Energie

Shell vor Mega-Übernahme BG-Aktionäre winken Zusammenschluss durch

Der Weg für den Milliarden-Deal ist frei: Die Aktionäre der BG Group haben einer Übernahme durch Shell mit überdeutlicher Mehrheit zugestimmt. Schon in wenigen Wochen soll der Zusammenschluss unter Dach und Fach sein.
Einen Tag vor den BG-Eignern haben auch die Aktionäre von Shell dem Zusammenschluss zugestimmt. Quelle: ap
Shell-Aktionäre einverstanden

Einen Tag vor den BG-Eignern haben auch die Aktionäre von Shell dem Zusammenschluss zugestimmt.

(Foto: ap)

LondonDer britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell hat die letzte große Hürde auf dem Weg zur geplante Megaübernahme des Konkurrenten BG Group genommen. Einen Tag nach den Shell-Aktionären gaben nun auch die Anteilseigner des britischen Gasspezialisten BG Group am Donnerstag grünes Licht für den geplanten Zusammenschluss beider Konzerne.

Auf der Hauptversammlung entfielen mehr als 99,5 Prozent der Stimmen auf Ja, wie BG im Anschluss mitteilte. Das Geschäft könne nun wohl bis zum 15. Februar unter Dach und Fach gebracht werden.

Diese Männer wollen den Ölpreis bestimmen
Treffen der Opec
1 von 14

Treffen der Opec in Istanbul. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) würden die Fördermenge gerne begrenzen. Im September 2016 hatte das Ölkartell auch einen entsprechenden Plan verkündet. Passiert ist seitdem aber wenig. Die Skepsis wächst, dass es überhaupt zu einem Abkommen kommt. Diese Männer ringen um eine Einigung.

Saudi-Arabien
2 von 14

Khalid al-Falih ist seit Mai 2016 Ölminister von Saudi-Arabien – und damit ein mächtiger Mann. Sein Land ist der wichtigste Akteur im Ölgeschäft. Doch auch den Scheichs macht der niedrige Ölpreis zu schaffen.

Jährliche Öl-Exporte (Wert): 158 Milliarden Dollar

Öl-Reserven: 266 Milliarden Barrel

Venezuela
3 von 14

Der venezolanische Öl- und Bergbauminiser Eulogio del Pino. Vor einigen Jahren überholte Venezuela Saudi-Arabien, was die größten Öl-Reserven der Welt angeht.

Jährliche Öl-Exporte (Wert): 36 Milliarden Dollar

Öl-Reserven: 301 Milliarden Barrel

Die folgenden Teilnehmer des OPEC-Treffens sind nach den Öl-Reserven ihrer Heimatländer sortiert. Quelle: OPEC

Iran
4 von 14

Der iranische Öl-Minister Bijan Namdar Zanganeh. Im Handelsblatt-Interview hatte er schon früh die Position seines Landes deutlich gemacht, sobald die Sanktionen gegen das Land aufgehoben sind: „Wir wollen schrankenlos Öl und Gas exportieren“

Jährliche Öl-Exporte (Wert): 27 Milliarden Dollar

Öl-Reserven: 158 Milliarden Barrel

Irak
5 von 14

Adil Abd Al-Mahdi war bis 2016 irakische Ölminister. Auf ihn folgte Jabbar Ali Hussein Al-Luiebi.

Jährliche Öl-Exporte (Wert): 54 Milliarden Dollar

Öl-Reserven: 143 Milliarden Barrel

Kuwait
6 von 14

Der Finanz- und Ölminister Kuwaits: Anas Khaled Al-Saleh.

Jährliche Öl-Exporte (Wert): 49 Milliarden Dollar

Öl-Reserven: 101 Milliarden Barrel

Vereinige Arabische Emirate
7 von 14

Der Energie- und Industrieminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Suhail Mohamed Al-Mazrouei.

Jährliche Öl-Exporte (Wert): 52 Milliarden Dollar

Öl-Reserven: 98 Milliarden Barrel

Shell hatte im April vergangenen Jahres die Übernahme publik gemacht. Damals war der Deal rund 47 Milliarden britische Pfund wert. Seitdem ist der Kaufpreis, der zum Teil in Aktien von Shell bezahlt wird, wegen des gesunkenen Aktienkurses auf rund 35 Milliarden Pfund (46 Milliarden Euro) zurückgegangen.

Der Ölpreisverfall hat bei vielen Unternehmen zuletzt für Abschreibungen in Milliardenhöhe gesorgt. Die Konzerne suchen ihr Heil unter anderem in Fusionen und Übernahmen, um Kosten zu senken.

Handelsblatt Energie Briefing
  • dpa
Startseite
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%