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Energie

Premium SKW kämpft mit Verlusten Stahlzulieferer im Ausnahmezustand

Die Lage beim Stahlzulieferer SKW ist ernst. Die Holding kämpft mit Verlusten. Einer der großen Investoren übt Kritik an der Strategie. Doch Chef Kay Michel sieht den Konzern nicht gefährdet – und setzt auf Wachstum.
10.02.2016 - 12:13 Uhr
Die außerordentliche Hauptversammlung war erfolgreich. Quelle: PR
Werk von SKW Metallurgie

Die außerordentliche Hauptversammlung war erfolgreich.

(Foto: PR)

München Als erfahrener Restrukturierer neigt Kay Michel nicht zum Beschönigen. „Die Lage ist ernst“, sagt der Chef der SKW Metallurgie. „Der Stahlmarkt weltweit ist im Ausnahmezustand, einige unserer Kunden sind von Insolvenz bedroht.“ In den USA, wo der Stahlzulieferer etwa 60 Prozent seines Umsatzes macht, haben 2015 bereits einige Stahlwerke von SKWs Kundenliste dichtgemacht. Wegen der schwierigen Branchenlage stellt sich Michel auf weitere Umsatzrückgänge in diesem Jahr ein.

Damit nicht genug. Vor einigen Tagen hatte SKW mitgeteilt, dass bei der Holding AG im Jahr 2015 ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals angefallen ist. Das macht eine außerordentliche Hauptversammlung erforderlich. Die Existenz der SKW Metallurgie aber, davon ist Michel überzeugt, ist nicht gefährdet. „Stahl wird es immer geben, und damit werden auch immer Produkte zur Entschwefelung und Veredelung benötigt.“

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