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Energie

Royal Dutch Shell Ölriese profitiert von steigenden Preisen

Royal Dutch Shell hat zum Jahresauftakt seinen Gewinn um 142 Prozent gesteigert und damit die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Wie andere Energiekonzerne auch profitiert Shell vom Anstieg der Ölpreise.
Update: 04.05.2017 - 11:31 Uhr Kommentieren
Im abgelaufenen Quartal profitierte der Konzern vor allem von einer deutlichen Verbesserung im Geschäft mit der Förderung von Öl und Gas. Quelle: AFP
Shell-Tankstelle

Im abgelaufenen Quartal profitierte der Konzern vor allem von einer deutlichen Verbesserung im Geschäft mit der Förderung von Öl und Gas.

(Foto: AFP)

London Der britisch-niederländische Ölriese Royal Dutch Shell hat im ersten Jahresviertel wie andere Rohstoffkonzerne von den wieder zunehmenden Ölpreisen profitiert. Bei dem für Branchenexperten besonders wichtigen bereinigten Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten – einer Messgröße, die unveränderte Lagerbestände und den tatsächlichen Vermögenswert einer Firma einbezieht – gelang Shell ein Plus von 142 Prozent auf 3,75 Milliarden Dollar (3,43 Milliarden Euro). Dies teilte das Unternehmen am Donnerstag in London mit. Der Finanzmarkt hatte nur mit 3,01 Milliarden Dollar bei dieser zentralen Kennziffer gerechnet.

Im Zeitraum von Januar bis März profitierte der Konzern vor allem von einer deutlichen Verbesserung im Geschäft mit der Förderung von Öl und Gas („Upstream“-Sparte). Im Vorjahr hatte Shell hier noch rote Zahlen geschrieben. Im „Downstream“-Bereich mit der Weiterverarbeitung und dem Verkauf von Rohöl – etwa dem Raffineriegeschäft – stieg der bereinigte Gewinn um knapp ein Viertel, unter anderem dank eines starken Chemikalien-Geschäfts.

Preise für Metalle ziehen an, Erdöl bleibt stabil
Platz 19: Erdgas
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Der Verbraucher merkt es meist erst viel später – wenn überhaupt. Doch die Gaspreise sind seit Anfang des Jahres um 24,92 Prozent gesunken, laut „Thomson Reuters/Jeffries CRB Index“ (RJ/CRB-Index). Der Index umfasst 19 verschiedene Rohstoff-Futures, die an Warenterminbörsen gehandelt werden, und gilt als Indikator für die zukünftige Entwicklung der Inflation oder die Kostenentwicklung in der Industrie.

(Foto: dpa)
Platz 18: Orangensaft
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Gut für Gesundheitsbewusste: Der Orangensaft entwickelt sich zum Preisschlager. Seit Jahresbeginn haben die Preise um 15,93 Prozent nachgegeben.

(Foto: Picture Alliance)
Platz 17: Kakao
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Gefallen sind auch die Preise für um 9,17 Prozent seit Januar 2017.

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Platz 16: Heizöl
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Nicht nur Erdgas, auch das Heizöl wird günstiger. Der Preis fällt um 4,99 Prozent seit Januar 2017.

(Foto: dpa)
Platz 15: Lebendrind
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So neugierig das Rind auch schaut, sein Wert an der Börse sinkt: Um 1,2 Prozent fielen die Erträge für Lebendrind seit Beginn des Jahres.

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Platz 14: Zucker
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Süße Sünde, günstige Sünde: Der Zuckerpreis ist kaum merklich gesunken. Derzeit liegt er 0,41 Prozent unter dem Wert für Januar.

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Platz 13: Benzin
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Um einen winzigen Tropfen sinkt der Benzin Preis um 0,22 Prozent im Vergleich zum Januar. Doch in Anbetracht der hohen Inflation rechnen Analysten mit einem zukünftigen Preisanstieg.

(Foto: dpa)

Der Preis für die wichtige Ölsorte Brent lag im ersten Quartal durchschnittlich bei 54,61 Dollar. Das ist ein Plus von 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Seit Mitte 2014 waren die Ölpreise weltweit wegen eines Überangebots zunächst stark gesunken - mit entsprechend drastischen Folgen für viele Rohstoffunternehmen, die Verluste machten, Jobs strichen und Investitionen massiv kürzten.

Auch der Konkurrent Statoil übertraf mit seiner Zwischenbilanz die Erwartungen des Marktes. Der bereinigte operative Gewinn kletterte binnen Jahresfrist auf 3,3 Milliarden Dollar von 857 Millionen Dollar. Wie viele andere Rivalen erhöhte Statoil die Produktion, was ebenfalls zu dem Ergebnis beitrug. Dagegen förderte die spanische Repsol weniger und auch die Gewinnmargen im Raffineriegeschäft sanken. Doch dies wurde durch den Anstieg des Ölpreises mehr als wettgemacht. Der bereinigte Nettogewinn legte zehn Prozent auf 630 Millionen Euro zu.

Am Markt kamen die Zahlen gut an. Shell-Aktien gewannen in London 2,3 Prozent an Wert, Statoil in Oslo 2,7 Prozent.

Handelsblatt Energie Briefing
  • dpa
  • rtr
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