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Energie

Solarenergie Trends der Photovoltaik: Energie vom Autodach, schwimmende Kraftwerke und Steckdosen zum Mitnehmen

Solarenergie ist die günstigste Art, erneuerbaren Strom zu erzeugen – und sie ist sehr vielseitig einsetzbar. Ein Überblick über die neuesten Trends.
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Wenn das Fenster zur Steckdose wird.  Quelle: Flickr
Solarenergie

Wenn das Fenster zur Steckdose wird. 

(Foto: Flickr)

Düsseldorf Keine andere Energiequelle wächst weltweit so schnell wie die Solarenergie. Allein im vergangenen Jahr wurden Anlagen mit einer Leistung von 102 Gigawatt (GW) neu installiert. Zum Vergleich: Wind, Kohle und Gas kommen gerade einmal auf die Hälfte.

Das liegt auch daran, dass die einst teuerste der erneuerbaren Stromquellen mittlerweile in vielen Orten der Welt zur günstigsten Energieform geworden ist. Zum Beispiel in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten arabischen Emirate.

In dem weltweit größten Solarpark Noor Abu Dhabi erzeugen über 3,2 Millionen Solarmodule Ökostrom für 2,4 Cent die Kilowattstunde (kWh) – günstiger geht es nicht.

In Deutschland kostet Sonnenenergie zwar noch zwischen vier und fünf Cent pro kWh. Forscher des Fraunhofer ISE prognostizieren jedoch weiter fallende Preise in den kommenden Jahren. Um 2040 erwarten Experten Solarstrom aus großen Parks schon für Gestehungskosten – also die Kosten, die bei der Umwandlung einer Energieform in elektrischen Strom anfallen – für deutlich unter einem Cent pro kWh.

Noch liegt der Anteil von Solarkraft am globalen Strommix bei gerade einmal zwei Prozent. Aber das Wachstum soll auch in den kommenden Jahren rasant steigen. Immer kreativere Erfindungen für den Einsatz von Photovoltaik-Strom machen es möglich.

Anders als Wind-, Wasser- oder Bioenergie ist die Solarkraft sehr flexibel. Mittlerweile lässt sich in jeder Lebenssituation Sonnenenergie ernten. Taschenrechner, Mini-Akkus oder kleine Lampen sind schon längst Normalität. Ein Überblick über die neuesten Trends der Solarwelt. 

Floating Solar

Die Idee von schwimmenden Sonnenkraftwerken gibt es schon lange. Aber seit ein paar Jahren sind sie besonders in Südostasien auf dem Vormarsch. Die größte schwimmende Solaranlage befindet sich in China: Auf einem ausgedienten und mit Regenwasser gefluteten Tagebau schwimmen mehr als 165.000 Solarpaneele, mit einer Leistung von 40 Megawatt.

Der Vorteil an den schwimmenden Solarkraftwerken ist die gesteigerte Effizienz. Photovoltaik liebt zwar Sonne, aber keine Wärme. Und auf dem Wasser herrschen kühlere Temperaturen – das steigert den Ertrag. Damit Solarzellen auf dem Wasser nicht untergehen oder an Land treiben, schwimmen sie auf mit Luft gefüllten Containern. Zusätzlich werden sie fixiert und wasserfest verkabelt.


Schwimmende Solarparks wie hier in China soll es bald auch auf offenem Meer geben.  Quelle: AFP
Floating-PV

Schwimmende Solarparks wie hier in China soll es bald auch auf offenem Meer geben. 

(Foto: AFP)


Auch in Europa werden immer mehr Solaranlagen auf dem Wasser gebaut. Besonders aktiv sind derzeit Unternehmen aus den Niederlanden, aber auch in Deutschland steigt das Interesse. Allerdings wirkt die größte Anlage hierzulande mit ihren 749 Kilowatt Leistung im Vergleich mit dem 6,3-Megawatt-Projekt des Ölkonzerns BP in Großbritannien sehr überschaubar.

Trotzdem, auch in Deutschland werde man zukünftig mehr davon sehen, sind Experten überzeugt. Potenzial sehen sie vor allem in ehemaligen Braunkohletagebauten oder alten Kiesgruben, die mit Wasser vollgelaufen sind. Und dann gibt es ja auch noch das Meer. Das Rennen um das erste Offshore-Solarkraftwerk hat auch schon begonnen.

Photovoltaik auf dem Acker
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