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Energie

Prokon Kartellamt gibt grünes Licht für möglichen Verkauf an EnBW

Die Gläubiger der insolventen Windenergiefirma Prokon können an den Energiekonzern EnBW verkaufen – das Kartellamt gab für die Fusion grünes Licht. Noch ist aber gar nicht klar, welche Lösung die Anleger bevorzugen.
02.06.2015 - 20:20 Uhr Kommentieren
Die insolvente Windenergiefirma Prokon könnte an den Energiekonzern EnBW verkauft werden. Das Bundeskartellamt gab grünes Licht. Quelle: dpa
Gläubiger haben das letzte Wort

Die insolvente Windenergiefirma Prokon könnte an den Energiekonzern EnBW verkauft werden. Das Bundeskartellamt gab grünes Licht.

(Foto: dpa)

Karlsruhe Das Bundeskartellamt gibt grünes Licht für den möglichen Kauf der insolventen Windenergiefirma Prokon durch den Energiekonzern EnBW. Das angemeldete Zusammenschluss könne vollzogen werden, teilte der Karlsruher Energieversorger unter Berufung auf die Behörde am Dienstag mit. Das Bundeskartellamt selbst gab die Freigabe auf seiner Internetseite bekannt (Aktenzeichen B8-58/15).

Erst aber muss die Gläubigerversammlung zustimmen. Sie entscheidet am 2. Juli, ob sie das EnBW-Angebot von rund 550 Millionen Euro annimmt oder als Eigentümer die Prokon-Windparks im Rahmen einer Genossenschaft fortführt. In beiden Fällen wäre fast die Hälfte des Geldes von rund 40.000 Anlegern verloren.

EnBW hatte sich zuvor im Bieterverfahren für das Investorenmodell mit dem besten Angebot durchgesetzt und wirbt seitdem intensiv bei den Prokon-Gläubigern für den Verkauf an EnBW. EnBW will mit der Übernahme seine Ziele bei der Energiewende schneller erreichen oder sogar übertreffen. Der Verein „Freunde von Prokon“, in dem rund 10.000 Gläubiger organisiert sind, macht sich hingegen für die Genossenschaftslösung stark.

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