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Energie

Power-To-X-Anlage Shell, Mitsubishi und Vattenfall planen Mega-Wasserstoffprojekt in Hamburg

Bislang sind Wasserstoffprojekte in Deutschland noch im Versuchsstadium. Doch jetzt soll in Hamburg die erste 100-Megawatt-Anlage im industriellen Maßstab entstehen.
22.01.2021 - 10:44 Uhr 1 Kommentar
Am Kohlekraftwerk Moorburg soll künftig Wasserstoff produziert werden. Quelle: dpa
Kohlekraftwerk Moorburg

Am Kohlekraftwerk Moorburg soll künftig Wasserstoff produziert werden.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Wo vor zwei Wochen noch Kohlestrom produziert wurde, könnte schon in fünf Jahren einer der bislang größten Elektrolyseure Europas grünen Wasserstoff herstellen: Gemeinsam mit der Stadt Hamburg wollen die Unternehmen Shell, Vattenfall und Mitsubishi Heavy Industries im Stadtteil Moorburg eine Power-To-X-Anlage mit einer Leistung von mindestens 100 Megawatt aufbauen.

Am Freitag gab das Konsortium bekannt, dass dafür nun eine Absichtserklärung unterschrieben wurde. „In Hamburg gibt es keine bessere Lage für einen skalierbaren Elektrolyseur dieser Größenordnung. Über den 380-kV-Anschluss und die Verbindung zu Brunsbüttel haben wir direkten Zugriff auf die Versorgung mit grünem Strom aus der Windkraft – und damit die Möglichkeit, tatsächlich grünen Wasserstoff in relevanten Mengen zu produzieren“, sagte Michael Westhagemann, Wirtschaftssenator der Hansestadt in einem Statement.

Schon vor zwei Jahren hatte der parteilose Politiker angekündigt, Hamburg zu einer Hochburg für die deutsche Wasserstoffwirtschaft zu machen. Gemeinsam mit Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein hat Westhagemann dafür schon 2019 den passenden Fahrplan vorgestellt. Fünf Gigawatt Elektrolyseleistung sollen bis zum Jahr 2030 im Norden entstehen. Bis zum Jahr 2035 soll so eine „nahezu vollständige Versorgung“ für die Industrie und den Verkehrssektor gewährleistet sein. 

Der nötige grüne Strom soll aus Windanlagen an Land und auf See kommen, von denen es in den fünf Ländern weit mehr gibt als im Rest der Republik zusammen. Auch Kooperationen mit anderen Ländern sind schon geplant – mit Finnland, Dänemark und Norwegen zum Beispiel. 

Auch das 100-Megawatt-Projekt im Hamburger Hafen war damals schon in Planung – und scheint nun tatsächlich zu kommen. Damals schätzte Westhagemann die Kosten auf einen dreistelligen Millionenbetrag. 2025 soll die Anlage stehen. Finanzielle Unterstützung erhoffen sich die Projektpartner vor allem aus Brüssel.

Sie bemühen sich um Fördermittel, mit denen die EU Projekte von gemeinsamem europäischem Interesse (IPCEI) anschiebt. Der Antrag dafür soll mit einer ersten Projektskizze noch im ersten Quartal gestellt werden. Eine finale Investitionsentscheidung für das Projekt steht allerdings noch aus. 

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Der Standort in Moorburg hat aus Sicht der vier Partner ideale Voraussetzungen für die weitere Nutzung. Er sei sowohl an das nationale Strom-Übertragungsnetz als auch an das Netz der Stadt Hamburg angeschlossen. Außerdem könnten Überseeschiffe dort anlegen und die Kai- und Hafenanlage als Importterminal nutzen. Neben der Errichtung eines Elektrolyseurs soll deswegen gleichzeitig ein „Green Energy Hub“ entstehen. Dabei sollen weiterführende Konzepte wie die notwendigen Logistikketten und Speichermöglichkeiten für Wasserstoff mitgedacht werden.

„Der Startschuss in die Wasserstoffzukunft ist gefallen“

„Das Gasleitungsnetz im Hafen und rund um Moorburg wird ab sofort ausgebaut für Wasserstoff, um Industrie und große Betriebe zu beliefern. Der Startschuss in die Wasserstoffzukunft ist gefallen, Hamburg will und wird hier vorn dabei sein“, sagte Jens Kerstan, Aufsichtsratsvorsitzender der Wärme Hamburg am Freitag. 

Grüner Wasserstoff gilt aufgrund seiner Klimaneutralität als wichtiger Baustein für das Gelingen der Energiewende. Wird er auf Basis von grünem Strom mithilfe des Elektrolyse-Verfahrens hergestellt, ist er nämlich klimaneutral. 

Besonders begehrt ist das nachhaltige Gas für bestimmte Prozesse, bei denen Strom aus erneuerbaren Quellen gar nicht oder nur mit extrem hohem Aufwand als Ersatz für fossile Rohstoffe eingesetzt werden kann. 

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So könnte Wasserstoff in der Industrie, im Schwerlast-, Flug- und Schiffsverkehr, aber auch im Wärmesektor oder als Medium zur Speicherung oder zum Transport von Strom aus erneuerbaren Quellen eine wichtige Rolle spielen.

Weil es bislang lediglich Pilotprojekte zur Herstellung von grünem Wasserstoff gibt, ist das klimaneutrale Gas allerdings noch sehr teuer. Gelingt der Schritt einer wie nun in Hamburg-Moorburg geplanten Großanlage, könnte das die Kosten entscheidend senken und grünen Wasserstoff wirtschaftlich machen. 

Moorburg war viele Jahre Standort eines Gaskraftwerks der Hamburgischen Electricitäts-Werke, 2015 nahm Vattenfall hier ein Kohlekraftwerk in Betrieb. Den kommerziellen Betrieb hat der schwedische Konzern im Zuge des Kohleausstiegs vor zwei Wochen eingestellt. 

Bis Mitte des Jahres steht das Kraftwerk aber noch bereit, um im Notfall wieder Strom liefern zu können. Erst wenn klar ist, dass die Netzsicherheit auch ohne das Kraftwerk Moorburg gewährleistet ist, soll es im Juli endgültig abgeschaltet werden.

Mehr: Evonik-Chef Kullmann fordert Wasserstoff-Offenheit: „Wir müssen die grüne Brille absetzen“

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  • Die Herstellung von Wasserstoff braucht bei der Elektrolyse grosse Strommengen. Leider wird dadurch der CO2 Ausstoß nicht reduziert, denn immer noch müssen die fossilen Brennstoffe genutzt werden. Einen wesentlichen Systemwandel bietet die innovative Neutrino-Technologie. Der einstige BundesVerkehrsminister a.D., Prof. KRAUSE veröffentlichte dazu aktuell: "Das ewige Licht - Der Beginn eines neuen Zeitalters" Weltbuch Verlag, 224 Seiten, ISBN 978-3-906212-56-2. Die günstigste und sauberste Variante der Energienutzung basiert auf Neutrino Technologie. Eine mobile und dezentrale Energienutzung über die Neutrinovoltaic kann jetzt möglich werden, denn sie wird die Photovoltaik ergänzen und ablösen, denn sie kann auch in vollkommener Dunkelheit Energie wandeln. Die Patente der Berliner Neutrino Energy Group sind berei Die Einführung der Neutrinovoltaik zur Gewinnung von elektrischem Strom unter dem Einfluss verschiedener elektromagnetischer Strahlung, einschließlich hochenergetischer kosmischer Neutrinos ist jetzt machbar. Die auf Neutrinovoltaik-Technologie basierenden DC-Neutrinoquellen sind sehr kompakt und wetterunabhängig, erzeugen in einem Grundmodus 24h x 365 Tage Strom und können in Gerätegehäuse oder sogar in Elektroautos eingebaut werden. Sie sind in der Lage, sowohl Geräte als auch einzelne Haushalte und Elektroautos ohne Anschluss an eine zentrale Stromversorgung mit Strom zu speisen. Mobile und dezentrale Haushaltsenergie sowie unendliche Reichweiten für die Elektromobilität werden unser Leben weltweit positiv wandeln. In Indien und Russland sind bereits grosse Investitionen geflossen, um die industrielle Standardisierung umzusetzen und erste Prototypen zu bauen. Deutschland muss hier Nachziehen und Investieren für eine Zukunft, die uns frei von der Steckdose, Verkabelung und all den Grosskraftwerke und Stromnetzen macht.

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