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Energie

Sanierung Solarworld-Gläubiger sollen im Juli abstimmen

Die Rettung des gefährdeten Konzerns Solarworld geht in die nächste Runde: Im Juli sollen Gläubiger von zwei Anleihen dem Sanierungskonzept zustimmen. Im Mai war eine ähnliche Abstimmung schon gescheitert.
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Im Juli wird es Ernst für das Solarunternehmen Solarworld. Die Gläubiger müssen dem Sanierungskonzept zustimmen. Quelle: Reuters

Im Juli wird es Ernst für das Solarunternehmen Solarworld. Die Gläubiger müssen dem Sanierungskonzept zustimmen.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDer Countdown für den angeschlagenen Solarkonzern Solarworld läuft: In einem Monat sollen die Gläubiger zweier Anleihen das Sanierungskonzept absegnen, das unter anderem den Verzicht auf den größten Teil ihrer Ansprüche vorsieht. Firmenchef und Großaktionär Frank Asbeck plant, den Anleihegläubigern in den nächsten Wochen ein konkretes Angebot zu unterbreiten, wie Solarworld mitteilte. Beschlüsse darüber sollen auf Versammlungen gefasst werden, die voraussichtlich ebenfalls am 8. und 9. Juli im Anschluss an die Gläubigerversammlungen zur Wahl der gemeinsamen Vertreter stattfinden sollen.

Asbeck muss nach der Einigung mit den meisten Schuldschein-Gläubigern auch die Gläubiger der beiden 2016 beziehungsweise 2017 fällige Anleihen über insgesamt 550 Millionen Euro ins Boot holen. Der mit über einer Milliarde Euro verschuldete Solarkonzern plant einen Schuldenschnitt, wodurch die langfristigen Verbindlichkeiten um etwa 60 Prozent reduziert werden sollen. Die Gläubiger sollen mithin auf 60 Prozent ihrer Ansprüche verzichten und dafür Solarworld-Aktien bekommen.

Ähnlichen Restrukturierungsplänen hatten seinerzeit Gläubiger des Solarkonzerns Q-Cells und des Holzverarbeiters Pfleiderer eine Abfuhr erteilt und die Firmen damit in die Insolvenz getrieben. Für Solarworld-Chef Asbeck geht es im Juli also um Hopp oder Top.

In einer ersten Runde im Mai hatten die Gläubiger-Treffen nicht das für die Wahl eines gemeinsamen Vertreters nötige Quorum von 50 Prozent erreicht. Bei der zweiten Runde im Juli ist dafür keine Mindestpräsenz mehr nötig. Allerdings müssen nach dem Schuldverschreibungsgesetz 75 Prozent der Anleihezeichner den Sanierungsplänen zustimmen.

An der Börse nährten am Mittwoch indes die umstrittenen EU-Pläne zur Einführung von Solar-Strafzöllen auf chinesische Billigprodukte die Hoffnung auf bessere Zeiten. Die Solarworld-Aktie legte nach ihrem Vortagesplus von über neun Prozent nochmals um knapp sechs Prozent auf 80 Cent zu.

Handelsblatt Energie Briefing
  • rtr
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