Energie

Rohstoffe China schweißt weltgrößten Alu-Konzern zusammen

China geht den Umbau seiner staatlichen Industrie an und will aus zwei Konzernen den Weltmarktführer in der Aluminium-Branche formen. Noch gestalten sich die Verhandlungen über die Übernahme allerdings schwierig.
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In China soll der neue Weltmarktführer entstehen. Quelle: Reuters
Alu-Konzerne

In China soll der neue Weltmarktführer entstehen.

(Foto: Reuters)

HongkongChina will Insidern zufolge seine beiden größten Aluminium-Produzenten zu einem neuen Weltmarktführer verbinden. Das Stromunternehmen State Power Investment (SPI) wolle sein Geschäft mit dem Metall an den Alu-Riesen Chinalco abgeben, sagten drei Eingeweihte aus dem Industriesektor der Nachrichtenagentur Reuters. Chinalco könnte dadurch mit seiner künftigen Jahresproduktion den bisherigen Branchenprimus Rusal aus Russland übertreffen.

China bemüht sich derzeit generell um den Umbau seiner staatlichen Industrien, so dass die Entwicklung in der Aluminium-Branche gerade angesichts der jüngsten Konjunkturabkühlung mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wird.

Wie die Silber-Brüder, Chocfinger und Co. zocken
File photo of a worker walking amidst high purity aluminium ingots at the Rusal Krasnoyarsk aluminium smelter in the Siberian city of Krasnoyarsk
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Aluminium-Blöcke in einer Raffinerie: Die Hütten in Sibirien oder Island produzieren derzeit auf Halde, die Nachfrage ist wegen der Konjunkturflaute gedämpft.

File picture shows traders and clerks reacting on the floor of the London Metal Exchange in the City of London
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Spekulanten nutzen die Marktlage: Sie kaufen aktuell zum günstigen Preis physisches Aluminium. Dann verkaufen sie den Rohstoff über Terminbörsen wie die London Metal Exchange (LME) teuer weiter.

A worker walks through an aluminium ingots depot in Wuxi
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Bis zum vorgesehenen Liefertermin wird der Rohstoff eingelagert: Entweder in Hallen oder ganz billig auf offenem Gelände. Statt in Fabriken weiterverarbeitet zu werden, füllen sich weltweit die Lager.

Arbeiter bei der Trimet Aluminium AG
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Die Aluminium-Hütten produzieren derweil weiter.

File photo of worker using the tapping process to separate nickel ore from other elements at the nickel processing plant owned by PT Vale Indonesia,Tbk in Sorowako of Indonesia's South Sulawesi Province
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Auch beim Nickel spielen Spekulanten mit. Sie lagern das physische Metall ein und verkaufen es teurer zu einem späteren Termin.

Steam and other emissions rise from a nickel refinery, owned by controversial billionaire Clive Palmer, in Townsville
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Eine Nickel-Raffinerie in den USA: Finanzspekulanten streichen die Differenz zwischen dem aktuellen und dem künftigen Preis des Metalls ein.

huGO-BildID: 6809703 This handout photo received 26 June 2006, courtesy of Phelps Dodge Corporation shows copper rods in Miami, Arizona. US mining co
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Arbitrage-Geschäfte nach dem selben Prinzip liefen vor einigen Monaten auch im Kupfermarkt ab.

SPI ist selbst durch eine Zusammenlegung zweier Staatskonzerne zu seiner defizitären Alu-Sparte gekommen. Das Unternehmen will sich aber wieder auf das Stromgeschäft konzentrieren. Chinalco weigert sich den Insidern zufolge allerdings, besonders kostspielige Aluminiumhütten von SPI zu übernehmen. Die Gespräche dauerten bereits zwei Monate und machten nur wenig Fortschritte.

Bei SPI war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen, Chinalco lehnte eine Äußerung zu den Reuters-Informationen ab.

Handelsblatt Energie Briefing
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