Energie

Probleme beim Bau Vögel, Bomben und Haie bremsen Offshore-Windparks

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Neue Projekte sind tendenziell weiter von der Küste entfernt

In Großbritannien haben in diesem Monat Forewind, ein Konsortium unter Beteiligung von SSE, sowie ein Unternehmen, bei dem Electricite de France im Boot sitzt, Projekte verkleinert. RWE blies in den letzten drei Monaten einen Plan ab und stutze einen anderen zurück, während ScottishPower im Dezember ein Projekt absagte und unter anderem auf Riesenhaie verwies.

Auch alte Munition hat die Branche in Deutschland und Großbritannien ausgebremst. So fand beispielsweise Tennet vor zwei Jahren mehrere Minen aus dem Zweiten Weltkrieg, als die Kabelverlegung zur Anbindung der Riffgat-Anlage von Ewe ans Netz vorbereitet wurde. Die Anbindung wurde in diesem Februar abgeschlossen.

Neue Projekte sind tendenziell weiter von der Küste entfernt. Das bedeute höhere Kosten, sagt Ben Warren, ein Partner für Umweltfinanzierungen bei Ernst & Young. Die Versorger seien nicht mehr in der Lage, die Milliardenprojekte alleine zu schultern.

Die schwierigeren Bedingungen auf hoher See sorgten dafür, dass „alles logistisch schwieriger wird, was den Kosten- und Zeitaufwand angeht“, erklärt auch Paul Cowling, Leiter Offshore Wind bei RWE. „Man braucht im Prinzip Offshore-Hotels auf dem Meer, die uns ermöglichen, diese Dinge zu bauen.“

Bei den deutschen Versorgern komme noch erschwerend hinzu, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel den Atomausstieg beschlossen habe, sagt Henrik Stamer, Chef des dänischen Beratungsunternehmens für Versorger K2 Management. „Die großen deutschen Unternehmen haben eine wichtige Einnahmequelle verloren, denn Angela Merkel hat gesagt, dass sie ihre Kernkraftwerke schließen müssen“, so Stamer. Doch das sei genau der Bereich, „mit dem sie ihr Geld verdient haben, das sie dann in Offshore-Wind gesteckt haben“.

Die Unternehmen versuchen die Kosten in allen Bereichen der Branche zu senken. Herstellern wie Vestas Wind Systems und Siemens testen leistungsstärkere Turbinen, für die weniger Fundamente nötig wären. Und RWE und Dong haben spezielle Schiffe zur Installation der Turbinen in Auftrag gegeben. Außerdem prüfen Branchengruppen die Kosten für Verkabelung und Wartung.

ScottishPower fokussiert sich nach Aussage von Anderson auf leichtere Projekte – wie bei einem Gemeinschaftsprojekt mit Vattenfall vor East Anglia, das letztendlich 7.200 Megawatt erreichen könnte.

Mehr Installationen werden mit Kostensenkungen einhergehen, sagt RWE-Manager Cowling. „Wenn wir mehr Windparks und mehr Windturbinen bauen, wird der Preis fallen“, sagt Cowling. „Es wird effizienter sein.“

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10 Kommentare zu "Probleme beim Bau: Vögel, Bomben und Haie bremsen Offshore-Windparks"

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  • Schief gewickelt sind Sie. All die grünen Spielchen zusammengenommen können keine Industriestaat wie die Bundesrepublik sicher und gleichmäßig mit Energie versorgen. Wir leisten uns den Wahn mit einer Kutsche mit hundert Pferden davor zu fahren, statt ein Auto mit 100 PS einzusetzen. Gewinner sind die Konzerne und die Vermarkter der ineffizienten, teuren und unwirtschaftlichen Scheinalternativen. Lesen Sie einfach mal im Internet "Ehrlich streiten über Kernenergie" und werfen Sie Ihre rückschrittliche Denkweise in den Ideologiemüll.

  • Tja, da bin ich wohl schief gewickelt?
    Daß wir
    1. Die Atomenergie erfunden haben,
    2. Es keine Alternative dagegen gibt,
    3. Wir von der Atomforschung abgekoppelt werden und
    4. Alle Staaten um Deutschland verstärkt
    diese Kraftwerke bauen, um uns die Energie dann
    teuer an uns verkaufen.

    sind Notwendigkeiten, daß wir zwingend an der
    Atomenergie festhalten müssen.

    Wer sagt uns, daß in absehbarer Zeit keine Möglichkeit der Neutralisierung von verbrannte Brennstäben gefunden wird.

    Das Ende der Atomforschung wird die Kernfusion sein.
    Und Deutschland soll hier als einziger Staat
    hintenan stehen?

    Und ja, noch was. In Fukuschima gab es keinen Atomunfall der tausende Menschen getötet hat, es gab dort einen Tsunami, der die Totenzahlen hervorrief.
    Deutschland ist kein Tsumanigebiet.

    Also, die Füße stillhalten und endlich das Gehetze gegen diese Art der Energiegewinnung lassen!!!!!

  • Es ist erbärmlich und jämmerlich, wie seitens der privaten Großkonzerne gegen erneuerbare Energien gewettert wird. Als wären Kohlekraftwerke und Atomenergie heutzutage echte Alternativen. Wer das glaubt ist schief gewickelt.Es sollte endlich mal transparent gemacht werden, wie viel Milliarden in die Entwicklung der Atomenergie gesteckt wurden. Die ist doch auch nicht vom Himmel gefallen.

  • Vor einem Monat haben wir unseren Grundsatzreport "Energiepolitik im Konzeptnebel" veröffentlicht, der in vernichtender Weise mit dem Narrentreiben und seinen vorgeschobenen Begründungen aufräumt. Der wurde seitdem 145.000 mal von der Website abgerufen. Falls die Moderation gestattet, ist hier der Link: www.ke-research.de/downloads/Konzeptnebel.pdf .

  • So ist das eben im Sozialismus.

  • So ist das eben im Sozialismus.

  • Tja, mit der Energiewende haben sich diese Land ja echt ei Ei gelegt.
    Wenn man sowas schon hört, dann finde ich auch zurecht.
    "Wir haben geglaubt, Fukushima ist für uns der Sechser im Lotto", sagt Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD).
    Ohne Worte.

  • Mann kann doch die Verzögerungen leicht durch eine Umlage ausgleichen, die auf den Strompreis der privaten Verbraucher aufgeschlagen wird. So entstehen den Energieunternehmen keine Kosten und die Gewinne werden nicht gefährdet.
    Die gesamte Energiewende dient doch eh nur der Bereicherung Weniger auf Kosten Vieler.

  • Zitat:
    "Offshore-Windenergie galt einst als die saubere Energiequelle schlechthin – mit einer rosigen Zukunft."

    Diese Aussage stimmt fast, bis auf das fehlende "t" im Wort "rosig". Dann wird aus einer "rosigen Zukunft" eine "rostige Zukunft" und das passt dann eher.
    Ich halte es übrigens eher mit der Empfehlung der vom Bundestag eingesetzten Expertenkommission, wie mit dem EEG künftig zu verfahren ist. Der Empfehlung dieser Experten (ersatzlose Abschaffung) kann ich mich anschließen:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/oekostrom-regierungsberater-wollen-eeg-abschaffen-12820227.html

    Zitat: "Das EEG sorgt also nicht für mehr Klimaschutz, es macht ihn aber deutlich teurer."

    Jep, auch als Nicht-Fachmann konnte man diesen Sachverhalt leicht erkennen - wenn man ihn erkennen wollte.


  • Strom aus den Launen der Natur (Wind,Sonne,Faulgas) zu erzeugen ist und bleibt wirtschaftlicher Unsinn!
    Unsere wirtschaftliche Wohlstandsgesellschaft funktioniert nur MIT und DURCH einen Kraftwerkspark. Und am besten ist hier ein Kraftwerkmixpark aus Kohle, Gas und Uran! Dieser Kraftwerkmixpark stellt uns wohlstandsverwöhnten und modernen Energiemenschen den Strom/Energie billig, zuverlässig und bedarfsgerecht zur Verfügung und dies noch einige 100.000 Jahre!!!
    Energiewende/EEG = Mangel und Armut! Zurück ins Mittelalter eben.

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