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Energie

Solarkonzern Conergy will endlich zurück in die Gewinnzone

Seit Jahren hadert Conergy mit Umsatzeinbrüchen und der Billig-Konkurrenz aus Asien. Großprojekte sollen dem Konzern auf die Beine helfen. Der Konzernchef verspricht schwarze Zahlen – wieder einmal.
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Das Conergy-Werk in Frankfurt/Oder: Die Produktion läuft auf Hochtouren. Quelle: dapd

Das Conergy-Werk in Frankfurt/Oder: Die Produktion läuft auf Hochtouren.

(Foto: dapd)

Düsseldorf Der seit Jahren mit Verlusten ringende Solarkonzern Conergy verspricht einmal mehr schwarze Zahlen. Konzernchef Philip Comberg kündigte am Donnerstag für 2013 nicht nur deutliche Umsatzsteigerungen sondern auch einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) an. „Unser Ziel ist es, in diesem Jahr ein leicht positives Ebitda zu erzielen und somit operativ schwarze Zahlen.“ Der Umsatz soll 650 bis 750 Millionen Euro erreichen. Comberg schöpft seine Zuversicht aus einer regen Auslandsnachfrage nach Großprojekten und wieder anziehenden Preisen.

Nachdem das vierte Quartal 2012 nochmals von einem starken Preisdruck geprägt war, stiegen derzeit die Preise wieder, sagte Comberg auf einer Telefonkonferenz. Als einen Grund nannte er die fortschreitende Konsolidierung des Solarmarktes. Möglicherweise werfe aber auch das laufende Antidumping-Verfahren der EU gegen chinesische Billigimporte seine Schatten voraus. Die EU wird voraussichtlich im Mai oder Juni über Strafzölle entscheiden.

Im ersten Quartal habe sich die Nachfrage sehr erfreulich entwickelt, sagte Comberg. Die Modulfertigung in Frankfurt/Oder laufe auf Hochtouren. Derzeit baut Conergy in Thailand für Siam Solar Energy das mit 31,5 Megawatt (MW) größte Solarkraftwerk der Firmengeschichte. Bereits 2012 hatte Conergy für das gleiche Unternehmen einen 20 MW-Solarpark errichtet. Das Großprojektgeschäft will Comberg ausbauen und sieht in Asien und den USA dafür gute Chancen. „Auch neue Exportmärkte, beispielsweise in Osteuropa, gewinnen zunehmend an Bedeutung.“

Im vergangenen Jahr hatten allerdings Preisverfall und Einmalkosten für die vorzeitige Beendigung eines Liefervertrages mit der US-Waferproduzenten MEMC dem Hamburger Konzern erneut die Bilanz verhagelt. Bei einem Umsatzeinbruch um rund 40 Prozent auf 473,5 Millionen Euro fiel ein operativer Verlust von 69 Millionen Euro an nach minus 80,3 Millionen im Jahr zuvor. Netto sank der Verlust um 40 Prozent auf 99 Millionen Euro. Comberg hatte bereits für 2012 ein leicht positives Ebitda versprochen wie auch sein Vorgänger für 2011.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
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