Energie

Orkan „Elon“ So viel Windstrom wie 25 Atomkraftwerke

Rund 30.700 Megawatt Windstrom brachte der Orkan „Elon“ am Freitagnachmittag – so viel wie etwa 25 Atomkraftwerke, zugleich ein neues Windstrom-Allzeithoch. Für Netzbetreiber bedeutete der Orkan auch Kosten und Arbeit.
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Am Freitagnachmittag wurde mit bundesweit rund 30.700 Megawatt das Windstrom-Allzeithoch erreicht. Quelle: dpa

Am Freitagnachmittag wurde mit bundesweit rund 30.700 Megawatt das Windstrom-Allzeithoch erreicht.

(Foto: dpa)

BerlinDer Orkan „Elon“ hat für einen Windstrom-Rekord in Deutschland gesorgt. Am Freitagnachmittag seien bundesweit rund 30.700 Megawatt Windstrom ins Stromnetz eingespeist worden – so viel wie nie zuvor, berichtete der Übertragungsnetzbetreiber Tennet am Montag.

Zu diesem Zeitpunkt lieferten die Windräder rechnerisch so viel Strom wie etwa 25 Atomkraftwerke. Damit wurde das erst Mitte Dezember während des Sturmtiefs „Billie“ aufgestellte Windstrom-Allzeithoch von rund 29.000 Megawatt schon wieder übertroffen.

Für die Netzbetreiber brachten die sturmreichen Tage mit den Orkanen „Elon“ und „Felix“ viel Arbeit. Um bei den gewaltigen Windstrommengen am Freitag eine Überlastung der Stromautobahnen zu verhindern, musste allein Tennet Eingriffe in seinem Netzgebiet in einer Größenordnung von 4800 Megawatt vornehmen.

Das kostete das Unternehmen rund sechs Millionen Euro, sagte Tennet-Chef Urban Keussen in Berlin. Tennet mit Netzen an der Nordseeküste muss zusammen mit dem für Ostdeutschland zuständigen Unternehmen 50 Hertz den meisten Windstrom aufnehmen.

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11 Kommentare zu "Orkan „Elon“: So viel Windstrom wie 25 Atomkraftwerke"

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  • Sie alle haben recht. Schließlich geht es nur um eins;
    die 4 "Großen" wollen viel Geld als Gewinn vereinnahmen,
    egal wie und warum!!
    Die Investitionen zahlt eh der kleine Endverbraucher.

  • " Speicher werden noch teurer. Um einen Tagesverbrauch in Batterien zu speichern,"
    Warum so kompliziert? Warum nicht als Gas speichern, und dieses dezentral verstromen, und dabei die Abwärme nutzen?

  • Nein, Wind und Sonne sind kostenlos. Im gegenteil, die Erneuerbaren brauchen gigantische Subventionen (etwa 25 Mrd. EUR pro Jahr). Speicher werden noch teurer. Um einen Tagesverbrauch in Batterien zu speichern, müsste man nach heutigen Preisen mehr als eine Billion EUR ausgeben. Tesla hofft mit seiner riesigen neuen Fabrik, den Batterie-Preis um 30% zu senken. Mehr wird schwierig, weil die Hauptkosten der Batterien mittlerweile die Rohstoffe verursachen. Statt Uran importieren wir demnächst also Rohstoffe für Batterien. Und alles ist 10mal so teuer. Super Idee...

  • Ganz so schlimm ist es nicht, ich war mal bei einem Vortrag eines Mitarbeiters aus der Kraftwerkseinsatzplanung. Klar ist Wind und Sonne stochastisch, aber so krass sind die Schwankungen dann doch nicht, denn schließlich gibt es Prognosen des Wetters die halbwegs zuverlässig sind. Letztendlich liegt die Abweichung der Prognosen üblicherweise im Rahmen von 20 %. Wenn Metereologen morgen einen Orkan vorhersagen, kann es nur ein Sturm werden, aber wahrscheinlich keine Flaute. So lässt sich ein Kraftwerkspark immer noch zuverlässig planen auch wenn dies sicherlich anspruchsvoller geworden ist. Das große Herausforderung ist eher den Kraftwerkspark dabei noch optimal zu betreiben!

  • @ Herr Maisenkaiser,

    das ist etwas unfair der Regierung gegenüber.Power-to-Gas Technologien werden über die NOW Gesellschaft bzw. das NIP Investitionsprogramm bereits mit Milliarden gefördert obwohl die Zeit noch gar nicht soweit ist dass sie gebraucht werden (Jawohl!). Um heutzutage einen Elektrolyseur wirtschaftlich zu betreiben braucht es mindestens um die 3000 Volllaststunden. Wie wollen Sie denn diese sicherstellen mit drei überraschend starken Stürmen im Jahr? Das wären dann vielleicht 3*10h (aufgerundet). Wollen sie das der Staat bereits jetzt die Lücke von 2970h mit Umlagen schließt? Das ist aberwitzig. Die Technologie wird jetzt bereits fertig entwickelt damit sie verfügbar ist wenn flächendeckend, dauerhafte Überschüsse entstehen und bis dahin wird sich wohl der Anteil der Erneuerbaren nochmal verdoppeln müssen.

  • @ Herr Hoffmann,

    das ist doch klar! Natürlich braucht es konventionelle (und flexible!!) Kraftwerke als Back-up, keine Thema. Dennoch nimmt jede Kilowattstunde Wind, Sonne, Biomasse, Wasser etc. auch eine konventionelle Kilowattstunde vom Netz. Das Netz muss ja immer exakt austariert sein. Also sparen Erneuerbare bereits heute CO2 ein, das Kohle vorübergehend an Bedeutung gewinnt, ist bei dem sehr langfristigen Zyklen im Kraftwerksmarkt (20 - 40 Jahre) nicht zu vermeiden aber vorrübergehend. Schließlich sollen es 2050 mal 80% sein und die Entwicklung sieht gut aus. Übrigens, spätestens dann werden Speichermöglickeiten wie Power-to-Gas interessant und können auch im Back-up konventionelle verdrängen. Stellen sie sich das Zielbild mal vor, nicht den Übergangszustand jetzt! Solche Entwicklungen brauchen Ausdauer!

  • Aber der Wind, die Sonne ist kostenlos. Man muß si enur speichern. Man sollte die einsperren, die zulassen, das keine Speicheranlagen entstehen. Die Wege dorthin sind bekannt. Und anstatt die netzbetreiber für ihre veraltetn Netze zu belohnen, sollte das Geld liebr in Speicheranlagen fließen. Wenn der Staat diese Subventioniert, müssen sie natürlich auch dm Staat gehören! damit auf keiner Stromrechnung auftauchen.

  • Deutsche Windkraftwerke können also soviel Strom wie 25 Atomkraftwerke erzeugen. Man stelle sich vor, ein Stromkonzern hätte 25 Großkraftwerke und der Betreiber würde mit dem Zufallsgenerator auswürfeln, wieviel Strom produziert wird, mal 30GW, mal 5GW, mal 'was dazwischen. Diesen Betreiber würde ich wegen Sabotage in Gefängnis werfen. Wäre das nicht hart aber fair? Und wer wirft die Betreiber/Erbauer der Windkraftanlagen ins Gefängnis?? Die produzieren doch auch mal mehr als die Hälfte des Strombedarfs, und mal fast gar nichts....

  • @ marc hoffmann:

    Man kann Strom als Gas in den vorhandenen Gasspeichern speichern! Ist Stand heute möglich. Und den Strom in Gas umzuandeln ist auch möglich. Teilweise werden bis 5% reiner Wasserstoff im Erdgas zugesetzt. Über die Methansynthese kann aber auch reines Erdgas erzeugt werden! Rechnet sich. Besonderes, wenn der Strom da ist!
    Man muß es politisch nur wollen! Ich hätte bei dem geringen Strompreis auch gerne meine Puffer erwärmt - viele andere auch! Aber das will ja keiner!

  • Dank CDU/FDP hat man keinerlei Investitionen in powertogas unterstützt. Der Sturm hätte die vorhandenen deutschen Erdgasspeicher füllen können - ohne Windräder abzuschalten.

    Aber dann würden sich die EE ja lohnen - und das will CDU/SPD nun auf jeden Fall vermeiden: Sattdessen werden sinnlos die Stromtrassen für den Braunkohlestrom finanziert - braucht kein Mensch!

    Im Gegenteil: Man besteuert nun noch BHKW in Wohngebäuden. Dies wäre aber der effektivste Weg der Energienutzung. In den Gebäuden stehen BHKW und die liefern Strom für die Gebäude. Im Winter wird die Abwärme zum Heizen genutzt.

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