Energie

Rolf Martin Schmitz RWE-Chef sieht Marktmacht auch nach Innogy-Deal begrenzt

Marktmacht, Kartellbehörden und die Zerschlagung von Innogy: RWE-Chef Rolf Martin Schmitz sieht keine Gefahr für den Energiewettbewerb.
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E.ON und RWE haben vereinbart, die RWE-Tochter Innogy untereinander aufzuteilen. Quelle: AP
Rolf Martin Schmitz und Johannes Teyssen

E.ON und RWE haben vereinbart, die RWE-Tochter Innogy untereinander aufzuteilen.

(Foto: AP)

DüsseldorfDer Energiekonzern RWE hat Befürchtungen vor einer zu großen Marktmacht seines Konzerns nach der geplanten Innogy-Zerschlagung zurückgewiesen. Der Wettbewerb sei immer noch sehr groß, sagte Vorstandschef Rolf Martin Schmitz in einem Interview des Magazins „Focus“. RWE könne auch künftig die Preise nicht diktieren. „Die Vereinbarungen zwischen RWE und E.ON werden die Strompreise in keiner Weise beeinflussen.“ Schmitz kritisierte hingegen die Steuern und Umlagen, die mehr als die Hälfte des Strompreises ausmachten. „Die Preise könnten sofort sinken, wenn der Staat die Stromsteuer senken würde.“

E.ON und RWE haben vereinbart, die RWE-Tochter Innogy untereinander aufzuteilen. RWE übernimmt das Ökostromgeschäft von Innogy und wird zudem an E.ON mit knapp 17 Prozent beteiligt. E.ON übernimmt das Vertriebs- und Netzgeschäft von Innogy. Die Pläne müssen noch von den Kartellbehörden geprüft werden. Dabei dürfte die Frage der Marktmacht eine große Rolle spielen.

Schmitz sprach sich in dem Interview für eine Annäherung an Russland aus. „Sanktionen mögen temporär begründet sein, im Prinzip sind sie aber schlecht, weil sie den Menschen schaden.“ Im Bereich der Energiewirtschaft sei Russland für Europa ein eher zuverlässiger Partner gewesen. RWE bezieht einen großen Teil seines Erdgases vom russischen Gazprom Konzern.

Handelsblatt Energie Briefing
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