Energie

Schadenersatz Thyssen-Krupp scheitert mit Klage gegen Ex-Vorstand

Kein Schadenersatz im Streit um illegale Preisabsprachen: Thyssen-Krupp ist vor Gericht in erster Instanz mit einer Klage gegen Ex-Vorstand Uwe Sehlbach gescheitert. Der Konzern will 193 Millionen Euro – und Berufung.
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Konzernzentrale in Essen: Stahlkonzern Thyssen-Krupp bekommt zunächst kein Geld von Ex-Vorstand Sehlbach zurück. Quelle: dpa

Konzernzentrale in Essen: Stahlkonzern Thyssen-Krupp bekommt zunächst kein Geld von Ex-Vorstand Sehlbach zurück.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Industriekonzern Thyssen-Krupp hat bei der Aufarbeitung des Schienenkartells einen herben Rückschlag erlitten. Das Arbeitsgericht Essen wies eine Klage des Konzerns gegen den früheren Bereichsvorstand Uwe Sehlbach ab, der aus Sicht von Thyssen-Krupp als eine der Schlüsselfiguren des illegalen Kartells der „Schienenfreunde“ gilt. Dies berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf eine Gerichtssprecherin. Thyssen-Krupp hatte den Manager auf Schadensersatz in Höhe von 193 Millionen Euro verklagt.

Sehlbach war für die Tochter Thyssen-Krupp GfT Gleistechnik zuständig, die im Verbund mit dem österreichischen Konkurrenten Voestalpine und anderen Stahlfirmen über Jahrzehnte Preise und Mengen auf dem deutschen Schienenmarkt abgesprochen hat. Nachdem die Behörden das Kartell im Frühjahr 2011 aufgedeckt hatten, musste der Manager seinen Posten zunächst aus „politischen Gründen“ räumen. Ende 2012 verklagte Thyssen-Krupp ihn schließlich, da er sich aus Konzernsicht an dem Kartell beteiligt haben soll.

Sehlbach weist eine Beteiligung an dem Kartell unverändert zurück. Thyssen-Krupp wird nach eigenen Angaben „sehr wahrscheinlich“ gegen das Urteil des Arbeitsgerichts in Berufung gehen. „Wir gehen weiterhin davon aus, dass unsere Klage gute Aussichten auf Erfolg hat und wir unsere Ansprüche gegenüber Herrn Sehlbach durchsetzen werden“, sagte ein Sprecher.

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1 Kommentar zu "Schadenersatz: Thyssen-Krupp scheitert mit Klage gegen Ex-Vorstand"

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  • Zumindest scheint Hr.Sehlbach nicht schlecht bei Thyssen-Krupp verdient zu haben. Da sein ehemaliger Arbeitgeber davon ausgeht, Schadensersatz in Höhe von 193 Millionen Euro bei ihm eintreiben zu können.

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