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Energie

Schuldenreduzierung Repsol tritt Flüssiggas-Geschäft an Shell ab

Im vergangenen Jahr erlebte der Ölkonzern Repsol, wie Argentinien seine Tochter YPF teilverstaatlichte. Seither ist Repsol bemüht, seine Schulden zu reduzieren. Davon profitierte nun Konkurrent Shell.
Update: 27.02.2013 - 00:55 Uhr Kommentieren
Repsol-Chef Antonio Brufau (l.) und Shell-CEO Peter Voser besiegeln das Geschäft. Quelle: AFP

Repsol-Chef Antonio Brufau (l.) und Shell-CEO Peter Voser besiegeln das Geschäft.

(Foto: AFP)

Madrid Der spanische Ölkonzern Repsol hat sein Verkaufsziel dank einer Großtransaktion deutlich früher erreicht als angepeilt. Der britische Branchenkollege Shell lege für das Geschäft mit Flüssigerdgas 4,4 Milliarden US-Dollar auf den Tisch, teilten die Madrider am Dienstagabend mit.

Repsol ist bemüht, seine Schulden zu reduzieren und Sorgen um die Kreditwürdigkeit des Unternehmens zu zerstreuen. Shell übernimmt der Mitteilung zufolge auch 2,25 Milliarden Dollar Schulden und finanzielle Verpflichtungen von Repsol. So habe der Gesamtumfang des Geschäfts 6,65 Milliarden Dollar (etwa 5,1 Milliarden Euro) betragen, erklärte Repsol.

Damit habe sich Repsol in einem Jahr von Vermögenswerten von über 5 Milliarden Euro getrennt. Ursprünglich wollten sich die Spanier mit dem Verkauf von Werten zwischen 4 und 4,5 Milliarden Euro bis 2016 Zeit lassen.

Der Schuldenstand werde sich durch die Vereinbarung mit Shell halbieren, hieß es weiter. Der Konzern steht unter Druck, seinen Status als sicheren Schuldner ("Investment Grade") zu verteidigen.

Repsol war wegen der Teilverstaatlichung seiner argentinischen Tochterfirma YPF in Argentinien im Frühjahr vergangenen Jahres gezwungen, seine Strategie zu überarbeiten und hatte seine Aktivitäten im Flüssiggasbereich in Kanada, Peru, Trinidad und Tobago sowie in Spanien angeboten. Shell übernimmt den Angaben zufolge Flüssigerdgas-Anlagen in Peru, Trinidad und Tobago sowie in der Biskaya.

Interesse daran signalisiert hatten auch Gazprom aus Russland, Sinopec aus China sowie GDF Suez aus Frankreich. Nicht veräußert wird dagegen die Repsols kanadische Produktionsstätte Canaport, die ursprünglich zum Verkauf angeboten wurde, aber keine Abnehmer fand.

Der Kapitalgewinn der Transaktion liegt den Angaben zufolge bei 3,5 Milliarden Dollar.

  • dpa
  • afp
  • rtr
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