Energie

RWE-Konzernchef „Wir haben wenig Zeit“

RWE-Chef Peter Terium und seine Aktionäre verlieren Geld, weil der Konzern unrentable Kraftwerke am Laufen halten muss. Er drängt den neuen Energieminister Sigmar Gabriel zu einer schnellen Lösung.
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RWE-Chef Peter Terium am Dienstag bei der Handelsblatt Energietagung: „Schlecht wäre ein Wildwuchs an nationalen Einzellösungen“.

RWE-Chef Peter Terium am Dienstag bei der Handelsblatt Energietagung: „Schlecht wäre ein Wildwuchs an nationalen Einzellösungen“.

Berlin/DüsseldorfEs war ein düsteres Bild, das der RWE-Chef Peter Terium am Dienstag auf der Handelsblatt-Energietagung zeichnete. „Wir alle stecken in der schlimmsten Strukturkrise, seit es überhaupt Energieversorgung gibt“, sagte der Niederländer. Wie solle man da noch an den Umbau der Stromversorgung denken?

Die Energiewirtschaft erwarte von der Politik eine funktionierende, faire und gerechte Marktordnung. Und genau hier hake es zurzeit bei der Energiewende.

Terium nannte einige Beispiele, wo politische Entscheidungen Investitionen von RWE massiv beeinflusst haben, nicht nur in Deutschland. In Spanien etwa betreibt der Energiekonzern gemeinsam mit Stadtwerken und Industriepartnern Andasol 3, das größte europäische Solarkraftwerk. Doch die spanische Regierung plant aufgrund der desolaten Haushalts- und Wirtschaftslage des Landes Einschnitte bei der Sonnenstrom-Förderung – trotz bereits zugesagten Subventionen. Andere Länder haben ihre Förderung bei den Erneuerbaren ebenfalls zurückgefahren, etwa Tschechien, Italien und Polen.

Auch die Energiepolitik in England ärgert Terium. Dort hat der Versorger erst vor kurzem zwei neue Gaskraftwerke gebaut. Kurze Zeit später teilte die Regierung mit, dass sie nun wieder auf Atomkraft setzt. Neue Atomkraftwerke bekommen demnach eine risikolose Einspeisevergütung, ebenso wie erneuerbare Energien. Wieder hatte RWE auf das falsche Pferd gesetzt.

Weltweit wächst der Anteil der erneuerbaren Energien – und damit auch die Schwankungsanfälligkeit bei der Stromversorgung. Konventionelle Kraftwerke bleiben daher wichtig, um eine lückenlose Stromproduktion zu gewährleisten. Doch ihr Betrieb lohnt sich aufgrund der stark gefallenen Börsenstrompreise immer weniger, die Energieversorger wollen daher immer mehr Kraftwerke abschalten.

„Stilllegungen sind in erheblichem Umfang auf dem Weg“, sagte RWE-Chef Terium laut Redemanuskript. Dieses Problem beschäftige nicht nur die Regierung in Deutschland, sondern auch die in anderen Ländern. Terium gab Deutschland jedoch die Schuld an dieser Misere. „Warum verdienen diese Kraftwerke nicht mehr genug Geld?“ fragte er und lieferte auch gleich die Antwort: Weil der europäische Energiemarkt mit subventioniertem Strom überflutet werde.

Terium warnte die einzelnen Länder davor, die jetzt geplanten Maßnahmen zur Vorhaltung von Stromerzeugungskapazitäten nicht untereinander abzustimmen. „Wir haben wenig Zeit. Wir müssen jetzt anfangen, damit wir am Ende der Dekade neue Kraftwerke haben.“

Handelsblatt Energie Briefing
„Deutschland ist keine Insel, elektrisch sowieso nicht“
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23 Kommentare zu "RWE-Konzernchef: „Wir haben wenig Zeit“"

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  • Wie unnötig die "Konventionellen" sind, sollte doch mal bewiesen werden.
    Im Sommer gab es mal einen Tag, an dem die EEG Quellen in der Tat mal in Summe ca. 40% der Gesamtlast in D produziert haben. Da hätte man die heruntergefahrenen Kraftwerke bei den restlichen ca. 20 GW lassen sollen.
    Vielleicht wäre dann den Politikern klar geworden, was "VOLATIL" und "NACHHALTIG" bedeutet.

  • die meinung, dass es einen kraftwerksneubaus im fossilen bereich braucht - mit langen vorlaufzeiten ist doch lächerlich - die aufgabe besteht vielmehr darin - ENDLICH die alten kohlekraftwerksblöcke aus den 50-ern, 60-ern, 70-ern (immerhin 15GW !) vom netz zu nehmen - zudem die 12 gw akw-leistung - somit ca. 150 twh.
    dann passt es auch wieder mit den derzeitigen kapazitätsüberhängen (dürften im g&d bei 10-15gw sowie im steinkohle bereich in ähnlicher grössenordnung - alleine 8gw gehen derzeit neu ans netz - liegen - somit bei 4000 vollaststunden 120twh) und der rückführung der stromexporte (30twh)
    danach wird bei einem ausbau der einerbaren um 20 prozentpunkte (entspricht immerhin ebenfalls 120twh) bis 2020/25 sogar wieder ein überhang vorhanden sein - der es dann erlauben wird sukzesive altanlagen aus ddr-zeiten (jänschwalde bspw.) aus den 80-er jahren bis 2025 vom netz zu nehmen - ersatzlos - und ohne weitere tagebauten zu erschliessen ...
    wenn man seinen aktionären eine perspektive bieten muss, dann ist soetwas natürlich eine harte realtät - insbesondere dann, wenn es ebenfalls ans licht führen würde, dass man weder die uralten braunkohle-blöcke (die in china aufgrund ihrer emissionen wohl längst vom netz genommen worden wären - oder etwa nicht ?) in nrw wird 1 zu 1 ersetzen können noch in zukunft mehr tun kann als alte fossile kraftwerke ersatzlos zu streichen ...
    die realität ist : rwe baut in europa derzeit den letzten kohleneubaublock (emshaven) - danach ist ende.

  • Laut Atomausstieg soll das letzte AKW spätestens 2022 vom Netz gehen, warum darf der Betreiber nicht früher aussteigen? Das haben die Rot-Grün-Fraktion immer gewollt (Abschalten, Abschalten, Abschalten!). Bei Kohle im Gegenteil mit voller "Kraft" a la NRW.

  • Die Gruenen (zu denen sicherlich die ehemalige Umweltministerin Merkel zaehlt (Zitat Merkel 1997: "Energie ist heute zu billig") behaupten doch, dass man die konventionellen Kraftwerke gar nicht mehr benoetigt. Also mein Vorschlag: RWE soll die Kraftwerke einfach abschalten, und dann sehen wir (alle) wer Recht hat.

    Ein bundesweiter Stromausfall waere zwar ein finanzieller Verlust fuer die Wirtschaft (eine Art Feiertag), aber der "Lerneffekt" waere unbezahlbar! Sobald dem deutschen Schlafmuetzen-Michel klar wird, dass bei den "Erneuerbaren" immer fossile Kraftwerke im Hintergrund mitlaufen muessen, wird man den angeblich so "erneuerbaren" Energien sehr schnell den Zugang zu unseren Geldbeuteln sperren. Die Erneuerbaren leben von der Illusion, dass sie eigenstaendig sind und konventionelle Kraftwerke "ersetzen". Sobald diese Illusion weg ist, bricht die Unterstuetzung fuer diesen Unsinn weg.

  • Gewinne werden -wie immer- privatisiert und Verluste sollen Sozialisiert werden!!!!
    Und da macht die SPD (Steigbügelpartei von Merkel) auch noch mit.

  • Also zum Thema "freie Energie":

    Es gibt den RotoVerter der bei grossen induktiven Lasten sinnvoll ist. Er bassiert dadrauf das Induktionen und Kapazitäten neben der Wirkleistung auch eine Blindleistung haben.

    Er erzeugt somit KEINE neue Energie sondern optimiert nur den Stromfluss.

    Ein Magnet Motor der sich ewig dreht ist auch nichts Besonderes und auch dieser kann nicht wirklich viel Strom produzieren im Verhältniss
    zu seiner Grösse.

    Und jetzt kommt der Knaller die sogenannte "Skalar-Energie" die beim "Keppe Motor" zum Einsatz kommt ist totale Verarschung.

    Es gibt sogar Uhren mit Achtung "Skalar-Energie"

    http://www.tatswitzerland.com/shop/skalarprodukte/uhr-mit-skalarenergie.html

    Alles so ziemliche Esoterik ohne jede wissenschaftliche Grundlage.

    Herr Nikola Tesla würde sich im Grabe umdrehen wenn man seine Erkenntnisse mit diesem Esoterikmüll in Verbindung bringen würde.

    Der sogenannte "Keppe-Motor" ist sogar in den USA patentiert worden
    wenn der jetzt so unglaublich effizient wäre also über 70-80% Wirkungsgrad.

    Dann muss sich fragen warum es den immer noch keine Geräte mit ihm gibt?

  • dann sind Sie auch bereit für prof. bernd senf - tiefere ursachen der weltfinanzkrise - Oder auch andreas popp danistakratie. oder die anfänge der zinsgeldmafia der zeichentrickfilm goldschmied fabian sehr gut erklärt.

  • Ja das ist wohl sehr wahrscheinlich nicht weil die Leute Profit machen wollen oder weil man diese "neue Energie" nicht mal eben zur Stromerzeugung nutzen kann sondern das Böse Geldsystem ist Schuld das wir unsere Stecker nicht einfach in die Luft halten können um etwas mit Strom anzutreiben.

    Wenn Geld keine Schuld wäre könnte man damit nur sehr schwer handeln und das machen wir seit nun mehr über 2000 Jahren relativ erfolgreich. Das Problem sind immer die Menschen und nicht das System den die sind leider fast alle ziemlich "Geldgeil".

    Übrings elektrischer Strom ist eine Bewegung.
    Und Energie ist auch immer eine Bewegung die eine gewisse Masse erfordert. Es gibt zurzeit 4 Formen davon (+ die uminöse Dunkle)

    So etwas wie Raumenergie ist zwar vorhanden auf Grund von Strahlung nur eben sehr minimal sonst würde es uns ja nicht geben
    weil uns die Erde kochen würde.

    Es ist eine Lüge das einfach Unmengen Energie im Raum vorhanden sind die man einfach so nutzen kann den irgendwo muss sie ja herkommen. Es gibt physikalisch korrekt betrachtet auch garkeine regenerativen Energiequellen. Die Sonne wird einestages sterben und auch der Mond wird verschwinden und die Erde wird einestages Innen kalt sein.

    Keiner dieser achsotollen Wissenschafter beantwortet die Frage was passiert wenn ich diese "Raumenergie" umleitet bzw. umwandele.

    Wenn ich das Magnetfeld der Erde anzapfen würde würde es zur Folge haben
    das mehr radioaktive Strahlung und elektromagnetische Impulse durch Sonnenwinde und Co die Erdoberfläche treffen das möchte nunmal auch niemand.

    Zwar ist im Universum viel Strahlung unterwegs nur die ist äusserst schädlich für uns Menschen (und Tiere) daher wir von Glück reden können das unser Planet mit einem starken und dauerhaften Magnetfeld ausgestattet ist.

    Es würde reichen die Gezeiten, die Wellen, den Wind, die Sonne und die Innere Wärme der Erde zunutzen und noch ein paar andere Sachen und
    wir müssen dadrüber für Jahrhunderte nicht mehr nachdenken.

  • Herr Peter Terium,

    was ist eigentlich mit kosmischer Energie bzw. freier Raumenergie? ( Dr. Yoshiro Nakamats, Nikola Tesla )

    Ist sie nicht gewollt, weil Sie dann kein Geld mehr verdienen?

    Prof. Dr. Claus W. Turtur Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften Schreibt:

    "Auch wenn ich die praktische Nutzung der neuen sauberen Energie der freien Raumenergie bereits erfolgreich im Labor nachweisen konnte - ich habe meine Forschungsarbeiten einstellen müssen. Das ist schade, denn die saubere Energie wäre für die Menschen eigentlich wichtig."

    Warum MUSSTE Prof. Dr. Claus W. Turtur seine Arbeit einstellen???

    Warum erfahren wir nichts davon in den gleichgeschalteten Massenmedien?

    Wer steht hinter den gleichgeschalteten Massenmedien?

    Jeder der die Antwort wissen will, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" oder "Das Zwangsgeldsystem Mario Fleischmann" suchen.

  • @laufrad
    Welche Gelddruckmaschine meinen Sie? RWE, EON ENBW erwirtschaften doch keinen sich selbsttragend Gewinn mehr. Die Energiewende verhindert dies. Kraftwerkserhalt kostet Geld, Erneuerbaren Energien kosten Geld, Verkaufserlöse kommen nur noch durch den Verkauf von Firmenbeteilgungen oder Kraftwerksverkäufen im Ausland zustande. Hören Sie sich mal um, wieviel Auszahlungen die Kommunen noch von EON, RWE oder ENBW für ihre maroden Gemeinde-Kommunen-Länderkassen bekommen.

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