugen dabei zu Buche. Zudem machten dem Unternehmen Lieferausfälle in Libyen zu schaffen.
In Friedenszeiten erwirtschaftet OMV rund zehn Prozent des Öls in dem krisengebeutelten nordafrikanischen Land. Eine höhere Produktion in Norwegen konnte dies zwar abfedern. Doch hier sind die Kosten höher als in Libyen. OMV hatte 2013 für rund zwei Milliarden Euro Öl- und Gasfelder in der Nordsee gekauft.

Welche Multis den Ölmarkt dominieren
Waves crash over the conical drilling unit Kulluk where it sits aground on the southeast side of Sitkalidak Island, Alaska
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Stürmische Zeiten: Trotz der weltweiten Wirtschaftsflaute fahren die größten Ölkonzerne der Welt satte Gewinne ein. Der Energie-Informationsdienst Oilandgasiq hat die zehn größten Öl- und Gaskonzerne nach dem täglichen Fördervolumen zusammengestellt.

Stand: Mai 2013

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Platz 10: Kuwait Petroleum Corporation (KPC)

Den letzten Rang unter den Top-10 Ölkonzernen der Welt erreicht der staatliche Ölförderer von Kuwait. Die Kuwait Petroleum Corporation ging aus der Anglo-Persian Oil (heute BP) und Gulf Oil (heute Chevron) hervor. Die Kuwaitis beschäftigen 15.800 Menschen und fördern 3,2 Millionen Fass Öl am Tag. Ein Fass oder Barrel entspricht rund 159 Litern. Im Golfkrieg in den 1990ern setzten irakischen Streitkräfte mehr als 700 kuwaitische Ölquellen in Brand.

Pump jacks are seen in the Midway Sunset oilfield in this file photo
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Platz 9: Chevron

Die Wurzeln des drittgrößten Unternehmens der USA reichen bis 1879 zurück, als die Pacific Coast Oil Company gegründet wurde. Später schluckte Standard Oil das Unternehmen und nannte es SoCal. 1984 schlossen sich dann SoCal und Gulf Oil unter dem Namen Chevron zusammen. Die Kalifornier fördern 3,5 Millionen Barrel am Tag. Rund 62.000 Menschen arbeiten weltweit für den Konzern.

The "Lolair" drilling platform from state oil monopoly Petroleos Mexicanos (PEMEX) is seen off the port of Veracruz, Mexico
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Platz 8: Pemex

Mexiko verstaatlichte 1938 die gesamte Ölindustrie. Heute gilt der Energieriese als eines der größten Unternehmen Lateinamerikas und größter Steuerzahler Mexikos. Die 138.000 Mitarbeiter fördern 3,6 Millionen Fass Öl am Tag.

An old Shell logo is seen on a vintage fuel wagon at a railway station in the town of Naumburg
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Platz 7: Royal Dutch Shell

Der siebtgrößte Ölförderer der Welt entstand 1907 aus dem Zusammenschluss einer niederländischen und einer britischen Firma. Der weltweit bekannte Konzern setzte sich 2012 mit einer Marktkapitalisierung von 140 Milliarden Dollar an die Spitze des britischen Leitindex FTSE. Mit 87.000 Angestellten fördert der Multi 3,9 Millionen Barrel Öl am Tag.

Gulf Oil Spill-Settlement
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Platz 6: BP

Auf eine lange Historie blickt auch British Petroleum, kurz BP, zurück. Die Burmah Oil Company ging 1909 in der Anglo-Persian Oil Company auf, die später zur Anglo Iranian Oil und schließlich zu BP wurde. Einen schweren Schlag erhielt der Konzern, als eine Explosion auf der Plattform Deepwater Horizon 2010 mehrere Arbeiter töte. Das auslaufende Öl verseuchte den Golf von Mexiko und richtete eine der größten Umweltkatastrophen an. Der Konzern wurde zu Milliardenstrafen und Entschädigungen verurteilt. Weitere Prozesse laufen.

BP beschäftigt 85.700 Menschen und fördert 4,1 Millionen Fass Öl am Tag.

A oil field worker works at a well head in PetroChina's Daqing oil field in China's northeastern Heilongjiang province
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Platz 5: Petrochina

Den fünften Rang unter den größten Energiekonzernen der Welt hat Chinas Petrochina erobert. Die Karriere des erst 1999 gegründeten Unternehmens ist steil. Der staatseigene Konzern fördert mit 550.000 Arbeitern 4,4 Millionen Barrel.

Die Ölproduktion war im Vorjahr trotz der Lieferausfälle in Libyen auf 309.00 (Vorjahr: 288.000) Barrel pro Tag gestiegen. Doch wegen des Preisverfalls ist der Rohstoff weniger wert. Dadurch sinken die Erträge der Ölfirmen, denen dann weniger Geld für Erschließung und Ausbeutung von Öl- und Gasquellen zur Verfügung steht. Firmen wie BP, Royal Dutch Shell oder Exxon Mobil senken nun allesamt die Kosten.

Auch OMV stutzte als Reaktion auf den Ölpreis-Verfall bereits im Januar den Ausgabenplan um bis zu 35 Prozent. Bis 2017 sollen nun durchschnittlich 2,5 bis drei Milliarden Euro pro Jahr investiert werden. Damit musste sich OMV auch von dem für 2016 angestrebten Produktionsziel von 400.000 Barrel pro Tag verabschieden. 2015 will der Konzern rund 2,5 bis 2,8 Milliarden Euro ausgeben. Für die Produktion von Öl und Gas sieht das Unternehmen für 2015 eine Bandbreite von 300.000 bis 340.000 Barrel pro Tag.
Der für Analysten wichtige um Lagereffekte bereinigte Betriebsgewinn (CCS Ebit) stieg im Schlussquartal um 23 Prozent auf 545 Millionen Euro. Damit schnitt OMV besser ab als erwartet. Analysten hatten im Schnitt mit einem bereinigten Betriebsgewinn von 487 Millionen Euro gerechnet. Die Experten begründeten dies in einer ersten Reaktion mit einem über den Erwartungen liegenden Raffineriegeschäft. Bei der Weiterverarbeitung von Rohöl zu Treibstoffen stieg die Marge im vierten Quartal auf 5,19 (Vorjahr: 1,16) Dollar je Barrel.

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